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Bärtsch verlor in Stadt und Agglo an Terrain
  • Politik
Korintha Bärtsch musste sich im zweiten Wahlgang geschlagen geben. (Bild: zvg)

Blick auf die Zahlen des 2. Wahlgangs in Luzern Bärtsch verlor in Stadt und Agglo an Terrain

3 min Lesezeit 20.05.2019, 14:38 Uhr

Aus einem Rückstand von knapp 3’500 Stimmen wurde ein Vorsprung von über 8’000 Stimmen. Marcel Schwerzmann überholte Korintha Bärtsch im zweiten Wahlgang deutlich. Eine Auswertung zeigt interessante Resultate aus der Stadt Luzern, Emmen, Gettnau, Wikon und Udligenswil.  

Marcel Schwerzmann hat im zweiten Wahlgang zum Überholmanöver angesetzt. Gegenüber dem ersten Wahlgang hat er in der Stadt Luzern (plus 3’449 Stimmen), in Kriens (plus 1’560 Stimmen) und Emmen (plus 1’268) am stärksten zugelegt. Dies erstaunt, weil die Stadt nicht als einfaches Pflaster für bürgerliche Politiker gilt. 

Schwerzmann (parteilos) und Paul Winiker (SVP) haben diesen Sonntag ihre Sitze im Luzerner Regierungsrat verteidigt (zentralplus berichtete). Korintha Bärtsch (Grüne) fehlten am Ende 8’106 Stimmen, so gross war ihr Rückstand am Ende auf Schwerzmann. Noch im ersten Wahlgang lag Bärtsch 3’413 Stimmen vor dem Finanzdirektor.

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Alle Kandidaten legen in Stadt und Agglo zu

Interessanterweise hat auch Bärtsch in absoluten Zahlen in denselben Gemeinden wie Schwerzmann den grössten Stimmenzuwachs. In der Stadt holte sie 1’473, in Emmen 456 und in Kriens 423 Stimmen mehr als noch im ersten Wahlgang. Dennoch schaffte Schwerzmann in diesen drei Gemeinden im Vergleich zum ersten Wahlgang den grössten Sprung gegenüber Bärtsch.

 

 

Der allgemeine Stimmenzuwachs kann nicht mit der Stimmbeteiligung erklärt werden. Im ersten Wahlgang gingen 40,3 Prozent der Wähler an die Urne, im zweiten waren es mit 40,8 Prozent nur ungleich mehr. Viele, welche Schwerzmann im ersten Wahlgang die Zustimmung noch verweigerten, schrieben ihn im zweiten Durchgang trotzdem auf die Liste.

Bärtsch liegt in fünf Gemeinden vor Schwerzmann

Analysiert man das Ergebnis weiter, stellt man fest, dass Korintha Bärtsch in lediglich 6 von 83 Gemeinden mehr Stimmen holte als Marcel Schwerzmann. Es sind dies die Stadt Luzern (5’440 Stimmen mehr für Bärtsch), Sursee (400), Oberkirch (51), Adligenswil (45), Wikon (22) und Mauensee (9). In Luzern, Sursee und Oberkirch triumphierte Bärtsch auch über Paul Winiker und holte von allen Kandidaten die meisten Stimmen.

Vergleicht man die Resultate mit dem ersten Wahlgang, so konnte Korintha Bärtsch nur in zwei Gemeinden stärker zulegen als Marcel Schwerzmann. In Triengen baute sie ihren Vorsprung um 25 Stimmen aus, in Wikon um 3. In den verbleibenden 81 Gemeinden musste sie Einbussen gegenüber Schwerzmann hinnehmen. 

Bärtsch büsst in drei Gemeinden Terrain ein

Prozentual hat Bärtsch gegenüber dem ersten Wahlgang in Gettnau am stärkten zugelegt. Dort holte sie 97,5 Prozent mehr Stimmen. 79 Gettnauer schrieben im zweiten Wahlgang Bärtschs Namen auf ihre Liste. Im ersten Wahlgang waren es erst 40. Auch in Alberswil (plus 96,15 Prozent), in Romoos (plus 75 Prozent) und in Schötz (plus 74,9 Prozent) steigerte sie ihre Stimmenzahl massiv. 

In Buttisholz, Altwis und Hitzkirch holte Bärtsch hingegen weniger Stimmen als noch im ersten Wahlgang.

Emmen wählte Schwerzmann

Marcel Schwerzmann machte in Dierikon den grössten Sprung (plus 111,11 Prozent). Er holte im zweiten Wahlgang 152 Stimmen – im ersten Wahlgang waren es 72. Dahinter folgt Roggliswil (plus 87,32 Prozent), Ebersecken (plus 81,13 Prozent) und Adligenswil (plus 76,21 Prozent).

Bereits an fünfter Stelle folgt das bevölkerungsreiche Emmen. Hier holte Schwerzmann 72,13 Prozent mehr Stimmen als noch im ersten Wahlgang. In Emmen distanzierte der amtierende Finanzdirektor die grüne Herausforderin am deutlichsten und schaffte bereits dort eine Differenz von 571 Stimmen. Dies entspricht etwa einem Sechstel des Vorsprungs von Korintha Bärtsch aus dem ersten Wahlgang.

Schwerzmann legte in allen Gemeinden des Kantons stark zu. Am geringsten war sein Stimmenzuwachs in Triengen (plus 22,54 Prozent), in Beromünster (plus 21,54 Prozent) und in Doppleschwand (plus 18,18 Prozent mehr).

Winiker schwächelt ausgerechnet im Entlebuch

Paul Winiker holte in Doppleschwand, Hitzkirch, Entlebuch und Zell weniger Stimmen als im ersten Wahlgang. Verhältnismässig am stärksten legte er in Schötz zu, gefolgt von Adligenswil und der Stadt Luzern. Winiker landete in 76 von 83 Gemeinden auf dem ersten Platz. Wie erwähnt schwang Bärtsch in sechs Gemeinden obenaus – Schwerzmann grüsst lediglich in Udligenswil von der Spitzenposition. 

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