Baar: Betrunkener rasselt mit E-Trotti die Treppe runter
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Mit dem Trotti die Treppe runter? Keine gute Idee. (Bild: Aura)

Erhebliche Verletzungen nach Unfall Baar: Betrunkener rasselt mit E-Trotti die Treppe runter

2 min Lesezeit 14.10.2021, 13:24 Uhr

Ein 57-jähriger Mann ist im Juni mit einem Elektro-Trottinett bei der Stadtbahn-Haltestelle Lindenpark verunfallt. Weil er Alkohol im Blut hatte, wird er nun von der Staatsanwaltschaft verurteilt. Eine Busse zahlen muss er aber nicht – weil er mit seinen Verletzungen genug gestraft ist.

Es war kurz nach 22 Uhr an einem Sommerabend im letzten Juni, als der Finne mit einem E-Trotti auf der Lindenstrasse in Baar in Richtung Bahnhof unterwegs war. Bei der Haltestelle übersah er drei Treppenstufen, überfuhr diese und stürzte zu Boden.

Die Folgen waren erheblich. Der Mann erlitt eine Brustkorbprellung, einen Schlüsselbeinbruch, ein Schädelhirntrauma und eine Beckenprellung. Noch dazu bekam er Post von der Staatsanwaltschaft Zug. Diese verurteilt ihn wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, wie aus einem rechtskräftigen Strafbefehl hervor geht.

Immerhin, eine Busse muss es nicht zahlen. «Von einer Bestrafung wird aufrund der erlittenen Verletzungen abgesehen», heisst es im Strafbefehl. Fällig werden jedoch 400 Franken Verfahrenskosten.

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