Asylbewerber bleiben bis Ende 2017 im «Löwen»
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Dezember: Das stillgelegte Hotel Löwen in Ebikon soll vom Kanton temporär als Asylzentrum genutzt werden. (Bild: www.ansichtskarten-center.de)

Ebikon: Oberirdische Anlage für 60 Personen bleibt Asylbewerber bleiben bis Ende 2017 im «Löwen»

2 min Lesezeit 03.11.2016, 10:30 Uhr

Trotz sinkenden Asylzahlen, der Bedarf an oberirdischen Unterkünften im Kanton Luzern bleibt bestehen. Aus diesem Grund wird der Mietvertrag für die temporäre Asylunterkunft Löwen in Absprache mit der Eigentümerin und der Gemeinde Ebikon bis Ende 2017 verlängert. Die Unterkunft bietet Platz für 60 Asylsuchende.

Anfang des Jahres prognostizierte das Staatsekretariat für Migration (SEM) 40‘000 neue Asylgesuche. Im August wurde diese Zahl auf 30‘000 korrigiert. Aufgrund dieser aktuellen Entwicklungen hat der Kanton Luzern mit der Schliessung unterirdischer Asylunterkünfte begonnen. «Diese waren von Anfang an nur als Notlösung gedacht. Trotzdem bleibt ein Bedarf an Betten in oberirdischen Unterkünften bestehen», erklärt Silvia Bolliger, Abteilungsleiterin Asyl- und Flüchtlingswesen beim Kanton Luzern.

Die Temporären Asylunterkunft (TUK) Löwen in Ebikon ist seit Februar 2015 in Betrieb und sollte ursprünglich bis März 2016 betrieben werden (zentralplus berichtete). Um die oberirdische Unterkunft weiter nutzen zu können, wurde der Vertrag mit der Eigentümerin, der Pax Wohnbauten AG, in Absprache mit der Gemeinde Ebikon bereits im Frühling 2016 ein erstes Mal bis Ende 2016 verlängert. Nun erfolgt eine zweite Verlängerung bis Ende 2017, wie der Kanton Luzern in einer Mitteilung schreibt. «Wir sind natürlich froh, wenn gut laufende, oberirdische Unterkünfte wie jene in Ebikon in Betrieb bleiben können», so Bolliger.

Kaum negative Rückmeldungen

Zurzeit leben 60 Asylsuchende in der TUK Löwen. «Als Gemeinde sind wir verpflichtet, Asylsuchende aufzunehmen. Die derzeitige temporäre Unterkunft ist gut geführt und geniesst die Akzeptanz der Bevölkerung», ergänzt Gemeinderat Andreas Michel. Für die Betriebskosten und die Zentrumsführung ist der Kanton Luzern zuständig. «Seit der Inbetriebnahme vom Löwen als Temporäre Unterkunft für Asylsuchende sind kaum negative Rückmeldungen bei der Gemeinde oder der Begleitgruppe eingegangen», so Michel. Die Akzeptanz in der Gemeinde sei durch den professionellen Betrieb vorhanden und so hätten die Asylsuchenden beispielsweise auch beim Samstagsmarkt oder der Aktionswoche Asyl mitgewirkt.

Denkmalpflegerische und historische Untersuchung geplant

Das Areal des Löwen liegt im Zentrum von Ebikon und damit gemäss dem Masterplan der Gemeinde an einer Schlüsselstelle. Die Pax Wohnbauten AG beteiligt sich an einer bauhistorischen Untersuchung des Löwen. Diese soll klären, ob das Gebäude erhalten werden soll oder auch im Rahmen eines qualifizierten Verfahrens einem Neubau weichen kann. Die Gemeinde Ebikon untersucht parallel die historische Bedeutung des ganzen Areals. Die Erkenntnisse der beiden Untersuchungen können als Grundlage in die weiteren Planungsschritte einbezogen werden. Die Zwischennutzung als temporäre Asylunterkunft ist gewährleistet, bis die Entwicklungsmöglichkeiten des Areals Löwen bekannt sind.

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