Bald Skibusse von Luzern und Zug nach Andermatt?
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Damit Skifahrer leichter nach Andermatt kommen, soll ein Fern-Skibus eingerichtet werden. (Bild: zentralplus)

Sawiris' Antwort auf die schlechte SBB-Anbindung Bald Skibusse von Luzern und Zug nach Andermatt?

2 min Lesezeit 26.02.2017, 10:10 Uhr

Mit dem Gotthard-Basistunnel ist man zwar schnell in Lugano, doch verzeichnen kleinere Ortschaften in den Alpen klare Nachteile im Gegensatz zu früher. Weil der öV-Weg nach Andermatt für Pendler mühselig ist, will die Andermatt Swiss Alps AG ein eigenes Busnetz gründen. Das bringt auch Vorteile für Zentralschweizer Städte.

Wer mit der öV nach Andermatt reist um Ski zu fahren, der muss mehrmals umsteigen. Mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels wurden nämlich die stündlichen Schnellzüge ab Zürich oder Basel über die Bergstrecke ins Tessin abgeschafft. Nach Göschenen, Faido, Airolo und Biasca kommt man daher nur noch mit Umsteigen.

Das ist ärgerlich für den Tourismus in Andermatt. Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, will man deshalb handeln. Andermatt Swiss Alps AG-Geschäftsleiter Franz-Xaver Simmen lässt sich zitieren: «Mehr als einmal umsteigen ist Skifahrern nicht zuzumuten. Zumindest in der Hochsaison und an Wochenenden braucht es Lösungen, nämlich Direktzüge aus dem Raum Zürich bis Göschenen.»

Warnsignal für die SBB

So will die Firma ein eigenes Skibusnetz erarbeiten. Unter anderem soll es auch regelmässige Angebote von Zug und Luzern aus bis nach Andermatt geben. Die Busse, die von Samih Sawiris Unternehmen lanciert werden sollen, sollen planungsgemäss ab kommender Wintersaison eingeführt werden.

Die Nachfrage jedenfalls scheint gross zu sein. Denn auch der Andermatter Tourismusdirektor Flurin Riedi kritisiert die SBB gegenüber der «SonntagsZeitung»: «Anstelle einer Optimierung hat und der neue Fahrplan, mit zusätzlichen Umsteigeorten und längeren Reisezeiten, eine unattraktive Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr eingebracht.» Die aktuelle Situation sei für die gesamte Destination nicht befriedigend.

Der Urner CVP-Ständerat Isidor Baumann und Präsident der Neat-Aufsichtsdelegation pflichtet dem bei. Er spricht von einem deutlichen Warnsignal für die Bundesbahnen, welches die SBB ernst nehmen müssen.

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