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Bäckereilehrlinge sorgen mit Werbeslogans für Furore
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Beglücken Kunden und Passanten regelmässig mit ihren flotten Sprüchen: Die Lehrlinge der Bäckerei Sutter Leonora Ferizaj (links) und Zorica Mitic. (Bild: bic)

Zwei Luzernerinnen zeigen viel Kreativität Bäckereilehrlinge sorgen mit Werbeslogans für Furore

3 min Lesezeit 25.04.2018, 15:51 Uhr

Eine Bäckerei in Luzern sorgt mit ihren markigen Werbesprüchen für Aufmerksamkeit. Doch hinter den Slogans steckt nicht etwa der Chef, sondern die beiden Lehrlinge. Die Kreationen der beiden jungen Frauen werden mittlerweile sogar regelmässig von anderen Betrieben kopiert.

Wenn die Tage länger und die Temperaturen angenehmer werden, nimmt sich wohl mancher etwas mehr Zeit, um sich die Umgebung etwas genauer anzusehen.

So sind uns in den vergangenen Tagen vielerorts Tafeln und Schilder aufgefallen, auf denen Geschäfte mit kreativen Sprüchen um die Gunst der Kundschaft buhlen. Ein Spruch, der aktuell auch in den sozialen Medien zu reden gibt, steht auf der Werbetafel der Bäckerei Sutter an der Hirschmattstrasse. «Getränke, so kalt wie das Herz von deinem Ex» steht da in grossen Lettern.

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Lehrlinge sind verantwortlich

Doch was ist die Idee hinter den Sprüchen und wie kommen die speziellen Slogans bei den Kunden und Passanten an? Die Idee für die Sprüche kam nicht vom Inhaber der Bäckerei, sondern von den beiden Lehrlingen Zorica Mitic (22) und Leonora Ferizaj (21).

«Wir haben uns gedacht, dass ein Spruch viel mehr Aufmerksamkeit generiert, als eine gewöhnliche Bewerbung der Produkte. Zudem macht es auch viel mehr Spass, die Leute auf diese Art anzusprechen», sagt Zorica Mitic. 

«Es kommt regelmässig vor, dass wir an der Frankenstrasse auf exakt unsere Sprüche treffen.»

Leonora Ferizaj, Lehrling Bäckerei Sutter

Also haben sie Bäckermeister Sutter gefragt, ob er sich vortstellen könnte, die Schiefertafel mit speziellen Sprüchen zu beschriften. «Er fand die Idee sofort gut. Seither dürfen wir alle drei Wochen einen neuen Slogan kreieren», sagt Mitic erfreut. Auf der anderen Seite der Tafel müssten sie die Produkte indes auf konventionelle Art bewerben. 

Viele kleine Zettel

Ausschlaggebend war letzlich der Umstand, dass tagsüber oft nur wenig Leute in die Bäckerei kommen.  «Wenn nicht so viel läuft, nutzen wir die Zeit oft sinnvoll, um zu dichten», sagt Mitic.

Der Chef bietet den beiden jungen Frauen freie Hand. «Meistens suchen wir in den sozialen Medien nach guten Sprüchen. Diese passen wir dann jeweils auf unsere Produkte und unsere Branche an», sagt Leonora Ferizaj lachend. Und wie war es beim aktuellen Spruch? «Den haben wir so aus dem Internet übernommen und übersetzt», erinnert sich Matic.

Die Weisheiten halten die Frauen auf dutzenden kleinen Zetteln fest und schreiben sie bei Bedarf um. Stolz zeigen sie uns ihre Sammlung. Fotografieren dürfen wir aber nicht alle. Denn mindestens die Hälfte davon haben die beiden bisher noch nicht verwendet. «Wir haben mittlerweile sehr viele Sprüche im Köcher», schmunzeln sie. Kunden und Passanten dürfen sich also freuen (ein paar der bisherigen Sprüche finden Sie in der Bildergalerie).

Aufmerksamkeit ist sicher

Ob sie dank ihres jüngsten Spruches mehr Getränke verkauft haben, können die beiden nicht sagen. Erfolg hätten sie aber durchaus schon gehabt. «Im letzten Jahr haben wir mit einem frechen Spruch unsere Erdbeertörtli angepriesen», erklärt Zorica Mitic.

Die Leute hätten tatsächlich gesagt, dass sie aufgrund des Slogans ein Gebäck kauften, sagen sie stolz. Auch auf Facebook sind die Kommentare dazu mehrheitlich positiv. User finden den neuesten Spruch «witzig», «humorvoll», oder gar «perfekt».

«Aufmerksamkeit erhalten wir auf jeden Fall.» Es seien aber auch schon negative Rückmeldungen eingegangen, so Ferizaj. «Einige Leute haben sich von einem Spruch verletzt gefühlt und sich beschwert», sagt sie ganz ehrlich. 

Auch anderen Betrieben in der unmittelbaren Umgebung scheinen die Sätze nicht entgangen zu sein. «Es kommt regelmässig vor, dass wir an der Frankenstrasse auf exakt unsere Sprüche stossen, wenn wir nach der Arbeit auf den Zug gehen», so Ferizaj. «Wir schicken uns dann jeweils gegenseitig ein Foto davon. Das Ganze ist aber irgendwie schon speziell», sagen die beiden lachend. 

Sehen Sie ein paar der bisherigen Sprüche in der Bildergalerie:

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