Luzern hat den dritthöchsten R-Wert der Schweiz
  • Gesellschaft
In Luzern ist die Ansteckungsrate derzeit vergleichsweise hoch. (Bild: cat)

Zehn Prozent höher als letzte Woche Luzern hat den dritthöchsten R-Wert der Schweiz

2 min Lesezeit 2 Kommentare 18.12.2020, 16:51 Uhr

Kantone mit günstiger epidemiologischen Entwicklung können Erleichterungen von den am Freitag getroffenen Massnahmen beschliessen. Etwa das Öffnen von Restaurants und Sporteinrichtungen. In Luzern stehen die Chancen dafür aber schlecht.

Massgebend für Lockerungen sind insbesondere eine Reproduktionszahl (R-Wert), die unter 1, sowie eine 7-Tagesinzidenz, die unter dem schweizerischen Durchschnitt liegen muss.

Der R-Wert, also die Anzahl Personen, die eine mit Corona infizierte Person ansteckt, ist in Bezug auf die Massnahmen des Bundes in den vergangenen Wochen immer wichtiger geworden. Den Wert unter 1 zu drücken, ist das Ziel. In den vergangenen Tagen hat sich gezeigt, dass der Kanton Luzern mit einem R-Wert von 1,2 derzeit einen der höchsten Werte im Land aufweist. Das heisst: Fünf Corona-positive Luzerner stecken sechs weitere an. Der Wert hat sich innerhalb einer Woche um fast 10 Prozent gesteigert, wie der Statistik der ETH Zürich zu entnehmen ist.

Zum Vergleich: In Zug liegt der R-Wert bei 1,05 – er hat sich in sieben Tagen zwar um 6 Prozent gesteigert, liegt aber immer noch 0,1 Punkte unter dem Schweizerischen Schnitt. Die höchsten Werte weisen der Kanton Jura (1,31) und der Kanton Schwyz (1,23) auf.

In der Region ist derzeit eher damit zu rechnen, dass die Zugerinnen in den Genuss von Erleichterungen kommen als die Luzerner.

Weitere Indikatoren sind die Belegung der Intensivbetten und die Inzidenz, die Aufschluss über die Zahl der Neuansteckungen gibt (zentralplus berichtete).

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2 Kommentare
  1. Roli Greter, 21.12.2020, 11:43 Uhr

    Solange noch mit dem alten PCR Test gearbeitet wird und die Zyklenzahl doppelt so hoch ist wie notwendig gibt es sowieso keine verlässliche Aussage über den R-Wert.
    Ein Papiertiger, wenn es nicht Tausende in die Arbeitslosigkeit treiben würde könnte man ob dieser lächerlichen Medienfarce sogar lachen…

  2. Paul Bründler, 19.12.2020, 10:37 Uhr

    Meiner Meinung nach sind diese geringen Differenzen Artefakte.
    Wieso sollte der R-Wert in Zug anders sein als in Luzern, bzw. wie sollte man daraus Schlüsse für das politische Handeln ziehen?
    Die Politik sollte sich nicht wie Hühner durch solche Zahlen und Schwankungen aufscheuchen lassen.

    Ausserdem ist es einfach Winter. Die Infektionen werden zunehmen bis sie im Frühling wieder abnehmen, wie jedes Jahr, das ist jetzt schon klar.
    Schützt die Alten und lasst die andern ihr Ding machen.

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