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Aus welchen Branchen kommt das Steuergeld?
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Banken wie die Credit Suisse am Schwanenplatz machen den grössten Anteil an Steuererträgen aus. (Bild: Emanuel Ammon)

Wirtschaft Stadt Luzern Aus welchen Branchen kommt das Steuergeld?

2 min Lesezeit 18.08.2014, 12:15 Uhr

Wenige Unternehmen zahlen zusammen viel: Der Wirtschaftsbericht der Stadt Luzern listet auf, welche Geschäftszweige für die öffentliche Hand am wichtigsten sind. Ganz vorne mit dabei sind die Banken, gefolgt von internationalen Firmen, und auch der Rohstoffhandel macht einen beträchtlichen Teil aus. Neben den Banken rangiert eine weitere Schweizer Klischée-Branche unter den ersten drei. 

Welche Geschäfte liefern am meisten ab? In der Stadt Luzern sind es verhältnismässig wenige Unternehmen, die einen grossen Teil des Steuerkuchens ausmachen. Im heute vorgestellten Wirtschaftsbericht der Stadt Luzern wurden 100 Unternehmen analysiert und in Kategorien eingeteilt. Zusammen zahlen diese Unternehmen drei Viertel der städtischen Steuererträge von juristischen Personen. Die Analyse zeigt die Beitragszahler, aufgeteilt nach den verschiedenen Branchen und Funktionen.

Top-Steuerzahler der Stadt Luzern in Branchen (2012):

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Branche Gewinnsteuer CHF  Anteil Top 100 Anteil Total
Banken  6’410’000  25,80%  18,90%
Hauptsitze  4’500’000  18,10%  13,30%
Schmuck & Uhren, (Detailhandel)   2’830’000  11,40%  8,30%
Rohstoffhandel  2’200’000  8,90%  6,50%
Infrastruktur Energie & Telekom  2’140’000  8,60%  6,30%
Versicherungen, Krankenkassen  1’810’000  7,30%  5,30%
Bau und Immobilien  1’130’000  4,50%  3,30%

Medien & Marketing

 1’100’000  4,40%  3,20%
Metallverarbeitung  870’000  3,50%  2,60%
Gross- und Detailhandel 500’000  2,00%   1,50%
Gesundheitsversorgung 480’000  1,90%   1,40%
Nahrungsmittelproduktion 450’000  1,80%   1,30%
Hotellerie, Gastgewerbe 220’000  0,90%   0,60%
Dienstleistungen und Diverse 210’000  0,80%   0,60% 
Total 24’850’000   100% 

 73%  

Die Stadt Luzern beheimatet insgesamt 77’000 Firmen. Und rund ein Drittel der Steuererträge stammen aus der Finanzbranche. «Die Banken machten für uns schon immer einen wichtigen Teil bei den Unternehmenssteuern aus», sagt Stadtpräsident Stefan Roth. Nach den Banken folgt die Kategorie «Headquarters». Das sind internationale Unternehmen, welche in Luzern zum Beispiel ihren europäischen Hauptsitz angesiedelt haben. 

Anteile der Top 100 am Steuerertrag (CHF)

Typisch für Luzern ist vor allem der hohe Anteil an Uhren- und Schmuckdetailhandel. Die Steuereinkünfte der Uhren- und Schmuckgeschäfte übersteigen die übrigen, eng auf den Tourismus ausgerichteten Branchen, wie das Gastgewerbe, um das Zehnfache. Namentlich handelt es sich dabei um Geschäfte rund um den Schwanenplatz wie Bucherer, Gübelin oder Embassy.

Interessant ist, dass der Rohstoffhandel zusammen mit den Unternehmen im Bereich Infrastruktur (vor allem Energie- und Telekom-Unternehmen) ebenfalls rund einen Fünftel des Steuersubstrats ausmacht. 

Eine wichtige Rolle in der Kategorie Rohstoff dürfte die Filiale des Handelskonzerns Trafigura an der Zürichstrasse ausmachen.  Auffallend ist zudem, dass die fünf grössten Firmen gemäss Wirtschaftsbericht der Stadt Luzern insgesamt 37 Prozent der Steuern bezahlen. Zu diesen grössten Beitragszahlern gehören laut Branchenkennern unter anderem die Luzerner Kantonalbank, oder Energieunternehmen wie die ewl und CKW.

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