Autofahrer rammt in Baar ein Schaf und lässt es verletzt liegen
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Ein Autofahrer hat in Baar ein Schaf gerammt und sich danach aus dem Staub gemacht. (Bild: Symbolbild Pixabay)

Das Tier flog 30 Meter weit Autofahrer rammt in Baar ein Schaf und lässt es verletzt liegen

2 min Lesezeit 1 Kommentar 12.03.2021, 16:13 Uhr

Weil er einem Fuchs ausweichen wollte, ist ein Autofahrer in Baar ins Wiesland geraten. Er rammte mehrere Pfosten, einen Weidezaun und bedauerlicherweise auch ein Schaf auf seiner Holperfahrt. Danach machte er sich aus dem Staub.

Es war fast zwei Uhr morgens, als der Mann im Oktober letzten Jahres mit seinem Auto auf der Sihlbruggstrasse in Baar unterwegs war. Auf der Höhe Lüssibüel kreuzte plötzlich ein Fuchs seinen Weg. Der Mann erschrak und wollte dem Tier ausweichen – dabei geriet er zunächst auf die Gegenfahrbahn und schliesslich ins Wiesland.

Rund 100 Meter fuhr er in der Weide der Strasse entlang. Dabei überfuhr er ungebremst zwei Randleitpfosten, einen Holz- und einen Weidezaun und schliesslich auch noch ein Schaf, das dort im Grünen stand. Das Tier wurde rund dreissig Meter weggeschleudert und blieb schwerverletzt liegen.

Im Schock lief er einfach davon

Der junge Fenstermonteur aus Bulgarien hielt allerdings nicht an, sondern fuhr nach rechts über beide Fahrbahnen und das angrenzende Trottoir, eher er gegen die Waldböschung prallte. Danach fuhr er mit dem stark beschädigten Wagen noch weiter bis zum Parkplatz Hegiwald, wo er das Auto abstellte.

Ohne die Unfallstelle abzusichern oder sich um das verletzte Tier zu kümmern, lief der 26-Jährige davon. Er kehrte später zwar zurück – allerdings erst 45 Minuten nach dem Eintreffen der Polizei.

2700 Franken muss er sofort bezahlen

Der Mann hat sich einer groben Verletzung der Verkehrsregeln, pflichtwidrigen Verhaltens nach einem Unfall und einer Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz schuldig gemacht. Die Staatsanwaltschaft verurteilt ihn deswegen zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 140 Franken.

Die 8400 Franken werden fällig, wenn er in den nächsten zwei Jahren erneut straffällig wird. Sofort bezahlen muss der 26-Jährige allerdings eine Verbindungsbusse von 2100 Franken und eine Ordnungsbusse von 600 Franken. Der Entscheid ist rechtskräftig.

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1 Kommentare
  1. Hans P., 12.03.2021, 18:04 Uhr

    Oje, wie hat er das nur geschaft?
    Bitte um ein Update wie es dem Schaf geht. Und ob es wieder schafen kann!?

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.