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Bambi lebt!
  • Gesellschaft
Das Rehkitz kurz nach seiner Rettung in den Armen eines Polizisten. (Bild: Facebook-Gruppe «Du besch vo Lozärn, wenn...»)

Rettungsaktion der Luzerner Polizei Bambi lebt!

2 min Lesezeit 2 Kommentare 03.06.2015, 11:52 Uhr

Mitten in der vergangenen Nacht rückte die Luzerner Polizei aus für die Rettungsaktion eines Rehkitz. Nun wird auf Facebook begeistert darüber diskutiert, wie die Beamten das Kleine aus dem Bach gerettet und wieder der Mutter übergeben haben.

In der Nacht auf Mittwoch fiel ein Rehkitz in der Würzenbach und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Die Luzerner Polizei eilte zur Hilfe und nun überschlagen sich die Tierliebhaber vor Dankbarkeit.

Auf Facebook bedankt sich eine junge Frau für den Einsatz der Polizei: «HERZLICHEN DANK an die Luzerner Polizei für die nächtliche Bambi Rettungsaktion!! Kurz nach Mitternacht fiel ein kleines Rehkitz in den Würzenbach und konnte sich nicht mehr selbstständig befreien. Auch die Reh Mama konnte nur aufgeregt vom Waldrand zuschauen. Die Polizei stieg ohne zu zögern in den Bach und befreite das Bambi aus der misslichen Lage. Im Anschluss wurde es behutsam auf eine nahegelegene Waldlichtung gelegt.» Mit dem ersten Bambi-Quitschen sei dann sogleich die Mama angerannt gekommen und habe sich ihrem Jungen wieder angenommen.

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Geübte Retter

Simon Kopp von der Luzerner Polizei erklärt das Vorgehen: «Das Muttertier stand in der Nähe und beobachtete die ganze Aktion. Anschliessend haben sich die Polizisten etwas entfernt und gewartet, bis sie das Kleine wieder angenommen und akzeptiert hatte.» Auf Höhe der Würzenbachstrasse 52 in Luzern kam es zum Unfall, so die Polizei.

Zur Rettung von Tieren wird die Luzerner Polizei regelmässig gerufen, so Kopp: «Meist sind es aber Enten, Schwäne, Hunde oder Katzen.» Die Polizisten sind für solche Situationen ausgebildet. «Sollte sich jedoch eine Rettung schwieriger gestalten als vorgesehen, wird jeweils der Jagdaufseher beigezogen.» Dies war aber in der Nacht auf Mittwoch nicht nötig, da das Tier nicht verletzt war und das Muttertier sich ihm wieder annahm.

Grosser Dank

Der Post macht nun auf Facebook die Runde und zahlreiche Personen kommentieren diesen.

Einige der Kommentatoren betonen, die Polizei habe dafür ein Extra-Dankeschön verdient. «Wir sagen eigentlich viel zu wenig Danke, GERADE an die Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte. Auch wenn es deren Beruf ist, sie sind für die Gemeinschaft immer im Einsatz», heisst es in einem Kommentar. Andere gehen gar noch weiter: «Leider wird dieses Wort mit fünf buchstaben selten gesagt. Ich backe sogar für die Polizei Kuchen und Gebäck, um einfach Danke zu sagen», oder «Ein Danke tut jedem gut, ob man für die Arbeit bezahlt wird oder nicht! Danke.»

Das Rehkitz kurz nach seiner Rettung in den Armen eines Polizisten.

Das Rehkitz kurz nach seiner Rettung in den Armen eines Polizisten.

(Bild: Facebook-Gruppe «Du besch vo Lozärn, wenn…»)

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2 Kommentare
  1. Sam Pirelli, 03.06.2015, 12:04 Uhr

    Bambi ist kein Reh, sondern ein Weisswedelhirsch. Sollte man wissen.

    1. Redaktion Christian Hug, 03.06.2015, 12:20 Uhr

      Danke für den Hinweis. Fragt sich welches Bambi, das Gelesene oder das Gesehene. Denn: Der geistige Vater war Felix Salten. Der österreichische Autor schrieb sein Buch “Bambi, ein Leben im Walde” 1923 und erzählte darin von einem kleinen Reh. Dessen Name ist abgeleitet von “bambino”, dem italienischen Wort für Kind. Doch weil es in den USA keine Rehe gibt, wurde in Disneys Zeichentrickfilm «Bambi» aus dem Rehkitz ein Weisswedelhirschkalb.
      Nachzulesen unter http://www.welt.de/print-welt/article213869/Bambi-ist-ein-Weisswedelhirsch-und-kein-Reh.html