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Andrea Gmür: «Ich war auf Sieg und Niederlage vorbereitet»
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Die strahlende Siegerin des Abends: Andrea Gmür, Ständeratskandidatin der CVP Luzern. (Bild: jal )

Luzerner CVP-Ständeratskandidatin im Interview Andrea Gmür: «Ich war auf Sieg und Niederlage vorbereitet»

3 min Lesezeit 1 Kommentar 30.01.2019, 00:48 Uhr

Nationalrätin Andrea Gmür soll’s also richten. Die 54-Jährige wurde von den Delegierten der CVP Luzern als Ständeratskandidatin nominiert. Noch unklar ist, ob sie auch als Nationalrätin wieder antritt.

Die Ausgangslage war spannend und das Rennen an Ende knapp: Die CVP hat am Dienstagabend Andrea Gmür zu ihrer Ständeratskandidatin gewählt. Die 54-Jährige setzte sich gegen Ludwig Peyer und Yvonne Hunkeler durch – und soll damit im Oktober 2019 den Sitz von Konrad Graber antreten (zentralplus berichtete). 

Gmür ist seit 2015 Nationalrätin und seit 2014 Präsidentin der CVP Stadt Luzern. Die ausgebildete Gymnasiallehrerin ist verheiratet und Mutter von vier Kindern. Mit ihrer Kandidatur fürs «Stöckli» könnte sie übrigens in die Fusstapfen ihres Vater Jakob Schönenberger treten, der zwischen 1979 bis 1991 für die CVP St. Gallen im Ständerat sass.

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zentralplus: Andrea Gmür, was bedeutet Ihnen dieser Erfolg?

Andrea Gmür: Es ist eine unglaubliche Freude und eine grosse Ehre. Mir wird damit eine Verantwortung übertragen, die ich sehr gerne wahrnehme. Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben für alle Luzernerinnen und Luzerner.

«Vielleicht brauchte ich eine Portion Glück.»

zentralplus: Was gab am Ende den Ausschlag?

Gmür: Ich weiss es nicht. Es standen wirklich drei sehr gute Kandidaten zur Auswahl. Vielleicht brauchte ich eine Portion Glück.

zentralplus: Der Vorsprung nach dem zweiten Wahlgang war knapp. Viele rechneten damit, dass die Stimmen von Ludwig Peyer auf dem Land bleiben und dementsprechend zu Yvonne Hunkeler wandern. Wie war Ihr Bauchgefühl?

Gmür: Der Glaube stirbt zuletzt. Ich war auf beides vorbereitet.

zentralplus: Sie wirken gelassen.

Gmür: Meinen schlimmsten Tag erlebte ich bei den Nationalratswahlen 2015. Wir mussten stundenlang auf das Resultat aus der Stadt warten. Da habe ich nicht mehr daran geglaubt. Am Schluss gaben 138 Stimmen den Ausschlag. Und heute liess ich die Entscheidung einfach auf mich zu kommen.

Siegerin Andrea Gmür wird gefeiert.

Siegerin Andrea Gmür wird gefeiert.

(Bild: jal)

zentralplus: Warum wollen Sie in den Ständerat wechseln?

Gmür: Im Ständerat kann man sich noch stärker für den Kanton Luzern einsetzen. Ich nehme für mich in Anspruch, dass ich Kompromisse schmieden kann. Deshalb glaube ich, im Ständerat gut aufgehoben zu sein.

zentralplus: Wo liegen Ihre politischen Schwerpunkte?

Gmür: Bildung erachte ich als sehr wichtiges Thema. Ganz relevant scheint mir aber der generelle Einsatz für den Kanton Luzern. Das beste Beispiel ist der Durchgangsbahnhof. Dieser muss in den nächsten Ausbauschritt kommen, damit wir Planungssicherheit erhalten. Es ist absolut zentral, dass Luzern nicht abgehängt wird.

«Persönlich glaube ich, dass ich auf beiden Listen kandidieren sollte.»

zentralplus: Angenommen es bleibt im Ständerat beim FDP-, CVP-Duo. Würde die Kombination mit Damian Müller (FDP) passen?

Gmür: Er ist jung, ich bin im mittleren Alter. Er ist ein Mann, ich bin eine Frau. Ich komme aus der Stadt, er vom Land. Ich glaube, dass wir sehr gut zusammenarbeiten könnten.

zentralplus: Wollen Sie im Herbst 2019 auch noch für den Nationalrat kandidieren?

Gmür: Der Entscheid wird Ende Mai gefällt. Persönlich glaube ich, dass ich auf beiden Listen kandidieren sollte. So könnte möglicherweise jemand im Nationalrat nachrutschen, was natürlich die Motivation steigert.

zentralplus: Sie sind auch Zugpferd für den kantonalen Wahlkampf jetzt im März. Welche Rolle wollen Sie spielen?

Gmür: Als städtische Parteipräsidentin will ich unsere Kandidatinnen und Kandidaten so gut es geht unterstützen. Ich bin voll motiviert, für die CVP ein gutes Resultat erzielen zu können.

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1 Kommentare
  1. Roland Grüter, 30.01.2019, 17:29 Uhr

    A. Gmür soll also für die CVP unseren Kanton vertreten. Vergessen ist ihre negative Einstellung gegenüber der Bibliothek. Eigenartig.