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Auf der Allmend wird nun flambiert – und zwar ohne den FCL
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Sind bereit für die Eröffnung: Pächter Vittorio Rossi (links) und Geschäftsführer Filippo Fazio.  (Bild: zVg )

Fantreffpunkt im Schützenhaus vorerst vom Tisch Auf der Allmend wird nun flambiert – und zwar ohne den FCL

4 min Lesezeit 07.09.2018, 18:16 Uhr

An diesem Wochenende wird das Restaurant Schützenhaus auf der Luzerner Allmend offiziell wiedereröffnet. Auf die Gäste warten bekannte und unbekannte italienische Spezialitäten. Aussen vor bleibt bis auf Weiteres der FC Luzern. Weil er sich nicht rechtzeitig entscheiden konnte, wurde ein anderer Mieter berücksichtigt. 

Obwohl die offizielle Eröffnung erst am Samstag stattfindet, wird bereits wieder fleissig gekocht auf der Luzerner Allmend. Empfangen werden die Gäste vom neuen Pächter des Restaurants Schützenhaus, Vittorio Rossi. Er hat das Lokal übernommen, nachdem sich die alte Betreiberin Remimag AG im März zurückgezogen hatte (zentralplus berichtete).

«Wir durften letzte Woche schon ein paar Dutzend zufriedene Gäste bedienen», freut sich der gebürtige Luzerner Rossi. Mitte Juli während des Gastspiels des Zirkus Knie sowie anlässlich des Konzertes der Toten Hosen direkt nebenan, war die Beiz bereits ein paar Tage in Betrieb.

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Direkt am Tisch wird flambiert und filetiert

«Wir wollen unsere Gäste mit italienischer Küche verwöhnen», sagt Vittorio Rossi. Dabei soll es aber nicht nur die bekannten Gerichte wie Pizza und die geläufigen Pastasorten, sondern auch unbekannte Menüs geben. «Wir werden Kreationen auftischen, die es nur in speziellen Regionen Italiens gibt und die deshalb insbesondere bei uns kaum geläufig sind», so der Wirt.

Trotz des Fokus auf Italien wird man sich einiger französischer Zubereitungsarten bedienen. «Das Flambieren, Tranchieren und Filetieren direkt vor den Augen der Gäste wird heute kaum mehr irgendwo zelebriert», sagt Rossi. Dies solle man neu auf der Allmend erleben können. Kredenzt wird frischer Fisch und grossmehrheitlich Schweizer Fleisch. Teil vieler Gerichte sind hausgemachte Teigwaren.

Wie ein Tankstellenshop

Optisch orientiert sich die Gaststube an einem Bistro. Dazu gehört auch eine Auslage mit Piadine, Panini und Patisserie. «Als ich mir dieses Konzept ausgedacht habe, hatte ich mitunter Tankstellenshops im Hinterkopf», sagt Rossi lachend.

«Wer weiss? Vielleicht heiratet bei uns ja einmal ein FCL-Profi.»

Vittorio Rossi, Wirt Restaurant Schützenhaus

Durch dieses Angebot erhofft sich Rossi, dass er auch an den Nachmittagen ein gut gefülltes Haus haben wird. «Wir wollen, dass die Leute nicht nur zum Essen, sondern auch zu Kaffee und Kuchen reinschauen», sagt er. Das Tagesgeschäft wird Geschäftsführer Filippo Fazio übernehmen.

Alte Kegelbahn wird umgebaut

Neben der bisherigen Gaststube soll möglichst bald auch die ehemalige Kegelbahn und der aktuelle Billardraum als Teil des Restaurants in Betrieb genommen werden. Bauliche Massnahmen seien in Planung. «Vorgesehen ist, dass wir im Billardraum die hängende Decke rausnehmen, damit man die alten Balken sehen kann», wie Renato Steffen, Präsident der Schützengesellschaft Stadt Luzern erklärt. Die Schützen sind Eigentümer der Liegenschaft.

Der ganze Raum solle einladender gestaltet und an eine gastronomische Nutzung angepasst werden. «Hier sind wir momentan dabei, verschiedene Offerten einzuholen» sagt Steffen. Detailliert könne man momentan indes noch nicht Auskunft geben.

FCL konnte sich nicht entscheiden – und muss nun warten

Gibt es also schon bald eine Stadionbeiz, wie sie der FC Luzern unlängst im Schützenhaus eröffnen wollte? Auch wenn noch einiges in den Sternen steht, ist eines sicher. «Der FC Luzern wird nicht mehr als Mieter einsteigen», stellt Steffen klar. 

«Leider haben wir von Seiten des Vereins lange nichts Konkretes vernommen.» Er sei zwar regelmässig mit Ex-FCL-CEO Marcel Kälin in Kontakt gestanden (zentralplus berichtete). Letztlich aber ohne Resultat, sagt Steffen. Auch die andere Interessentin, die Migros Luzern, habe sich nicht innert nützlicher Frist zu einem Entscheid durchringen können. Darum habe nun Vittorio Rossi den Zuschlag erhalten.

Ob und wie der FCL künftig eine Zusammenarbeit sucht, liege deshalb nicht mehr in den Händen der Schützengesellschaft, sondern sei Sache des Wirtes. «Wir sind offen und warten ab, ob der FC Luzern auf unseren Mieter zugeht», so der Schützenpräsident. 

Zusammenarbeit wäre möglich

Eine Zusammenarbeit, allenfalls auch mit weiteren Sportvereinen, die sich im Umfeld der Allmend bewegen, kann sich auch Rossi gut vorstellen. Er stellt jedoch eine entscheidende Bedingung. «Wir wollen jederzeit die Kontrolle über den alten Billardraum haben. Denn wir werden ihn womöglich auch an Dritte vermieten und ihn selber bewirten.» Hochzeiten und ähnliche Anlässe schweben ihm vor. «Aber wer weiss? Vielleicht heiratet bei uns ja einmal ein FCL-Profi», sagt er lachend.

Ein künftiger Nutzer des Lokals müsste also damit klarkommen, dass ihm der Raum nicht alleine zur Verfügung stehen wird. Ob sich der FC Luzern damit arrangieren könnte, lässt sich zumindest bezweifeln. Eine Nachfrage von zentralplus blieb ergebnislos.

Das Restaurant Schützenhaus direkt neben der Swissporarena auf der Luzerner Allmend.

Das Restaurant Schützenhaus direkt neben der Swissporarena auf der Luzerner Allmend.

(Bild: les)

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