Anton Lander: «Klingberg habe ich lieber im eigenen Team»
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Einer von drei schwedischen Neuverpflichtungen von Zug vor der Mission Titelverteidigung: Mittelstürmer Anton Lander. (Bild: ain)

Er zog den EV Zug dem SC Bern vor Anton Lander: «Klingberg habe ich lieber im eigenen Team»

4 min Lesezeit 01.08.2021, 08:30 Uhr

Anton Lander ist so etwas wie die schwedische Antwort auf Zugs überragenden Meisterspieler Jan Kovar. Der 30-jährige Schwede war einer der besten Mittelstürmer auf dem Transfermarkt – und er landete beim EV Zug. Anton Lander redet über seine Wiedervereinigung mit Carl Klingberg und seine Ambitionen mit dem Meister.

Seit zehn Tagen weilt er bei seinem neuen Arbeitgeber in der Zentralschweiz, nachdem er die letzten vier Jahre in Russland bei Bars Kasan und Jaroslawl verbrachte. Anton Lander vergrössert die schwedische Fraktion im EV Zug auf vier Nasen nach den Engagements der beiden Verteidiger Niklas Hansson und Christian Djoos (zentralplus berichtete).

zentralplus: Anton Lander, als die Hockey-Schweiz zum ersten Mal davon erfuhr, dass Sie mit einer Fortsetzung Ihrer Karriere in der National League liebäugeln, wurden Sie mit dem international renommierten SC Bern in Verbindung gebracht. Unterschrieben haben Sie aber beim aktuellen Meister EV Zug. Warum?

Anton Lander: Ich habe mit ehemaligen Spielern, die in Zug spielten, geredet …

zentralplus: Mit welchen?

Lander: Das spielt keine Rolle. Auf alle Fälle hatten sie nur Gutes zu erzählen. Über die sportlichen Fortschritte der Mannschaft, der Organisation und deren Ambitionen. Für mich und meine Familie war es ein gutes Setup. Grundsätzlich zähle ich mich ohnehin zu den Menschen, die ihre Erfahrungen lieber selber machen statt sich auf die Meinungen anderer abzustellen.

zentralplus: Aus der aktuellen Meistermannschaft kannten Sie niemanden?

Lander: Doch, Carl Klingberg. Wir spielten 2010/11 bei meinem Stammklub Timra zusammen. Ich habe ihn lieber im gleichen statt im gegnerischen Team (schmunzelt).

zentralplus: Und Dan Tangnes, der Trainer der Zuger, war Ihnen bislang kein Begriff?

Lander: Wir redeten am Telefon miteinander und er stellte sich vor. Er sagte mir, was in Zug verlangt wird und was ich erwarten darf.

«Mir ist es wichtig, sowohl im Vorwärts- als auch im Rückwärtsgang hart zu arbeiten.»

zentralplus: Sie spielten in Schweden und Russland je über 200 Spiele in der National- und der Kontinental Hockey League. Mit Bars Kazan gewannen Sie 2018 die KHL. Stellt die Schweiz und der EV Zug für Sie nach diesen Karrierestationen noch eine echte Herausforderung dar?

Lander: Und wie! Die Schweiz hat sich dank ihrer Auftritte an Weltmeisterschaften den Ruf erworben, dass hier grossartiges Eishockey gespielt. Die Liga verfügt über grossartige Qualität mit vielen talentierten Spielern. Für mich ist das eine riesige Herausforderung, und darauf bin ich richtig gespannt.

zentralplus: Sie sollen auf eine WM-Teilnahme mit Schweden verzichtet haben, weil Sie sich körperlich richtig in Schuss bringen wollten.

Lander: Richtig. Ich habe mich vor den Playoffs mit Jaroslawl am Knie verletzt. Nichts Gravierendes, aber ich verpasste die erste Playoff-Runde. Nach unserem Ausscheiden wollte ich mich darauf konzentrieren, mich körperlich wieder in Form zu bringen. Und es war mir wichtig, Zeit mit meiner Familie in Schweden zu verbringen.

zentralplus: Kein schlechtes Gewissen wegen der schwedischen Nationalmannschaft, die erstmals seit 84 Jahren die Gruppenphase einer WM nicht überstand?

Lander: Es tat mir richtig leid für die Nationalmannschaft. Und es war hart, das mitansehen zu müssen.

zentralplus: Sie gelten mit Ihrer Spielweise als schwedische Antwort auf Zugs überragenden Meisterspieler Jan Kovar.

Lander: (lacht). Meine Spielweise zu beschreiben, überlasse ich lieber den Medienschaffenden und Zuschauern. Mir ist es wichtig, im Vorwärts- als auch im Rückwärtsgang hart zu arbeiten. Um das zu erreichen, was über allem steht: der Sieg mit der eigenen Mannschaft.

zentralplus: Gegen Jan Kovar haben Sie in Russland gespielt.

Lander: Oh ja, und Jan Kovar ist einer der absolut Besten, gegen den ich in Europa jemals antreten musste. Am Mittwoch haben wir erstmals zusammen trainiert, und ich habe mit ihm ein paar Worte gewechselt.

«In einem Jahr können meine Familie und ich selber sagen, wie es sich anfühlt, hier zu leben.»

zentralplus: Als Teamleader stehen sie beide vor der Herausforderung, den Meistertitel erfolgreich zu verteidigen.

Lander: Ich glaube, dass wir mit der Qualität in unserer Mannschaft eine grosse Chance haben, die letzte Saison zu wiederholen.

zentralplus: Sie haben sich nur für ein Jahr mit Option vom EV Zug verpflichten lassen. Warum?

Lander: Das kam mehr von meiner Seite, und da steckt auch nichts Spezielles dahinter. Mein älterer Sohn ist fünf Jahre alt, der jüngere noch nicht mal zwei. Der Ältere steht vor seiner Einschulung. In einem Jahr können meine Familie und ich selber sagen, wie es sich anfühlt, hier zu leben. Und dann sehen wir weiter.

zentralplus: Und was muss sportlich passieren, damit sie im nächsten Frühjahr sagen können, Sie seien mit sich zufrieden?

Lander: Dass der EV Zug siegt und ich dazu so oft wie möglich meinen Beitrag mit einem guten Spiel leiste.

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