Bahnhofstrasse: Geduldsprobe für den Quartierpolizisten
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Der Quartierpolizist muss vielen das Fahrverbot auf der Bahnhofstrasse noch erklären. (Bild: ios)

Fahrverbot wird oft übersehen Bahnhofstrasse: Geduldsprobe für den Quartierpolizisten

2 min Lesezeit 3 Kommentare 10.07.2020, 18:00 Uhr

Das teilweise Fahrverbot auf der Bahnhofstrasse überrascht auch nach rund zwei Wochen noch so manchen Automobilisten. Nun hat die Polizei reagiert.

Es ist zwar noch nicht überall angekommen aber es ist tatsächlich so: Ein Grossteil der Luzerner Bahnhofstrasse kann nicht mehr mit dem Auto befahren werden. Sieben Jahre nach dem entsprechenden Volksentscheid, trat das teilweise Fahrverbot nun in Kraft.

Die Änderung in der Verkehrsführung hat sich erwartungsgemäss noch nicht bis in den letzten Winkel des Landes herumgesprochen. Erfahrungsgemäss dauert dies einige Wochen (zentralplus berichtete).

Sünder kommen über die Theaterstrasse

Nach zwei Wochen kristallisiert sich aber klar heraus, woher die Autofahrer sich in die Bahnhofsstrasse verirren: von der Theaterstrasse kommend.

Kaum ein Auto biegt von Richtung Hirschengraben über den Theaterplatz in die Bahnhofstrasse ein. Anders sieht es auf der Rückseite des Theaters aus. Dort trifft man derzeit vermehrt den zuständigen Quartierpolizisten an.

Mit freundlicher Bestimmtheit weist er die Autofahrer darauf hin, dass bereits auf der Höhe des Bistro de Théatre ein Fahrverbotsschild angebracht ist. Sofern es sich nicht um einen Zubringerdienst handelt, müssen Autolenker mit einer Busse von 100 Franken rechnen, sollten sie trotzdem weiterfahren. Davon sieht man im Moment noch ab und belässt es bei der Ermahnung.

Absperrung platziert

Klar scheint aber, dass das erwähnte Fahrverbotsschild beim auf der Theaterstrasse, nicht die gewünschte Wirkung zeigt. Die Polizei hat am Freitag nun eine Absperrung platziert, um das Fahrverbot unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen.

Das Fahrverbotsschild links wird derzeit oft übersehen. Die Absperrung rechts spricht dagegen eine unmissverständliche Sprache.

Die Stadt äusserte sich gegenüber zentralplus dahingehend, dass man die Situation beobachten werde. Kleinere Optimierungen seien in den nächsten Wochen nicht ausgeschlossen. Gut möglich, dass das Fahrverbotsschild in der Theaterstrasse eine solche «Optimierung» erfahren könnte.

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3 Kommentare
  1. B.Matteuzzi, 11.07.2020, 17:14 Uhr

    …wenn die Polizei nur mit solcher Insistenz die fehlerbehafteten Velofahrer zur Zahlung bitten dürften!!!! Trottoir-Schaulaufen, Schlängelmanöver auf dem Quai – seit Jahren bekannt, aber NIE
    wirksame Kontrolle, geschweige denn Busse… Und nun die Hertensteinstrasse: das Schild ist einfach weg, dass diese Strasse nur in einer Richtung befahrbar sei!! Nur noch ein Schild am Ende, beim Barmettler-Käse, dass dies das Ende der Fussgängerzone sei…. !!!

    1. Toni Worschacher, 13.07.2020, 12:13 Uhr

      Autos sind nun mal halt etwas gefährlicher als Velos.

      Grundsätzlich: Wenn man als Autofahrer nicht mal Schilder lesen kann (das lernt man übrigens an der Fahrprüfung!) ist wohl die eigene Fahrtüchtigkeit in Frage zu stellen und man sollte den Check vielleicht besser abgeben.

      Zur Hertensteinstrasse: Es ist hier, wie in der gesamten Altstadt, verboten(!) mit dem Auto durchzufahren (es sei dann man hätte eine Bewilligung). Also was fällt Ihnen ein überhaupt ein da rein zu fahren? Gehts noch? In der Altstadt sind übrigens rundum klar erkenntlich Fahrverbotsschilder aufgestellt. Wenn Sie offenbar nicht mehr gut sehen wäre wieder die Frage mit der Fahrtüchtigkeit!

    2. Faktencheck, 14.07.2020, 13:31 Uhr

      Recht haben wohl beide (Matteuzzi und Worschacher) in gewissen Punkten ihrer Kommentare. Tatsächlich geht es auch schlicht und einfach um das Recht. Nicht Recht haben, sondern DAS Recht. Gesetzte und Verordnungen gelten sowohl für den motorisierten Verkehr wie auch für den Langsamverkehr. Es gilt zum Schutz der Menschen, des Eigentums, der öffentlichen Ordnung, des Staatswesens, etc. Leider wird dies zunehmend nicht mehr respektiert. Fahrverbot ist Fahrverbot. Rote Ampel ist rote Ampel. Raserei und Motorheulen sind ungesetzlich und strafbar, so wie es auch Hausbesetzungen, Sachbeschädigungen und Littering sind. Recht ist nicht nach Gutdünken durch die Einzelperson zu ihren Gunsten auszulegen, auch wenn (vor Gericht) Recht haben und Recht bekommen leider nicht immer dasselbe ist.

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