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Von Minigolfen bis zum romantischen Mondschein

Diese Orte in Luzern haben 100 Prozent Knutsch-Garantie

Im Sommer solltest du dir mal Zeit nehmen für ein Date, das es in sich hat. (Bild: Priscilla Du Preez/Unsplash)

Die Tage werden länger, die Nächte kürzer – ideale Voraussetzung, um sich zu verlieben oder eine bestehende Beziehung neu aufflammen zu lassen. Doch, wo in Luzern verbringst du das perfekte Date? Wir haben da ein paar Ideen: von klassisch romantisch bis unkonventionell.

Für die einen kann es nicht romantisch genug sein, für die anderen reicht eine Partie Minigolf für ein perfektes Date. Doch dir gehen langsam die Ideen aus?

zentralplus hat den Romantikschalter umgelegt: Hier folgen fünf exklusive Tipps, wo du in Luzern ein perfektes Date verbringen kannst. Wir sind sicher, da ist für jeden etwas dabei …

Schlössli Utenberg bei Mondschein von Lena Berger

Gemeinsam in die Sterne zu gucken – mehr Romantik geht nicht. Besonders bei Vollmond lohnt sich ein nächtlicher Ausflug auf den Utenberg in der Stadt Luzern. Das Schlössli hat einen weitläufigen öffentlichen Park, wo kaum ein künstliches Licht das Funkeln am Himmelszelt stört. Selbst wenn sich des Nachts noch andere Besucherinnen dorthin verirren sollten – es ist genug Platz, um ein ungestörtes Plätzchen zu finden. Nimm unbedingt eine Decke zum Draufliegen mit, damit ihr es schön bequem habt und euch beim Sterneschauen nicht den Hals verrenkt. 

Der nächste Vollmond ist am 12. August, los geht das Spektakel gegen 21.30 Uhr. Wenn du schon vorher da bist – so um halb neun –, bietet sich ein Apéro bei Sonnenuntergang im Pavillon vor dem historischen Gebäude an. Durch die Bäume bietet sich dort ein atemberaubender Blick über den See. Und nur wenige Gehminuten entfernt ist ein beliebter Fotospot, wo ihr den Beginn eurer Romanze bildlich festhalten könnt. Erreichbar ist dieser romantischste aller Orte in Luzern mit dem Bus der Linie 14. Du fährst zur Haltestele «Klinik St. Anna» und spazierst mit deinem Date sieben Minuten zum Schlössli.

Der kleine Pavillon ist die optimale Dating-Location – im Frühling und im Sommer sieht's natürlich noch hübscher aus als hier im Herbst. (Bild: ber)

Traute Zweisamkeit auf 18 Bahnen mit Elio Wildisen

Für ein unvergessliches Date schwimme ich am liebsten gegen den Strom. Ein klassisches Date beinhaltet ein Glas Wein, ein leckeres Abendessen, etwas stimmungsvolle Musik und einen zauberhaften Sonnenuntergang? Bei mir nicht. Mein perfektes Date führt auf die Minigolfsnlage Feims. Dort erwartet mich eine packende Partie über 18 Bahnen. Dazu gibt es hereingeschmuggeltes Dosenbier, eine Raketen-Glacé, Kindergeschrei und im besten Fall gutes Wetter – aus Erfahrung weiss ich, dass die Anlage aber auch bei Regen ihren Charme hat.

Minigolf ist voll das «Boomer»-Programm und öde, ich weiss. Doch gerade da liegt der Reiz. Ich kann ungestört mit meinem Date sprechen und wir haben alle Zeit der Welt. Gleichzeitig haben wir aber auch immer etwas zu tun. Es entsteht niemals peinliches Schweigen und wir brauchen uns auch nicht stundenlang in die Augen zu schauen – zumindest ich fände das auf Dauer ziemlich unentspannend. Der einzige Nachteil: Ich darf nicht zu kompetitiv werden, sonst drohe ich mein Date mit übermässigem Ehrgeiz zu vergraulen. Denn, sind wir ehrlich: Irgendwie ist es schon verdächtig, wenn jemand beim Minigolf unbedingt gewinnen will.

Ein willkommener Bonusfaktor: Die Partie Minigolf bietet mir die Gelegenheit, über einen Schweizer Kurzfilm zu sprechen, in dem besonders passionierte Minigolfspieler porträtiert werden. Der Einblick ist grossartig und wirklich allen – ob Minigolf-Fan oder nicht – zu empfehlen. Das Beste daran: Findet mein Date den Film doof, weiss ich bereits, dass aus uns sowieso nie etwas wird.

Viel Platz und alle Zeit der Welt: Zweisamkeit ist auf der Minigolfanlage Felmis garantiert. (Bild: Google / Tamino)

Michelle Kellers Date-Idee für Abenteuerlustige braucht Würfel

Zugegeben. Meine Date-Idee ist nicht wirklich an eine fixe «Location» gebunden. Vielmehr an ganz viele. Dieses Date kann ich Spontanen und Abenteuerlustigen empfehlen. Die Idee: Ihr reist zufällig irgendwohin und entdeckt diesen Ort gemeinsam. Für ÖV-Pendler beispielsweise mit «Gleiswürfeln».

So funktioniert das Ganze: Ihr organisiert euch ein Tages-GA, trefft euch am Bahnhof und würfelt ein Gleis. Diese Nummer zeigt das Gleis, das ihr nachher aufsuchen werdet. Danach würfelt ihr nochmals und steigt bei der gewürfelten Station aus (z.B Gleis 7, 10. Station). Während der Zugfahrt kann man sich gemütlich kennenlernen oder Spiele zusammenspielen. Einen Pluspunkt gibt’s, wenn du beispielsweise Knabberzeugs oder etwas zum Anstossen für die Fahrt mitbringst.

Am Ort angekommen, erkundet ihr gemeinsam den Ort. Vielleicht steigt ihr auf den Dorfhügel, lasst die Füsse in einem Fluss baumeln, geniesst einen Kaffee in einem schmucken Café – je nach dem, was der Ort so hergibt. Gibt’s nichts zu tun, könnt ihr auch die Würfel wieder auspacken. Gemeinsam die Schweiz zu entdecken macht Spass – und so findest du vielleicht sogar einen neuen Lieblingsort, den du sonst nie entdeckt hättest!

Romantischer Ausblick auf die Bergwelt mit Chris Bucher

Ich bin grundsätzlich so romantisch wie ein Quadratmeter Asphalt, trotzdem kann ich hier was beitragen. Mein Tipp: Der Gütschwald generell und der Wanderweg oberhalb der Steinhof-Schrebergärten im Speziellen.

Faule Säcke können mit dem 11er-Bus bis zur Endstation fahren, alle anderen laufen erstmal 'ne Weile den Hang zum Wald hoch.

Hier kann man sich entweder gemütlich im Wald vertun (es gibt auch einen Grillplatz) oder aber man läuft am Waldrand entlang und setzt sich auf eine der Parkbänke. Und warum?

Die Aussicht ist hier sehr idyllisch. Fernab vom Verkehrslärm hat man von hier aus einen herrlichen Ausblick auf die Allmend und die Bergwelt dahinter. Kombiniert man das nun mit einem Sonnenuntergang, ist die Romantik nicht mehr zu bremsen. Es sei denn, es tapst einem noch eines der zahlreichen Rehe vor die Füsse. Dann hat das Date schon fast Heiratsantragspotenzial.

Auf den Pilatus mit Isabelle Dahinden

Die besten Dates sind die, in denen man die Zeit und das Geschehen um sich komplett vergisst. Und mit seinem Gegenüber so lange Wein trinkt, philosophiert und spricht, bis der Mond über einem steht. Und er sich Stunden später wieder senkt und das Morgengrauen einsetzt. Und dafür braucht's eigentlich nicht viel – ausser eine grosse Wiese – wie etwa beim Lido oder beim Richard-Wagner-Museum.

Idealerweise bringst du Decke, Prösi und ein Aperoplättli mit – und irgendwas, was die Mücken abschreckt. Dann steht ein paar unvergesslichen Stunden so weit nichts mehr im Wege.

Wissenshungrige, Nerds und Intellektuelle können auch unter die witterungsfeste Kuppel im Planetarium und Sportliche auf den Luzerner Hausberg wandern. Zugegeben, als erstes Date würd ich die Location nicht empfehlen. Musst du erst noch abchecken, ob du und dein Gegenüber kompatibel sind, so wähle den Ort so, dass du innert Minuten fliehen kannst.

Ja, der Pilatus hat einfach immer etwas Mystisches an sich. (Bild: Emanuel Ammon/Aura)

Am Flohmi stöbern mit Kathrin Egolf

Ein erstes Date kann toll, unglaublich langweilig oder absolut katastrophal gehen. Alles ist offen. Deshalb fühle ich mich am wohlsten an einem Ort, an dem ich viele Optionen habe. Dafür sind Märkte perfekt. Und meine Lieblingsmärkte sind Flohmis.

Dort gibt es genügend Ablenkung, falls es mittelmässig läuft, aber nicht zu viel, falls es toll läuft. Zudem gibt ein Flohmi unglaublich viele Gesprächsthemen, denn er ist voller Geschichten. Man kann Minuten oder Stunden verbringen, mit einer Glacé in der Hand oder das Essen einfach anhängen. Wieso also nicht gemütlich über den Flohmi im Vogelgärtli spazieren, unter den Bäumen auf den Bänken einen Kaffee trinken und danach entscheiden, wohin es gehen soll. 

Verwendete Quellen

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