Bauernregel: Was das Wetter der nächsten Tage über  weisse Weihnachten sagt
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Am 1. Dezember fiel der erste Schnee – auch in der Stadt Luzern. (Bild: Adobe Stock)

Aufs Wochenende regnet's oder schneit's Bauernregel: Was das Wetter der nächsten Tage über weisse Weihnachten sagt

3 min Lesezeit 02.12.2020, 15:36 Uhr

Der Dezember hat uns gleich den ersten Schneefall des Winters gebracht. In den kommenden Tagen wird es kurz windig, bleibt dann kühl und nass. Das lässt auf weisse Weihnachten hoffen – wenn man den Bauernregeln glaubt.

Schnee auf Zuger und Luzerner Dächern und Strassen – die meisten freut dieser Anblick. Etwas weniger die Autofahrer, von denen einige am Dienstagmorgen ins Schlittern kamen (zentralplus berichtete). Für den Mittwochabend kündigen die Meteorologen erneut stellenweise «schwachen Schneefall» an bei Temperaturen zwischen –1 und +4 Grad.

Am Donnerstag hingegen dürfte sich im Verlauf des Tages vereinzelt auch im Flachland die Sonne zeigen. Doch dann kommt schon die nächste Front mit dem Namen «Virpy» mit Föhnsturm in die Alpentäler, andernorts mit Wind und bald darauf mit Regen auch in den Norden. Ob aufs Wochenende in den Städten wieder Schnee fällt, da sind sich die Wetterprofis noch nicht sicher.

Aber: Oberhalb von 1000 Metern solls am Freitag zwischen 5 und 15 Zentimeter Neuschnee geben, am Alpenhauptkamm sogar bedeutend mehr. Die Temperaturen pendeln in den nächsten Tagen weiter zwischen –1 und +4 Grad.

Was der Meteorologe nicht wagt, traut der Bauer

So weit, so trüb: Doch was verspricht dieser kaltnasse Start in den Dezember im Hinblick auf weisse Weihnachten? Die Meteorologen wagen diese Prognose nicht. Deshalb haben wir für euch ein paar Bauernregeln gesucht, die vielleicht weiterhelfen können.

«Fällt auf Eligius ein kalter Wintertag, die Kälte noch vier Wochen bleiben mag.»

Die Hoffnung keimt auf: Am Dienstag, 1. Dezember 2020, dem Gedenktag des heiligen Eligius, hat es tatsächlich geschneit. Wir dürfen durchaus von einem «Wintertag» reden. Da es bis Weihnachten weniger als vier Wochen dauert, scheint klar: St. Eligius rechnet mit Kälte bis Weihnachten. Gute Voraussetzungen für Schnee.

«Wenn die Kälte in der ersten Adventswoche kam, so hält sie zehn volle Wochen an.»

Gleich nochmal: Wenn wir bei den knappen Minusgraden, die derzeit herrschen, von Kälte sprechen wollen (wollen wir!), dann dürfte dieser Zustand noch etwas anhalten. Sogar noch länger, als Eligius behauptet.

«Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.»

Der Tag der heiligen Barbara ist der 4. Dezember – also dieses Jahr der Freitag. Aufgrund des Wetterberichts dürften wir davon ausgehen, dass die Knospen nicht von sich aus spriessen werden und also an Weihnachten auch keine Blüten tragen werden. Spricht das eventuell für das Gegenteil, zum Beispiel weisse Weihnachten?

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Das Problem dieser Wetterregel ist: Der Brauch besagt, dass man einen Zweig mit nach Hause nimmt und ihn ins Wasser stellt – in der guten Stube gibt es dann tatsächlich Blüten an Weihnachten. Egal ob es regnet, schneit oder ein Föhnsturm weht.

«Geht Barbara im Grünen, kommt das Christkind im Schnee.»

Trotzdem sollten wir die heilige Barbara noch nicht abschreiben. Denn diese Regel ist die wohl wichtigste für alle Wetterspekulationen, die unsere Frage betreffen: Wenn es am 4. Dezember spätabends keinen Schnee mehr hat, dann: Jawohl! Weisse Weihnachten!

Auf den Dächern der Stadt liegt aktuell knapp noch Schnee – mit etwas warmem Wind dürften diese Reste aber bis am Donnerstagabend vor heilig Barbara weggefegt sein. Und dann heisst es bangen, dass es am Freitag nicht doch nochmals rieselt – oder der Schnee wenigstens nicht liegen bleibt.

«Regnet’s an St. Nikolaus, wird der Winter streng und graus.»

Am Sonntag kommt der Samichlaus – wenn auch wegen Corona leider nicht in alle Haushalte. Stand heute wird am 6. Dezember Regen fallen. Diese Regel verspricht uns also einen strengen Winter und würde den heiligen Eligius bestätigen. Und Barbara geben wir sowieso recht. So gelangen wir mit St. Nikolaus, St. Eligius und St. Barbara also zum Schluss:

Es dürfte knapp werden. Unser Tipp: Dieses Jahr stehen die Chancen gut, dass es auch im Flachland weisse Weihnachten gibt!

P.S. Wir freuen uns schon auf eure weihnächtlich-schneereichen Leserbilder unter [email protected] 😉

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