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Auf Musegg gibt’s bald eine neue Buvette light
  • Gesellschaft
Die Villa Auf Musegg 1: In den nächsten Jahren wird das Haus umgebaut und neu genutzt. (Bild: jwy)

Pläne für Villa der Stadt Luzern bekannt Auf Musegg gibt’s bald eine neue Buvette light

3 min Lesezeit 10.12.2019, 14:19 Uhr

Bei einer Hausbesetzung 2018 geriet die städtische Villa auf Musegg in den Fokus: Was soll mit dem historischen Haus mit Ausblick passieren? Jetzt sind die Pläne konkreter: Einen öffentlichen Begegnungsort mit Gastronomie soll’s geben – und bereits auf nächsten Sommer als Zwischenlösung eine Buvette.

Die schmucke Villa liegt gleich unterhalb der Museggmauer und bietet einen prächtigen Ausblick auf Stadt, See und Berge. Lange war unklar, was mit der Liegenschaft Auf Musegg 1 passieren soll. Das Haus gehört der Stadt Luzern und die Räume werden derzeit an die Time-out-Klassen und an freie Kunstschaffende vermietet.

Eine Sanierung ist schon länger geplant, nun ist ein neues Nutzungskonzept für die Villa auf der Zielgeraden. Die Erdgeschossräume sollen in den nächsten Jahren zu einem Begegnungsraum und Informationsbereich mit kleinem gastronomischem Angebot umgebaut werden.

Reduzierte Buvette ab nächstem Sommer

Doch schon vorher geht etwas: Bevor die definitive Nutzung klar ist und der Umbau beginnt, soll auf nächsten Sommer 2020 eine Buvette als Zwischennutzung realisiert werden. Dies als Versuch, die Akzeptanz einer neuen Begegnungszone zu testen.

Bei der Stadt Luzern bestätigt man die Pläne, relativiert aber zu hohe Erwartungen: «Es gibt keine Sommerbar, wie man sie in Luzern kennt, wir werden mit der öffentlichen Nutzung sehr zurückhaltend sein», sagt Stadtbaumeister Marko Virant.

Es wird tagsüber ein Getränkeangebot geben für Passanten, die dort verweilen möchten. Die Immissionen sollen gering bleiben. «Wir wollen kein Publikumsmagnet», so Virant mit Blick auf die sensible Wohnzone.

Weitere Details zum Projekt wird die Stadt Luzern zu einem späteren Zeitpunkt kommunizieren.

Villa mit Aussicht: Die städtische Liegenschaft bietet sich für eine öffentliche Nutzung an.

Gastro, Wissen und Kunst

Für die fernere Zukunft sehen die Pläne der Stadt so aus: Im Erdgeschoss der Villa könnten Besucher an den Wänden dereinst Wissenswertes zur Museggmauer und zum Quartier Luegisland erfahren. Daneben wird eine einfache gastronomische Infrastruktur eingebaut werden, so dass das Gebäude über die Sommermonate als Café genutzt werden kann.

Auch kulturelle Veranstaltungen, Quartieranlässe oder Ausstellungen sollen möglich sein. Geplant ist zudem eine Art Shop für den Verkauf von Zentralschweizer Produkten im Sinne einer «Begegnung der Kulturen», wie es im Beschrieb heisst.

Dauert noch ein paar Jahre

Die Arbeit am Konzept läuft noch, für die konkrete Ausgestaltung der Räumlichkeiten sollen die Vorstellungen der Quartierbewohner mitberücksichtigt werden. Entsprechende Gespräche laufen oder sind geplant.

Auch eine Kooperation mit dem nahegelegenen Kulturhof Musegg, der im Sommer bereits eine Hofbeiz und einen Veranstaltungsraum betreibt, ist denkbar.

Interessenten gebe es schon viele, sagt Virant. Aber die Stadt will sich für das Konzept und den Umbau die nötige Zeit nehmen. «Für uns ist die Villa sehr wichtig, entsprechend sorgfältig gehen wir das Projekt an», sagt Virant.

Ursprünglich war das Konzept auf Ende 2018 angekündigt. Nun wird es 2024 oder 2025 bis zu einer Neueröffnung des Gebäudes. Das bedeutet, dass auch die jetzigen Mieter noch ein paar Jahre bleiben können. In der städtischen Aufgaben- und Finanzplanung sind 4,2 Millionen Franken für die Villa vorgesehen.

Hausbesetzung in der Remise

Die Liegenschaft auf Musegg 1 geriet 2018 wegen einer Hausbesetzung in den Fokus: Eine Gruppe mit dem Namen Pulpa hatte die Remise, die zur Villa gehört und einige Meter entfernt steht, zwischenzeitlich besetzt. Die Gruppe wollte aus dem Obergeschoss der Remise einen Ort «für kreatives Schaffen, Begegnungen und Diskussionen» ermöglichen.

Doch in der Remise fehlt die Infrastruktur und es gab Schimmelbefall, die Besetzer zogen nach Verhandlungen wieder aus. Im Herbst 2018 ist die Gruppe schliesslich für eine Zwischennutzung ins ehemalige Stellwerk der Zentralbahn an der Horwerstrasse gezogen (zentralplus berichtete).

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