Baarer Mutter bäckt sich in die Herzen und Mägen der Bevölkerung
  • Regionales Leben
  • Essen und Trinken
Die Werke aus der Backstube sind fast zu schön, um sie zu essen. (Bild: Facebook / the baking mom)

Von der Autodidaktin zur Meisterin Baarer Mutter bäckt sich in die Herzen und Mägen der Bevölkerung

3 min Lesezeit 04.12.2020, 18:04 Uhr

Die Weihnachtszeit gilt als kalorienlastig. Zu verlockend sind Guetzli, Lebkuchen und Schoggi-Chläuse. Eine Zuger Tortenbäckerin sorgt dafür, dass der süssen Lust das ganze Jahr über gefrönt werden kann – auch in Corona-Zeiten.

Am Anfang standen die Cakepops. Diese mit Schokolade oder Cakemelt umhüllte, saftige Teigkugel am Stiel war Danijela Shahs (38) Eintrittskarte ins Reich der Torten. «Ich habe gemerkt, dass Thementorten ein Trend sind und wollte es selbst ausprobieren», erklärt sie auf Anfrage.

Weil sie vom Tortenbacken noch nicht viel verstand, versuchte sie sich erst an den Cakepops und stellte die Bilder davon auf Facebook. «Die Rückmeldungen waren fantastisch», erinnert sich die Baarerin.

Bald schon seien die ersten Aufträge eingetrudelt. Erst für die Cakepops, dann für Cupcakes und schliesslich für die Königsdisziplin: Torten. Das Wissen hat sie sich zu Beginn noch autodidaktisch angeeignet, später hat sie eine professionelle Zuger Tortenbäckerin unter ihre Fittiche genommen. «Dafür bin ich sehr dankbar. Selbstverständlich ist das nicht.»

Danijelas Mühen haben sich ausgezahlt. Wie sie erzählt, habe praktisch jeder Tortenauftrag einen Folgejob eingebracht.

Danijela Shah aka «the baking mom» (Bild: Facebook / the baking mom)

Mit Aufträgen überhäuft

Über eineinhalb Jahre ist das nun her. Heute hat sich Danijela Shah, die sich selbst als «the baking mom» vermarktet, als feste Grösse im Kanton Zug etabliert. Ein Zuckerschlecken ist der Job aber nicht. Besonders wenn man nebenher noch drei kleine Buben grosszieht und die Informationsgruppe «Zuger World» auf Facebook mitbetreibt.

«Spätestens als ich sieben Torten an einem Wochenende machen musste, wusste ich: Es wird viel.» Heute fokussiert sie sich vermehrt auf Kurse und Workshops. «Bei den Backaufträgen wähle ich mittlerweile aus – ich kann sie nicht alle annehmen.»

Gewissen Bestellungen muss sie auch eine Absage erteilen. «Ich mache nur Aufträge, die meinen Fähigkeiten auch entsprechen.» Manchmal muss der Kunde Kompromisse eingehen. «Die allermeisten Kunden schenken mir aber dieses Vertrauen», sagt sie. Und die seien dann auch sehr glücklich mit ihrem Produkt. «Man sieht es am Lächeln im Gesicht», so Danijela.

Hochzeitskiller Corona

Nun sollen die Leute ja während des Lockdowns und in der Corona-Krise generell vermehrt selbst in der Küche aktiv geworden sein. Auch im Tortenbereich?

«Ich habe einen Einbruch bei den Tortenbestellungen gespürt», erklärt sie. Vor allem Hochzeitstorten seien seit Ausbruch der Corona-Pandemie kaum noch bestellt worden. «Weil die ganzen Hochzeiten alle abgesagt oder verschoben wurden.»

Deswegen biete sie mittlerweile «Corona-Torten» an – Torten für 5 bis 6 Personen. «Ich finde, die Leute sollen sich an die Corona-Regelungen halten – aber auch nicht auf Torten verzichten müssen.»

Im Gegenzug florieren aber die Workshops, die Danijela sowohl in Deutsch als auch in Englisch führt. «Die letzten Workshops waren alle restlos ausgebucht», sagt sie.

Früher hat sie die Kurse noch in den eigenen vier Wänden durchgeführt. Mittlerweile bietet ihr das «Kafi Uszyt» in Oberägeri einen Raum dafür.

Zum Glück: «Wegen des Corona-Schutzkonzepts müssen Abstand- und Hygieneregeln eingehalten werden. Das braucht viel Platz.» Momentan arbeitet jede Teilnehmerin an einem eigenen Tisch. Zudem gilt für die ganze Kursdauer eine Maskenpflicht. «Das stellt aber kein Problem dar.»

Es seien hauptsächlich Frauen, die an den Kursen teilnehmen. «Ich denke, rund 95 Prozent der Teilnehmer sind weiblich. Hin und wieder habe ich einen Mann in der Gruppe und ab und zu sogar Kinder.»

Die Workshops finden coronabedingt an Einzeltischen statt.

Expansionspläne für Zürich

Für die Zukunft hat Danijela Shah auch schon Expansionspläne bereit. «Im nächsten Jahr werde ich auch Workshops im Kanton Zürich anbieten und würde dann auch gerne mehr davon durchführen.» Aktuell lehrt sie tortenbegeisterte Leckermäuler durchschnittlich zweimal pro Monat.

In Zukunft will sie auf vier Workshops pro Monat aufstocken und auch die Themenbereiche etwas ausweiten. «Künftig möchte ich auch Mami-Kind-Kurse anbieten.»

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

Dieser Artikel hat uns über 400 Franken gekostet. Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.