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Aus MParc soll Wohn- und Geschäftszentrum werden
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Aus dem rund 46’000 Quadratmeter grossen Areal des MParcs Ebikon soll ab 2018 ein Wohn- und Dienstleistungszentrum werden. (Bild: zvg)

Grosse Pläne in Ebikon Aus MParc soll Wohn- und Geschäftszentrum werden

3 min Lesezeit 08.04.2016, 05:05 Uhr

Mit der Eröffnung der Mall of Switzerland wird der MParc Ebikon geschlossen. Was mit der Fläche von 20’000 Quadratmetern ab 2018 passiert, wird allmählich konkreter. Es soll ein neues Wohn- und Geschäftszentrum entstehen. Dennoch ist derzeit vieles noch unklar.

Die Migros will bis Ende 2017 in die Mall of Switzerland einziehen, der Mietvertrag mit der Eigentümervertreterin Freo Switzerland AG ist bereits unterzeichnet. Damit wurde zugleich auch das Ende des 1997 eröffneten MParcs Ebikon besiegelt: Das Einkaufszentrum der Migros wird seine Türen schliessen (zentralplus berichtete).

Doch wie geht es mit dem MParc ab 2018 weiter? Die Migros Genossenschaft Luzern ist zugleich auch die Besitzerin der MParc-Immobilie und Baurechtsnehmerin des rund 20’000 Quadratmeter grossen Areals an der Zugerstrasse und plant eine Umnutzung des Geländes. «In welcher Form es genutzt werden soll, ist derzeit noch offen und Gegenstand von Abklärungen», sagt Anton Wechsler, Präsident der Verwaltung der Migros Luzern. Gut vorstellbar wäre eine Verwendung als Wohn- und Geschäftsfläche – obwohl noch nichts spruchreif sei.

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Dass die Pläne in die Richtung eines Wohn- und Dienstleistungszentrums gehen, bestätigt der Ebikoner Gemeinderat Peter Schärli. «Wir sind dabei, gemeinsam mit der Migros mögliche Überbauungs- und Entwicklungsformen auszuarbeiten.» Dabei sei eine Umzonung des Gewerbeareals in eine Mischzone vorgesehen. Man werde die Öffentlichkeit noch vor den Sommerferien über den aktuellen Stand der Dinge informieren, so Schärli weiter. Denn ausgereift seien die Pläne derzeit noch nicht.

«Die Chance, ein neu erbautes Einkaufszentrum zu beziehen, wird sich in der Zentralschweiz in den nächsten 20 Jahren sicherlich nicht mehr ergeben.»
Anton Wechsler, Präsident der Verwaltung der Migros Luzern 

Umzug als strategischer Entscheid

Durch den Einzug in die Mall of Switzerland will sich die Genossenschaft Migros Luzern ihre Position im Rontal für die Zukunft sichern. «Es war ein strategischer Entscheid, in die Mall of Switzerland einzuziehen», erklärt Wechsler von der Migros. «Die Chance, eine grössere Detailhandelsfläche in einem neuen Einkaufszentrum zu beziehen, wird sich in der Zentralschweiz so schnell nicht mehr ergeben.»

Nicht nur der Supermarkt zieht vom MParc Ebikon in das Mega-Einkaufszentrum, sondern auch sämtliche Fachmarkt-Formate wie Do it + Garden, Melectronics, Micasa und SportXX. Das Personal des MParcs werde daher weiterbeschäftigt, betont Wechsler. Es handelt sich um rund 150 Mitarbeitende.

Darüber hinaus wird sich die Migros auch mit einem Restaurant und dem Fitnesscenter «One Training Center» in die Mall of Switzerland einmieten. Insgesamt sind es 7000 Quadratmeter Verkaufsfläche und 2000 Quadratmeter Fläche für Fitness. Da sich die Migros bereit erklärte, als Ankermieterin zu fungieren, habe man gegenüber Coop das Rennen gemacht, erklärt Wechsler.

Mall of Switzerland: 50 Prozent der Fläche vermietet

Die Mall of Switzerland soll ein gigantisches Einkaufszentrum werden, das sich auch in einem schwierigen Marktumfeld behaupten soll. Neben der Migros gibt es auch andere bereits bestätigte Mieter. So etwa die Confiserie Bachmann. Sie wird eine 1200 Quadratmeter grosse Innenfläche sowie einen 250 Quadratmeter grossen Aussenbereich anmieten. Ebenfalls bekannt ist, dass auch das Dierikoner Blumengeschäft Widler mit von der Partie sein wird. Über weitere Verhandlungen mit potenziellen Mietern gibt man sich allerdings bedeckt: «Wir haben über 50 Prozent der Fläche vermietet», sagte Werner Schaeppi, Sprecher der Mall of Switzerland, im vergangenen Dezember.

Im Gebäude nebenan werden zudem insgesamt zwölf Kinosäle der Firma Pathé Platz finden – mit der grössten Leinwand der Schweiz. Dort soll auch die erste stehende Surfer-Welle des deutschen Freizeitunternehmers Jochen Schweizer installiert werden.

Bis 2020 wird noch viel passieren

Wie die Mall of Switzerland dereinst aussehen wird, wird im Showroom in Root bereits gezeigt. zentralplus konnte bereits einen Augenschein vor Ort nehmen und sich auf einen virtuellen Rundgang begeben.

Bis 2020 wird in Luzern Ost mit Ebikon als Zentrum jedoch noch viel mehr passieren – vor allem, was den Verkehr betrifft. Mit der zunehmenden Bevölkerung wächst zugleich auch das Mobilitätsbedürfnis. Um die Mobilität für Fussverkehr, Velo, öV und Autos zu gewährleisten, sind mehrere Projekte geplant (zentralplus berichtete). So sollen unter anderem ein neues Gesamtverkehrskonzept umgesetzt und neue öV-Angebote geschaffen werden.

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