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grenzenlos – Sinfoniekonzert

grenzenlos – Sinfoniekonzert
Klassik (allgemein)

Funkelnder Impressionismus in polnischer Ausprägung: Eigentlich handelt es sich bei Szymanowskis vierter Sinfonie um ein Klavierkonzert. Szymanowski schrieb es für den eigenen Gebrauch, denn er war ja auch Pianist. Und offenbar kein schlechter, denn der Klavierpart verlangt dem Solisten einiges ab: Zumindest der dritte Satz könnte fast von Liszt stammen.

Ganz anders Fazil Say: In seiner zweiten Sinfonie verlässt er Europa und entführt nach Mesopotamien, also ins legendäre Zweistromland. «6000 Jahre Kultur, die Sumerer, das alte Babylon … Hier fängt die menschliche Geschichte an», sagt er. Aber er beschwört nicht vordergründig eine märchenhafte Welt im Stil von «Tausendundeiner Nacht», sondern rückt vor allem die heutige Aktualität Mesopotamiens in den Blick: «Ich erzähle nicht von der Geschichte, sondern von der Gegenwart aus dem heutigen Nahen Osten. Ein Drama der Kriege, des Terrors, der Todeskultur. Das aber gibt es auch in der Tradition. Bestrafungen und solche archaischen Dinge, die sind übernommen worden von den Religionen.» Viel Wehklage über die Angst und den Hass, über Krieg und Zerstörung, die hier Musik wird. Der einzige Lichtblick: der «überirdische» Klang des selten zu hörenden Theremin, das Say wie eine symbolische Engelsfigur einsetzt.

Karol Szymanoswki (1882 – 1937), Sinfonie Nr. 4 op. 60 «Symphonie concertante» für Klavier und Orchester (1932)
Fazil Say (1970), Sinfonie Nr. 2 op. 38 «Mesopotamia Symphony» (2011)

18.30 Uhr: Konzerteinführung mit Prof. Dr. Valentin Gloor, Direktor und Prof. Dr. Antonio Baldassarre, Vizedirektor und Leiter Forschung & Entwicklung

Termine

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