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Bald gibt es zwei verschiedene Zuger Kirschtorten an einer Theke
  • Regionales Leben
Halbsonnig und gemütlich: Das Café Ascot am Bundesplatz.

Strickler übernimmt Confiserie Meier Bald gibt es zwei verschiedene Zuger Kirschtorten an einer Theke

3 min Lesezeit 19.01.2018, 18:23 Uhr

Die Confiserien Meier und Strickler waren bislang Konkurrenten in Zug. Doch nicht mehr lange. Denn Strickler-Chef Adrian Britschgi hat die Confiserie Meier aufgekauft und wird einen Teil des Angebots übernehmen. Das neue Café Confiserie Strickler wird einen prominenten Standort beziehen.

Als «die echte Zuger Kirschtorte» bewirbt die Confiserie Meier ihre Spezialität an der Alpenstrasse 16 beim Hauptausgang des Bahnhofs. Lange wird sie bekanntlich nicht mehr dort bleiben, da das Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird (zentralplus berichtete). Schon bald wird sich das Aushängeschild der Confiserie Meier mit einer anderen Zuger Kirschtorte im selben Café messen müssen. Genauer mit derjenigen der Confiserie Strickler.

Nachwuchs nicht an Confiserie Meier interessiert

Was wie interne Konkurrenz klingt, ist der Geschäftstätigkeit von Adrian Britschgi zu verdanken. Er ist seit sieben Jahren Geschäftsführer der Café-Konditorei Schlüssel AG direkt am Dorfplatz in Menzingen. Zu dieser gehört auch die Confiserie Strickler an der Bahnhofstrasse in Zug. Nun hat Britschgi die Confiserie von Albert Meier (70) aufgekauft. Eigenen Angaben zufolge habe vom Nachwuchs niemand Interesse daran bekundet, das Geschäft zu übernehmen.

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Das Rezept der Meier-Kirschtorten bleibt jedoch in denselben Händen. Die schnapsige Süssigkeit wird nämlich weiter in der bisherigen Meier-Produktionsstätte in Cham von den gleichen Mitarbeitern produziert.

Confiserie Albert Meier im Urania Haus beim Bahnhof Zug.

Die Confiserie Meier an der Alpenstrasse 16 wurde von Strickler-Chef Adrian Britschgi aufgekauft.

(Bild: mam)

Adrian Britschgi fusioniert die Confiserie Meier nun mit dem Strickler. Als Standort wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen Cafés Ascot in Zug ausgewählt. Bis Ende des vergangenen Jahres hatte Vittorio Laubscher das Ascot betrieben. Insgesamt rund fünf Jahre bewirtete er die Kundschaft am Bundesplatz 4.

Abschied vom Ascot fiel schwer

Laubscher verkaufte das Ascot aus «familiären Gründen» an Britschgi. Nun konzentriere er sich auf seine Tätigkeit als Wirt des Schwiizer Pöschtli im zürcherischen Rifferswil. Rund zwei Jahre lang hat er das Ascot und das Schwiizer Pöschtli parallel bewirtet. «Für mich stellte dies jedoch keine erhöhte Belastung dar», erklärt der gebürtige Emmentaler auf Nachfrage.

«Es bestand die Gefahr, dass der Passantenstrom mit der Zeit abgenommen hätte.»

Adrian Britschgi, Geschäftsführer Café-Konditorei Schlüssel AG

Laubscher gibt zu, dass ihm der Abschied vom Ascot nicht leichtgefallen sei. «Es war ein Topbetrieb an einer idealen Lage. Vor allem die Gäste des Ascots werden mir in bester Erinnerung bleiben.» Zudem sei es schön zu sehen gewesen, wie sich der Betrieb unter ihm entwickelt habe. Aktiv einen Nachfolger gesucht habe er nicht. «Vielmehr hat es sich so ergeben. Zudem hat es vom Zeitpunkt her gepasst.»

Vorsorglich an einen neuen Standort

Die weitere Entwicklung liegt also in den Händen von Adrian Britschgi. Und mit dem neuen Besitzer ändert auch der Name: Aus dem Ascot wird das Café Confiserie Strickler, wie Britschgi auf Nachfrage bestätigt. Der bisherige Standort der Confiserie Strickler an der Bahnhofstrasse hätte auf die Dauer schwierig werden können. «Es bestand die Gefahr, dass der Passantenstrom mit der Zeit abgenommen hätte. Die Lage war nicht ideal», so Britschgi. So habe man sozusagen vorgesorgt, bevor sich die Lage negativ auf den Umsatz ausgewirkt hätte.

Noch bis zum 15. Februar ist die Confiserie Strickler an der Bahnhofstrasse beheimatet. Dann wandert das breite Pralinensortiment an den Bundesplatz. Wer die Spezialitäten der Confiserie Meier noch am Bahnhofplatz geniessen will, muss sich noch mehr beeilen: Bereits am 1. Februar werden deren Türen geschlossen. Die Eröffnung des neuen Café Confiserie Strickler steht am 16. Februar an.

Des Stricklers Zuger Kirschtorte: Bald wird sie neben derjenigen der Confiserie Meier stehen.

Des Stricklers Zuger Kirschtorte: Bald wird sie neben derjenigen der Confiserie Meier stehen.

(Bild: sib)

Bis zur Eröffnung gibt es für Britschgi noch einiges zu tun. Er äussert sich zum Stand der Dinge: «Momentan sind wir mit dem Aushöhlen beschäftigt. Dazu wird die Verkaufstheke eingebaut.» Neben dem Café werde es auch einen Verkaufsladen geben. «Dadurch wird es ein paar Tische weniger haben», führt Britschgi aus. Die künftige Kundschaft darf sich also auf ein neues Konzept inklusive Confiserie, Pâtisserie sowie Take-away-Angebot freuen – sowie auf ein neues Design. Da fällt einem vielleicht auch die Wahl der richtigen Kirschtorte leichter.

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