Hunderte ohne Altersrente

So viele Rentner bekommen in Luzern und Zug keine AHV

Die Bundesverfassung schreibt eigentlich vor, dass die AHV existenzsichernd sein müsste. (Bild: Pietro Schellino/Unsplash)

Längst nicht alle, die das Pensionsalter erreicht haben, kriegen eine Altersrente. zentralplus hat in Luzern und Zug nachgefragt.

Bald stimmt die Schweiz über zwei AHV-Vorlagen ab. Die eine fordert eine 13. AHV, die andere, dass das Rentenalter erhöht wird (zentralplus berichtete).

Auch in den Kommentarspalten von zentralplus geben die beiden Initiativen ordentlich zu reden. Insbesondere die Frage, ob es 13 statt der bisher 12 Altersrenten brauche, polarisiert. So schreibt ein 67-jähriger Leser, dass er noch ein wenig für eine Firma arbeite, weil er nur die AHV habe. Ein anderer Leser kritisiert, dass der Bundesrat sich selbst einen «fetten Teuerungsausgleich» gewährt habe. Die Renten jedoch, die «von der Inflation aufgefressen» würden, würden jedoch nicht angehoben.

Ein Dritter schreibt, dass die durchschnittliche Zuger Rentnerin fünf Franken mehr als der Schweizer Durchschnitt erhalte. «Die Wohnungen sind aber die teuersten der Schweiz. Das deckt auch die Ergänzungsleistung nicht ab.» Ein anderer zentralplus-Leser moniert, dass es nicht um Alt gegen Jung gehe. «Es wird vergessen, dass eine 13. Rente auch den Jungen später zugutekommt. Es geht hier nicht um Alt gegen Jung – es geht um Arme gegen Reiche!»

Doch auch kritische Voten sind zu finden. So schreibt eine Leserin, dass es überflüssig sei, alle mit einer 13. AHV zu «beschenken». Ein anderer Leser bemängelt ebenfalls, dass eine 13. Rente im Giesskannenprinzip «viele Seniorinnen und Senioren mit Geld bedienen, welche es gar nicht nötig haben».

Rund zwei Prozent aller Seniorinnen beziehen keine AHV

Was viele gar nicht auf dem Schirm haben: Schon jetzt gibt es Menschen, die keine AHV erhalten. Manche verzichten freiwillig auf eine AHV, andere haben keinen Anspruch, und wieder andere machen ihren Anspruch aus Unwissen nicht geltend. Manche haben ihre Rente aufgeschoben. Und einige erfüllen die Voraussetzungen für eine AHV-Leistung nicht. Dies, weil sie weniger als ein Jahr Beiträge bezahlt haben oder im Rentenalter eingewandert sind.

Wie viele Menschen effektiv Anspruch auf eine Altersrente haben, jedoch auf diese verzichten, kann das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) auf Anfrage nicht nennen. «Grundsätzlich kann man sagen, dass es sich nicht um viele Personen handeln kann, da über 98 Prozent der über 65-Jährigen schweizweit eine Altersrente beziehen», sagt dazu Mediensprecherin Elisabeth Hostettler.

Was ein Blick in die Statistik jedoch verrät: wie viele Menschen über 65 Jahre alt sind – und wie viele von ihnen eine Altersrente beziehen.

Im Kanton Luzern zeigt sich die Situation so, wie man sie schweizweit erwartet. Hier lebten 2022 81’989 Menschen, die 65-jährig oder älter sind. Im selben Jahr bezogen im Kanton Luzern 80’421 Menschen eine Altersrente. Das heisst im Umkehrschluss: 1568 Luzernerinnen bezogen 2022 keine AHV. Das entspricht rund zwei Prozent aller Pensionierten.

Grosses Gefälle zwischen Armen und Reichen

Im Kanton Zug lebten 2022 insgesamt 24’443 Menschen, die 65 Jahre alt waren oder älter. Im selben Jahr bezogen 23’830 Menschen im Kanton Zug eine Altersrente. Das entspricht rund 97,5 Prozent. Anders gesagt: 613 Zuger beziehen keine Altersrente.

Gerade im Kanton Zug ist das Gefälle zwischen Arm und Reich gross. «45 Prozent der Bevölkerung ab 65 Jahren haben ein Vermögen von mindestens einer Million Franken», hielt Alexander Widmer von der Pro Senectute Schweiz fest (zentralplus berichtete). Viele Pensionäre leben jedoch nur von der ersten Säule und sind konkret von Altersarmut betroffen.

Betroffen sind von Altersarmut insbesondere Ausländer und Frauen. Gemäss Zahlen des Bundesamts für Statistik lebt fast jede fünfte Rentnerin in Armut. Dagegen befindet sich «nur» jeder achte Rentner unter der Armutsgrenze.

Die AHV kriegt man in der Schweiz nicht automatisch

In der Schweiz hat Anspruch auf eine Altersrente, wenn ein Mann das 65. Lebensjahr erreicht hat, bei den Frauen gilt momentan noch das Pensionsalter 64 Jahre. Dieses wird jedoch im Zuge der AHV-Reform schrittweise ab 2025 jedes Jahr um drei Monate angehoben, bis es ebenfalls bei 65 Jahren liegt.

Wer pensioniert wird, kriegt die AHV-Rente nicht automatisch. Für diese muss sich jeder und jede bei der zuständigen AHV-Ausgleichskasse anmelden – am besten sechs Monate vor Pensionierung.

Verwendete Quellen
  • Schriftlicher Austausch mit Elisabeth Hostettler, Mediensprecherin Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV)
  • Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zur Demografie in den Kantonen Luzern und Zug
  • Zahlen von Lustat zur Anzahl Bezüger von Altersrente
  • Zahlen der Ausgleichskasse Zug
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23 Kommentare
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    Stephan, 23.02.2024, 08:02 Uhr

    Ich finde die Mehrheit hier macht es sich zu einfach mit der Frage, ob eine 13. AHV Rente notwendig ist oder nicht.

    Die AHV nimmt (2022) jährlich 36.3 Mia von den Arbeitenden ein, 9.7 Mia vom Bund und 3.2 Mia von der MwSt ein. Total waren es 49.4 Mia. Gleichzeitig im 2022 ausgegeben hat sie 47.8 Mia. Eine 13. Rente bedeutet 47.8 Mia/12*13 = 51.8 Mia, d.h. die 13. Rente kostet uns gemäss 2022 im Jahr 4 Mia mehr.

    Das Polster der AHV ist aktuell rund 50 Mia. Die Anzahl Pensionierten wird die nächsten Jahre steigen und damit die AHV Ausgaben. Rechnen wir vereinfacht mit den 4 Mia pro Jahr, ist das AHV Polster in 12.5 Jahren weg und die AHV lebt nur noch von der Hand in den Mund. Danach defizitär.

    Ergo, es braucht Einnahmequellen. Nehmen wir es von den Arbeitenden, dann werden auch die ärmsten Arbeitnehmer belastet. Nehmen wir es über die MwSt, dann zahlen auch hier die Ärmsten mit. Mikrosteuer? Fände ich eine spannende Idee.

    Auch ich bin enttäuscht, dass es unsere Regierung nicht geschafft eine bessere Lösung auszuarbeiten aber im Gegensatz zu einigen die behaupten "wenn wir jetzt nichts tun, dann passiert nie mehr etwas" glaube ich an unsere System und an bessere Lösungen und ein Giesskannen System ist hier keine gute Lösung

    Deshalb Nein zur 13. AHV und Ja, die Ärmsten müssen besser gestellt werden! Lasst uns eine besseren Lösungen suchen, auch wenn es noch ein wenig dauert.

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  • Profilfoto von Julia
    Julia, 21.02.2024, 16:20 Uhr

    Mein JA ist bereits abgeschickt und zwar aus dem Grund, dass die Herren und Damen der Politik seit Jahren nicht fähig waren/sind eine vernünftige Finanzierung auf die Beine zu stellen, weil es sie schlichtweg nicht intressiert. Sie verdienen ja genug, können sich PK und Eigenheim oder horrende Wohnungen leisten usw.
    Sollte diese 13. AHV-Rente wirklich angenommen werden können sie ja dann ihren Job erledigen und eine neue, bessere Initiative auf die Beine stellen.

    Natürlich gibt es Rentner, die die 13. AHV nicht nötig haben/hätten, aber die haben auch mehr in die AHV eingezahlt.
    Die EL wurde von den gleichen politischen Parteien gekürzt, die jetzt Sturm laufen gegen die 13. Rente.
    Was mich am meisten stört ist das Ausspielen Jung gegen Alt … das ist fies und ein Brief von Altbundesräten, die schon Jahre eine fette Rente beziehen, schüren noch diese Angstmacherei … einfach schamlos!

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    • Profilfoto von Hans Peter Roth
      Hans Peter Roth, 22.02.2024, 02:01 Uhr

      Junge Leute, denen 16 Franken mehr AHV-Beiträge als zuviel erachten, sollten bedenken, dass die heutige, relativ rüstige Rentnergeneration Tausende von Betreuungsstunden für ihre Enkelinnen und Urenkel leistet, und das gratis. Für die Finanzierung der 13. Rente würde ich allerdings eine Finanztransaktionssteuer bevorzugen, die vor allem jenen einschenkt, die monatlich Millionen an der Börse hin– und herschieben.

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    Cristina, 21.02.2024, 12:21 Uhr

    Es ist nicht korrekt, dass eine alleinerziehende Frau 100 % arbeiten muss, und das Kind alleine aufwachsen muss. Dennoch kommt sie nicht über die Runden, lebt von Lohn zu Lohn und eine Pensionierte hat mehr auf dem Konto und geniesst ihr Leben. Lohnt es sich, überhaupt 100% zu arbeiten?

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      Kasimir Pfyffer, 21.02.2024, 16:27 Uhr

      Excusez, Sie mischen da so einige Baustellen der CH-Sozialpolitik. 1. Alleinerziehende haben Anspruch auf Kinderalimente, falls der Kindsvater nicht zahlt, auf Alimentenbevorschussung. Geht auch das nicht, hat das Kind, evtl. auch die Mutter, Anspruch auf wirtschaftliche Sozialhilfe. 2. Wer Kinder oder kranke Angehörige betreut, hat Anspruch auf AHV-Betreuungsgutschriften (fiktive AHV-Beiträge, die bei der Rentenberechnung berücksichtigt werden). In der 1. Säule (AHV) sind betreuende Eltern damit theoretisch immer abgesichert. 3. Vollzeit lohnt sich aus Sicht der 2. Säule, weil damit die AHV aufgebessert werden kann. Teilzeitjobs werden von schlechten Arbeitgebern – insbesondere für Frauen – leider gern so gestaltet, dass das Einkommen unter dem Koordinationsabzug von 28K/Jahr liegt und damit keine PK-Beiträge generiert. In diesem Sinn ist Teilzeit für die PK meist schlechter als Vollzeit. 4. Es lohnt sich, wenn wir uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, sondenr solidarisch gegenseitig füreinander schauen bzw. zahlen – dem Grosi ist seine Pension zu gönnen und dem Kind sein Platz in der Kita oder im Hort.

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    Hegner, 21.02.2024, 10:21 Uhr

    Ich kann nur sagen, ich bin reich weil ich eine Wohnung besitze, die im Wert massiv gestiegen ist, den Eigenmietwert stark in die Höhe getrieben hat und damit auch die Steuern. Das ist ein Hohn: Reich aber kein Geld. Schafft endlich den Eigenmietwert ab und lasst die AHV nur zu 50% versteuern. Alle die kein Eigentum haben können EL beantragen.

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      Kasimir Pfyffer, 21.02.2024, 16:34 Uhr

      Schwein gehabt dank dem kranken Immobilienmarkt, aber aus diesem Glücksfall keine Empathie gelernt? Schade. Eigentlich ist doch auch Ihnen klar, dass man nicht Füfi, Weggli und Bäckerstochter haben kann.

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    Ivan, 21.02.2024, 07:36 Uhr

    Ich habe 11 ausbezahlte Rente ihn Jahr. Gemeinde bekommt meine 12. durch die Steuer. Die 13. ist eigentlich das 12. Viele Rentner leben sehr schlecht, das Geld reicht nur für die Krankenkasse und zum Essen und dann ist Ende. Wer meint, 13. te ist nicht nötig, hat recht, am besten nehmen sie uns alles.

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    Marco, 20.02.2024, 18:14 Uhr

    Glaubt den Reich geworden Politiker*innen nicht alles, was die ihnen vorgaukeln und stimmt dieser Initiative mit einem vollvertrauten JA zu.

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    Tenger, 20.02.2024, 15:37 Uhr

    Ich denke, dass die AHV bei vielen Älteren Menschen nicht mehr reicht. Dies speziell bei AHV Bezügen die nur einen Teil erhalten.

    Es wäre gerechter, wenn alle einen gleichen Zusatz Betrag erhalten würden – zusätzlich xy CHF. Aber der Bund hat einen Gegenvorschlag leider versäumt

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    Dolfino, 20.02.2024, 15:01 Uhr

    Kaum zu glauben, da wird im Parlament gejammert was die 13. AHV kosten soll, was eh nicht stimmt und im gleichen Atemzug wollen unsere Politiker der Hochseeschiffart Millionen von Franken an Steuergeschenken machen. So verlogen ist unsere Politik

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      Kritiker62, 21.02.2024, 06:38 Uhr

      Leider verhalten sich unsere Politiker immer mehr wie die Landvögte im Mittelalter! Der Kleine wird bestraft und dem Reichen schenken wir noch ein paar Millionen!

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  • Profilfoto von Gromili
    Gromili, 20.02.2024, 13:13 Uhr

    In unserer Familie gibt es teils psychisch Angeschlagene wegen fehlender IV-Anerkennung oder Joblos trotz intensiver Bemühungen, weil famililäre Geburtsgebrechen früher nie abgeklärt wurden und teils das Geld schon damals fehlte für eine solide Ausbildung. Somit verdienten diese Menschen endlich mal eine Belohnung im System mit der 13. AHV.

    Diese sollte jedoch nur an jene gehen, deren AHV unter 3000.– liegt und ohne Vermögenswerten. Natürlich wäre es gerecht und Weise, jedem Rentner einfach den gleichen Rentenbetrag zu bezahlen. Zu Lebzeiten hat jeder die Möglichkeit zu sparen oder vorzusorgen um seinen Lebensabend zu bereichern. Die AHV sollte einfach für den Alltag reichen. Egal ob Putzfrau, Arbeiter, Büro…. jeder sollte im Alter gleichgestellt sein mit Anerkennung zu seiner Arbeit die er geleistet hat. Denn jedermann ist wertvoll.

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    • Profilfoto von Kasimir Pfyffer
      Kasimir Pfyffer, 20.02.2024, 13:45 Uhr

      "Zu Lebzeiten hat jeder die Möglichkeit zu sparen oder vorzusorgen um seinen Lebensabend zu bereichern." Nein, leider eben gerade nicht. Das ist eine der grössten "bürgerlichen" Lügen. Sprechen Sie mal mit alleinerziehenden Frauen, Menschen in Tieflohnjobs oder, noch ärger, Jobs auf Abruf. Wenn Sie in Ihrem Job rein zufällig immer unter dem Jahreslohn von 28K gehalten werden, damit Ihr Arbeitgeber keine PK-Beiträge zahlen muss, haben Sie keine 2. Säule. Und bestimmt auch kein Geld, dass Sie in die 3. Säule einzahlen könnten. Nota bene: gerade wenn Sie finden, dass jedermann wertvoll ist, steht auch jedermann die 13. Rente zu. Oder sehen Sie das anders?

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  • Profilfoto von Hegard
    Hegard, 20.02.2024, 11:56 Uhr

    mit was kann ein Rentner seine Katze füttern,wenn er nur Die AHV hat! Vielfach sind es Rentner die Ihre Pension auf Risiko verprasst haben!
    Der 13te ist eine Linke Wirtschafts falle,aber die jungen entscheiden für ihre Zukunft!
    Aber es sollte unbedingt für die schwachen Rentner und IV Bezüger gesorgt werden! Dafür wurden 20% der Rentner genügen und nicht unnötig 100%! gutsituierte noch Reicher machen!
    Zudem hätten wir mit einer gesunden Kaufkraft nich so ein Desaster!Die Lebensunterhalts Kösten Bremsen,denn Höhere Löhne schrauben die Lebenskosten automatisch rauf!Ein ewiger Ratten Schwanz!

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    • Profilfoto von Dolfino
      Dolfino, 20.02.2024, 14:56 Uhr

      Hegard und genau sie verdrehen wieder was und tischen die Lügen der Politiker auf. Etwas vergessen sie wenn sie das Giesskannenprinzip ( Unwort des Jahres) ansprechen. Die AHV ist ein Sozial-und Solidaritätswerk und demnach haben alle Anrecht auf eine 13. Rente ob arm oder reich. Klar könnten die Reichen ohne die 13. AHV leben, aber sie vergessen dass eben genau diese Reichen sehr viel in die AHV einzahlen und nie soviel bekommen.
      Trotzdem ist es richtig eine 13. Rente, umso mehr dass die Politik es in den letzten12 Jahren bewusst verschlampt hat etwas dagegen zu machen. Und letztlich was ist mit diesen 11 Milliarden die der IV ausgeliehen sind und eigentlich schon lange zurückbezahlt sein sollten. Die Initiative verdient ein kräftiges JA , ist schon eingeworfen

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  • Profilfoto von Cornelia
    Cornelia, 20.02.2024, 11:16 Uhr

    Es ist eine Schande, wie Senioren in der Schweiz leben müssen, während viele Politiker vorgaukeln, sie zu vertreten und selber auch im Alter in Teichtum leben werden. Für alles hat man Geld, nur für die 'unbrauchbaren' Alten nicht. Igit!

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  • Profilfoto von Romano Wyss
    Romano Wyss, 20.02.2024, 10:54 Uhr

    Die Berechnung, wie viele Personen keine Rente bekommen ist so nicht korrekt.
    1.) Die AHV kommt nicht mit dem Referenzalter automatisch – das ist korrekt. Doch wenn man sich nicht meldet, wird die AHV-Kasse nach 12 Monaten aktiv und die Renten werden rückwirkend ausbezahlt.
    2.) Von den 1568/613 Personen (LU,ZG), die keine Rente beziehen – wie viele davon haben die Rente aktiv aufgeschoben?
    Damit reduziert sich die Zahl derer, die keine Rente bekommen, weil sie (zu Recht) kein Anrecht darauf haben, weiter.
    Einmal mehr ein Bericht, der nicht die effektive Realität wiedergibt.

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    • Profilfoto von Kommentarschreiber
      Kommentarschreiber, 20.02.2024, 12:42 Uhr

      Sie haben das wunderbar und minutiös auf den Punkt gebracht. Warum liegt Ihnen diese Richtigstellung so am Herzen? Für mich ändert sich aber nichts, mein fettes JA ist sicher. Die bürgerliche Mehrheit hat jahrelang alle Reformversuche (BVG, KK, EL, AHV etc.) zu Ungunsten einer Mehrheit der Bevölkerung schnöde abgeschmettert, hintertrieben, boykottiert und mit Sparmassnahmen, Abbau, einseitigen Steuergeschenken etc. die Interessen einer reichen Minderheit bedient. Jetzt ist die Kacke am dampfen, die Bürgerlichen reiben sich verwundert die Augen, schwingen die altbekannte Panikkeule und zerren Alt-Bundesräte aus der Versenkung, um mit z. T. manipultiven Falschaussagen das Ruder doch noch herumzureissen. Es ist wichtig, sich nicht durch diese Panikmache beeinflussen zu lassen und dieser negativen Abbauspirale Einhalt zu gebieten.
      Die Versprechen, die jetzt plötzlich gemacht werden, kommen leider fast 20 Jahre zu spät (letzte AHV-Revision) und sind hohl und zynisch. Ein "nein" wäre ein weiterer Blankocheque, um an dieser Negativschraube drehen zu können, ein "ja" zwingt das Parlament und die Regierung zum Umdenken und Handeln. Wir haben die Wahl.

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  • Profilfoto von Doris Ruchti
    Doris Ruchti, 20.02.2024, 10:01 Uhr

    Mich würde einmal intressieren, was alle Ex- Bundesräte und Ex National und Ständeräte zusammen an Renten UND Spesen kriegen. Ich glaube, wir „normalen“ Pensionäre würden staunen. Und von welchem Topf diese Gelder fliessen! Mir lupfts einfach den Deckel wieviel unnötiges sich die Regierung gönnt, und bei uns heisst es immer sparen, sparen , sparen. Darum ein fettes Ja. Woher das Geld nehmen? Seit der Einführung der MwSt streicht der Bund unsere versprochene Steuer ein. Er hat damals die Vorlage gemacht, wenn wir die MwSt annehmen müssten wir im Gegenzug keine direkten Steuern? Oder war s die Feuerwehrsteuer? Mehr zahlen. Nun die MwSt wurde zügig eingeführt. Auf den Erlass der Steuer warte ich noch immer!!!!

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  • Profilfoto von Katrin
    Katrin, 20.02.2024, 09:10 Uhr

    Es geht nicht um Alt gegen Jung, sondern um Reich gegen Arm, wird muniert.
    Wieso sollen dann die reichen AHV-Rentener eine 13. Rente im Umfang von meist 2'450 erhalten und die, die es wirklich benötigen nur ihre tiefere 13. Altersrente? Der Durchschnitt der monatlichen AHV-Rente liegt bei ca. 1'900. Viele wirklich Betroffenen erhalten durch diese Initiative viel weniger als der Durchschnitt.
    Die Initiative ist der falsche Weg. Es braucht eine Lösung bei der nur Betroffenen profitieren und der Betrag unabhängig von der aktuellen AHV-Rente ist. Sonst müssen die Jungen für jährlich rund 4 Mia zahlen, ohne dass das Problem gelöst ist.

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    • Profilfoto von Kasimir Pfyffer
      Kasimir Pfyffer, 20.02.2024, 11:07 Uhr

      Es wird nicht bloss moniert, es ist so. Wer mehr als ca. 85K/Jahr verdient, kann seine AHV-Rente nicht mehr steigern, bezahlt aber auf jedem Franken zusätzlichen Lohn weiterhin AHV. Genau deshalb ist die AHV das sozialste und solidarischste aller Vorsorgewerke. Die Reichen bezahlen nämlich ein mehrfaches an Beiträgen, als sie dann via Rente zurückerhalten – völlig egal, ob es diese Rente 12 oder 13 x im Jahr gibt. Sie sehen also: Nicht "die Jungen" müssen mehr zahlen, sondern die Reichen. Und das Scheinargument "Ausbau nur für die, die es nötig haben" sticht leider nicht, weil unser asoziales Parlament letztes Jahr den Ausbau der Ergänzungsleistungen abgeschossen und diese EL für viele 1000 RentnerInnen sogar noch gekürzt hat. Das haben Sie, hoffe ich, letztes Jahr mitbekommen?

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    • Profilfoto von Gabriel Birrer
      Gabriel Birrer, 20.02.2024, 11:43 Uhr

      Das Parlament hätte es in der Hand gehabt, einen Gegenvorschlag zu dieser AHV-Initiative zu bringen. Stattdessen hat man Ergänzungsleistungen gekürzt und diskutiert seit Jahrzehnten über eine Reform der Pensionskasse. Das Parlament ist nicht fähig und willens, etwas für die tiefen Einkommen und den Mittelstand zu beschliessen und befasst sich bereits wieder mit Steuersenkungen für die Reichen. Man kann etwas dagegen halten und diese Initiative annehmen, oder weiterhin den Lügen und leeren Versprechungen unserer Politiker glauben und noch mehr Russen und Millionäre nach Zug holen, die die Lebenskosten noch weiter in die Höhe treiben.

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