An diesen 13 Orten hätte die Pilatusarena ebenfalls stehen können
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Das Areal Mattenhof II liess alle Mitbewerber hinter sich. (Bild: bic)

Warum Luzern Süd das Rennen machte An diesen 13 Orten hätte die Pilatusarena ebenfalls stehen können

3 min Lesezeit 24 Kommentare 11.11.2020, 05:00 Uhr

Kriens stimmt am 29. November über die Pilatusarena ab. Derzeit wird ein emotionaler und harter Abstimmungskampf geführt. Dass das Projekt im Mattenhof realisiert wird, war aber nicht von Anfang an klar. Wir zeigen, weshalb Luzern Süd trotz grosser Konkurrenz in der Agglo letztlich den Zuschlag bekam.

Sollen in Luzern Süd eine Multifunktionshalle für 4’000 Zuschauer und ein 110 Meter hoher Wohnturm entstehen? Darüber wird in Kriens derzeit mitunter emotional diskutiert.

Während einige Feuer und Flamme für das Projekt sind, lehnen es andere entschieden ab. Für einige Gegner ist aber nicht das Projekt an sich das Problem, sondern dessen Ausmasse beziehungsweise der ausgewählte Standort auf dem Areal Mattenhof II.

Als Projekt für die ganze Region gedacht

Dass die Arena in Luzern Süd gebaut wird, war indes nicht von Anfang an klar. Da sie als Projekt für die ganze Region und Agglomeration Luzern konzipiert wurde, hatten auch Ebikon, Emmen und Horw Vorschläge für einen Standort auf ihrem Gemeindegebiet eingereicht (siehe Karte).

Auch in Kriens wurden ausser dem Areal Mattenhof II drei weitere Orte geprüft. Die Stadt Luzern sah kurz- bis mittelfristig keinen verfügbaren Standort. Ein Areal auf der Allmend wurde als Referenz aber in die Prüfung miteinbezogen.

Insgesamt 14 Standorte in der Agglo

Die Prüfung der Standorte fand 2015 im Auftrag des regionalen Entwicklungsträgers LuzernPlus statt. Insgesamt 15 mögliche Bauplätze wurden evaluiert. Neben den vier möglichen Arealen in Kriens befinden sich zwei in Ebikon, fünf in Emmen und drei in Horw. Das Verdikt im Bericht war trotz der breiten Auswahl eindeutig: Das Gebiet Mattenhof II übertraf bezüglich Eignung die anderen Standorte in verschiedener Hinsicht deutlich.

Die zentralen Punkte für den Standortentscheid waren die mittelfristige Verfügbarkeit des Geländes, die Nutzung von Synergien (z. B. mit dem Schulsport) sowie die Erreichbarkeit mit dem ÖV. «Eine S-Bahn-Haltestelle muss in Fussgängerdistanz (Umkreis von 500 m) erreichbar sein und mindestens einen Halbstundentakt aufweisen. Oder der Hauptbahnhof muss mit direkter Busverbindung innerhalb von 10 Minuten erreichbar sein», heisst es dazu im Bericht.

Dieses Bewertungskriterium wurde vom Bund so festgelegt und wird bei Projekten wie der Pilatusarena schweizweit angewandt. Ausserdem ist eine S-Bahn-Station höher zu gewichten als eine Bushaltestelle. Dies aus dem einfachen Grund, dass die Bahn eine höhere Kapazität und einen besseren Komfort aufweist. Zudem verkehrt die S-Bahn auf einem eigenen Trassee, was gegenüber dem ÖV auf der Strasse ein markanter Vorteil bezüglich Stausituationen darstellt.

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Grosser Flächenbedarf wegen Wohnungen

Ebenfalls von grosser Bedeutung ist die Führung und Abwicklung des motorisierten Individualverkehrs (MIV), also der Besucherinnen, die mit dem Auto anreisen. Diese sollen nicht durch bewohntes Gebiet fahren müssen.

Das Areal muss, um auch eine Mantelnutzung mit einer bestimmten Anzahl Wohnungen zu ermöglichen, eine Fläche von mindestens 1,3 bis 1,6 Hektaren aufweisen. Wenn nicht in die Höhe gebaut werden kann, muss die Fläche also entsprechend grösser sein. Bei den geprüften Standorten in Emmen sind hohe Häuser nicht möglich, da sie sich in der Anflugschneise des Flugplatzes befinden würden.

Klicke auf die Karte und erfahre, wo sich die verschiedenen Standorte befinden und weshalb sie nicht ausgewählt wurden. Smartphone-User drücken nach dem Anwählen der Standorte auf den weissen Balken am unteren Bildschirmrand.

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24 Kommentare
  1. Emma Medici, 11.11.2020, 19:59 Uhr

    Da die Initianten es nicht schaffen, korrekte Bilder zu zeigen:

    https://youtu.be/Q9H92jrf434
    https://pilatusarena-nein.site/nein/

    Es wäre toll, wenn Zentralplus diese Bilder anstatt die PR Bilder zeigen würde.

    1. Christoph Buerkli, 14.11.2020, 13:35 Uhr

      Unbedingt reinschauen, das ist sehr eindrücklich! Vielen Dank, Frau Medici!

    2. Peter Lehmann, 18.11.2020, 15:02 Uhr

      Wenn wir schon dabei sind, Frau Medici, wäre es eventuell ratsam, das gesamte Projekt und somit eine „richtige“ Visualisierung inkl. korrekter Farbgebung/Schattierungen im Video zu zeigen, wenn man schon anderen Leuten diese Fähigkeit oder den Willen abspricht. Ansonsten hat es ein „Gschmäckle“ und deutet darauf hin, dass das Referendum lediglich ein „Anti-Hochhaus-Referendum“. Sieht das „Ensemble“ am Ende gar nicht so drastisch aus?
      Sorry, da hätte man mehr investieren können oder müssen, wenn man schon so gross auffährt…
      Ach ja, m.M. kann dieses Gebiet eigentlich gar nicht noch mehr verschandelt werden.
      Trotzdem sind mir die Initianten um die Eberli AG nicht sympathisch. Die haben schon beim Fussballstadion und den Hochhäusern so ziemlich alles verkehrt gemacht, was man in der Planung eines fanfreundlichen Stadions falsch machen kann. Inklusive höchst undurchsichtiger Strukturen der Betreibergesellschaft und der Abstossung der Aktien vor 1-2 Jahren.

  2. Peter Gmür, 11.11.2020, 18:43 Uhr

    Ich bin begeistert von diesem Gebäude. Dieses höhere Haus passt hervorragend nach Luzern Süd. Es können auch 120 oder 130 Meter sein. Je höher desto besser. Luzern kann mit diesem Gebäude nur gewinnen. Ich hoffe auf weitere höhere Häuser in der Nachbarschaft. Die Gegend wird durch dieses hohe Gebäude und die Event- und Sporthalle extrem aufgewertet. Die Wohnungen sind jetzt schon sehr begehrt. In diesem Gebiet ist der Bau in die Höhe das einzig richtige. Dieses Gebäude passt sich sehr gut der Umgebung an. Verkehrstechnisch liegt die Halle hervorragend; es gibt nichts besseres in der Grossregion Luzern; eine S-Bahnstation, Busterminal, Autobahn und über 1500 Fahrradparkplätze. Wunderschöne Naherholungsgebiete sind in Fussdistanz erreichbar. Die Lebensqualität wird durch den Bau dieses wunderschönen Hochhauses verbessert. Es kommt Leben nach Luzern Süd. Ich hoffe, die Bevölkerung wird dieses Projekt annehmen.

    1. Michelle Schmidig, 12.11.2020, 09:39 Uhr

      Ob sich das Gebäude sehr gut der Umgebung anpasst könnten wir alle besser entscheiden, wenn es zugängliche Visualisationen davon gäbe…

  3. Michelle Schmidig, 11.11.2020, 14:47 Uhr

    Ein weiterer wichtiger Punkt bei dieser Auswahl sollte auch der Baugrund sein: Es ist bekannt, dass dieses Gebiet Kuonimatt/Horw einen sehr schlechten Baugrund hat, der wasserhaltig ist.
    Das wurde gut erlebbar, als die Unterführung Ringstrasse, die zwischen den Grundstücken Mattenhof1 und 2 liegt, gebaut wurde.
    Ich würde gerne wissen, wie diese Tatsache in die Bebauungspläne mit einbezogen wurden?
    Denn dieser Punkt macht mir zusätzlich Sorgen.

  4. Christoph Buerkli, 11.11.2020, 14:29 Uhr

    Danke zentralplus für die aufschlussreiche und informative Aufbereitung.

    Nichtsdestotrotz: Wir stimmen am 29.11. nicht über den Standort ab, sondern über das Paket „Pilatus-Arena mit zwei Wohntürmen, 53m und 113m hoch“. Man müsste deshalb nicht nach dem Standort, sondern nach der StandortATTRAKTIVITÄT fragen – und zwar nicht für einzelne Privilegierte in den oberen Hälften der beiden Hochhäuser, sondern für möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier Luzern Süd. Der Raum zwischen den Gebäuden ist für die Qualität und Gestaltung des Lebensalltags für die in den letzten Jahren zigtausend geschaffenen Wohn- und Arbeitsplätze entscheidend – hoffentlich grün und nicht zubetoniert. Ein schöner, luftiger und grüner Park – statt ein 113m Hochhaus mit einer vorwiegend leeren Halle – ein Zwischenraum mit Spiel- und Grillplätzen, der Begegnungen und Bewegung für die Quartierbewohnerinnen und –bewohner ermöglicht, wäre eine grosse Chance für Kriens und dazu kostengünstig. Davon profitieren würden längerfristig auch die Investoren, denn ein attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld in Luzern Süd mit mehr Grün statt Beton wäre Garant für eine nachhaltig hohe Standortqualität. Damit könnte man in Kriens den heute bereits sehr hohen Leerwohnungsbestand nachhaltig zu reduzieren. Mit der „Pilatus-Arena mit den beiden 113m resp. 53m Hochhäusern“ mit 410 Wohnungen erreicht man das Gegenteil.

  5. Karlo Mörre, 11.11.2020, 12:19 Uhr

    Emmen wäre bei weitem die beste Option gewesen, allein schon weil Emmen über eine Urbanität verfügt von der die „Stadt“ Kriens nur träumen kann. Aber leider macht dort der Flugplatz immer einen Strich durch die Rechnung was hohe Bauten angeht.

  6. Ernst Zimmermann, 11.11.2020, 11:39 Uhr

    Der Standort wurde, wie man in der Grafik ersehen kann, vom Fachgremium sorgfältig ausgewählt, und einen besseren Standort gibt es für die Pilatus Arena gar nicht. Alle vom Bund geforderten Kriterien wurden hier erfüllt, und der Investor baut noch die vom Einwohnerrat Kriens geforderten 1500 Veloplätze. Darum gibt es für mich am 29.11.2020 nur ein überzeugtes JA

  7. Stalder Fredi, 11.11.2020, 11:23 Uhr

    Der Standort direkt beim Bahnhof Mattenhof ist ideal. Er ist bestens erschlossen durch Bahn, Bus und dem neuen Veloweg Freigleis. Die Pilatus Arena setzt auf den öffentlichen Verkehr und realisiert über 1500 Veloparkplätze. Die Pilatus Arena setzt mit ihren urbanen Wohntürmen einen einmaligen städtebaulichen Akzent. Sie belebt das urbane Quartier am Mattenhof. Der Standort wurde gemeinsam evaluiert von den K5 Gemeinden Ebikon, Emmen, Horw, Kriens und Luzern unter der Führung von LuzernPlus.

    1. Joseph de Mol, 11.11.2020, 12:33 Uhr

      Einen einmaligen städtebaulichen Akzent? Das soll wohl ein verfrühter Aprilscherz sein! Städtebaulich avanciert dieses „wasteland“ mit oder ohne der Pilatus-Arena zur Anti-Schablone für Stadtplanung und Architektur, richtet sich explizit bösartig gegen die guten Sitten und menschliche Vernunftsbegabung; von ästhetischer Wahrnehmung und bedürfnisorientierter Praktikabilität ganz zu Schweigen. Wahrlich eine exklusiv-bizarre Lobotomie-Stadtplanung. Ein schwarzes Loch! Fratzenhaft schauerlich im Erscheinungsbild und unwiderruflich Stresshormone erzeugend! Moment, das Wort „Planung“ darf hier eigentlich gar keinen Widerhall finden, sie ist inexistent. Wenn überhaupt, so sollte von Finanzplanung die Rede sein. Die kapitalen städtebaulichen und architektonischen Fehler der 60er und 70er Jahre sollen, so scheints mir, zur neuerliche Blüte getrieben werden sodass sie eine Renaissance erfahren.

  8. Dunning-Kruger, 11.11.2020, 11:18 Uhr

    Trotz weichspülenden, verzerrenden und süssholzraspelnden PR-Kampagnen und in Zuckerwatte und Dur-Sonaten eingehüllte charmy Hochglanzprospekt-Rahmenerzählungen von verschiedenen Seiten und Akteuren, muss man doch man doch letztlich ganz glasklar festhalten: Es geht um ein gutes Geschäft. Nur. Einseitig.

  9. Michèle Albrecht, Einwohnerrätin CVP Kriens, 11.11.2020, 11:16 Uhr

    Die Stadt Kriens darf stolz sein, den Zuschlag für die Pilatus-Arena unter 13 Mitbewerbern erhalten zu haben. Die multifunktionale Halle, das verdichtete Hochhaus und der attraktive Standort bescheren Kriens nationale Ausstrahlung und regionalen Mehrwert – JA für den Sport und die Stadt Kriens!

    1. Emma Medici, 20.11.2020, 06:32 Uhr

      Das Verkehrskonzept (so man es überhaupt so nennen kann) sieht keine Parkplätze, stattdessen soll mit dem ÖV an- und abgereist werden denn das Areal sei “Für die Anreise per ÖV und Langsamverkehr (…) perfekt erschlossen”.

      Wurde das mal realistisch betrachtet? Eine Abendveranstaltung dauert in der Regel so um die zwei Stunden und endet zwischen 22:00 und 23:00 Uhr. Wie weit kommt man um diese Zeit noch im dem ÖV nach Hause? Die Website https://app.traveltime.com/ lässt uns das nämlich herausfinden. In anderthalb Stunden kommt man um diese Zeit nicht mal mehr in die Grossstädte Bern oder Basel. Nach Zürich reicht es gerade, allerdings nur in die engere Umgebung der Stadt. Zwei Stunden reicht schon weiter, allerdings nimmt nach Mitternacht die Frequenz des ÖV rapide ab, so dass die Fahrzeiten dann noch länger werden. Mit dem Velo reicht das Einzugsgebiet gerade noch bis zum Hallwilersee – zeigen Sie mir jemanden, der Nachts noch zwei Stunden mit dem Velo nach Hause fährt. Ich bin selber ein reger Konzertbesucher und habe das lange auch mit dem ÖV gemacht. Nach Konzerten in Bern oder Basel musste ich oft rennen um letzten Zug zu erreichen und dann vom Bahnhof Luzern mangels Busse (oder langsamer Taktung schneller zu Fuss) nach Hause laufen.

      Die Initianden behaupten, eine Halle von “nationaler Bedeutung” zu bauen. Um das zu erreichen, werden Besucher mit dem Auto anreisen müssen. Und ohne Parkplätze wird es zum Verkehrschaos in den Krienser Quartieren kommen. Oder glauben sie ernsthaft, dass nationale Besucher insgesamt drei bis vier Stunden Reisezeit auf sich nehmen wenn es mit dem Auto in der Hälfte der Zeit geht? Da nützen auch Kombitickets und Shuttleservices zum Pilatuscenter nichts, weil damit auch wieder Zeit verloren geht. Das Resultat ist wildes Parkieren – so wie man es heute schon bei Veranstaltungen auf der Allmend sieht. Wenn dann noch gleichzeitig Fussballspiele stattfinden wird das Chaos perfekt.

      Beim Hallenstadion Zürich gibt es 2’000 Parkplätze – und selbst mit dieser Kapazität warnen die Betreiber vor erhöhtem Verkehrsaufkommen in der Umgebung, Staus und längeren Wartezeiten. Was glauben sie, wo werden diese Autos mit laufenden Motor stehen bis sie auf der Autobahn sind?

      Dieses Beispiel zeigt mal wieder die Schönwetterplanung der Initianten und mit welchen Halbwahrheiten argumentiert wird.
      Zeigt uns die ganze Grösse des Hochhauses. Zeigt uns ein realistisches Verkehrskonzept.

  10. Beni Stocker, 11.11.2020, 11:00 Uhr

    Es gibt keinen besseren Standort für ein verdichtetes Projekt, das hat ja die jahrelange Evaluation deutlich aufgezeigt. Wo, wenn nicht hier direkt am Bahnhof? Wollen die Gegner die Verdichtung draussen auf dem Land? In den Naherholungszonen? Hier am Mattenhof wird auf engstem Raum ein gutes Projekt entstehen, welches für den Indoorsport von grösster Wichtigkeit ist. Das ist der richtige Ort mit ÖV und 1500 Veloplätzen. Darum gibts für mich ein klares JA.

  11. Krienser, 11.11.2020, 10:11 Uhr

    Die Pilatusarena ist überrissen und unnötig. Der 110-Meter-Wohnturm überragt sogar die Horwer Halbinsel! Nur: Auf den Plakaten der Promotoren sieht man nie die ganze Höhe des Turms, er ist immer elegant abgeschnitten. Den StimmbürgerInnen wird damit Sand in die Augen gestreut. NEIN zur Pilatusarena Kriens – das 110-Meter-Hochhaus mit 360 weiteren Wohnungen ist überdimensioniert und dient nur der privaten Rendite der Investoren.

    1. Enrico Ercolani, 11.11.2020, 12:32 Uhr

      Bitte ein wenig Mut beweisen und mit richtigem Namen ihre Meinung vertreten!

    2. Hugo Ball, 11.11.2020, 13:33 Uhr

      Herr Ercolani, es gibt gute und nachvollziehbare Gründe, warum Abstimmungen und Wahlen im Geheimen stattfinden. Auch in Kommentarspalten gilt kein Öffentlichkeitsprinzip. Mut beweisen könnte in diesen schwierigen Zeiten gerade auch mal die FDP, wenn es z.B. darum geht, die have’s und die super-have’s mittels USR lll noch weiter steuerlich zu entbinden, während der Mittelstand weiter ausblutet und die Zeche für diese gesellschaftszersetzende Politik bezahlen muss. Die FDP war mal eine Volkspartei, ideell breit abgestützt und dem liberalen Gedankengut aber auch den gesellschaftlichen Notwendigkeiten und Verantwortlichkeiten verpflichtet. Tempi passati. Heute ist das Betätigungsfeld der FDP ausschliesslich: Klinkenputzen, Lobbyieren und Hofieren bei den grossen multinationalen Konzernen und den superreichen Übermenschen. Das geschieht im Regelfall ebenfalls anonym, verdeckt und klandestin. Denunziantentum braucht es also gerade hier, wo eine freie und angstfreie Meinungsäusserung angestrebt wird, erst recht nicht.

    3. Michelle Schmidig, 11.11.2020, 14:26 Uhr

      Sehr geehrter Herr Ercolani
      Dann könnte Sie vielleicht auch die Initianten bitten, mit richtigen Bildern und richtigen Animationen der Bevölkerung von Kriens das Bauvorhaben visuell ehrlich aufzuzeigen? Ich bin überzeugt, dass es solche Informationen gibt, diese aber bisher aus unerklärlichen Gründen der Allgemeinheit vorenthalten werden.

      Freundliche Grüsse, Michelle Schmidig

    4. Christoph Buerkli, 11.11.2020, 15:43 Uhr

      Sehr geehrter Herr Ercolani

      Warum haben die Initianten nicht den Mut, die beiden 113m und 53m Hochhäuser in ihrer Kommunikation zur Pilatus-Arena zu erwähnen? Warum gibt es in der Abstimmungsbotschaft auf den Seiten 10 und 11 nur eine abgeschnittene und eine perspektivisch verzogene Visualisierung des 113m Hochhauses? Sind die Initianten etwa selbst darüber erschrocken, dass der 113m Wohnturm der Pilatus-Arena nur 6 Höhenmeter tiefer liegen würde als unser schönes Krienser-Schlössli und 27 Höhenmeter unter dem Schulhaus Gabeldingen auf dem Sonnenberg?

      Wir Krienserinnen und Krienser haben ein Recht darauf, dass uns das Gesamtprojekt „Pilatus-Arena mit den beiden 113m/53m Hochhäusern“ vor der Abstimmung realitätsgetreu und aus verschiedenen Perspektiven in Kriens gezeigt wird. Wie sieht die Halle mit den beiden Wohntürmen konkret aus von verschiedenen Standorten in Kriens (Talboden, Dorfplatz, Sonnenberg, Dattenberg, Zentrum, Horw usw..)?

      Das scheint mir sehr suspekt. Mehr Grün statt Beton – deshalb stimme ich am 29.11. NEIN ZUR PILATUS-ARENA mit den beiden Wohntürmen von 113m und 53m.

  12. Bruno Amrhein, 11.11.2020, 10:09 Uhr

    Das Hochhaus wird übrigens doppelt so hoch als das abgebildete Plakat suggeriert. Es werden nur 18 Stockwerke gezeigt, geplant sind aber 110m mit 36 Stockwerken. Wieso wird nicht die tatsächliche Höhe visualisiert?

  13. Bruno Amrhein, 11.11.2020, 09:53 Uhr

    Ende November wird in Kriens ja nicht darüber abgestimmt, ob der Mattenhof der beste Standort sei oder nicht. Es wird darüber abgestimmt, ob der Zonenplan für dieses Areal so geändert werden soll, dass ein Hochhaus mit 110m, eines mit 50m und eine Eventhalle für 4000 Zuschauer gebaut werden kann. Das relativ kleine Areal würde mit dem vorliegenden Projekt jedoch völlig überfordert: überdimensioniert und zu extrem verdichtet.
    Eine kleinere Halle für die Bedürfnisse des lokalen und regionalen Hallensportes und Hochhäuser von max. 50m wie im übrigen Gebiet von Luzern Süd wären o.k.
    Ein NEIN ist deshalb ein Chance für ein bescheideneres Projekt.
    Alles oder nichts ist keine Lösung, aber weniger ist mehr.

  14. Joseph de Mol, 11.11.2020, 09:31 Uhr

    Pulsierender Hotspot für Kriens? Echt jetzt? Da hat sich die PR- und Werbeindustrie aber wieder gewaltig einen grossen Wurf aus den kalten, knochigen Fingern gesogen! Der ganze Grossraum Schweig- und Mattenhof ist bereits ein einziger unwirtlicher, menschenunwürdiger und widerlich unattraktiver und dystopischer Nicht-Ort. Eine Betonwüste in der niemand freiwillig mehr Zeit als nötig verbringt. Kommt jetzt noch der 110m Koloss aus Stahl und Stein und dafür notwendige Infrastruktur hinzu, wird das Gebiet endgültig zur lebensunwerten Kampfzone ausgeweitet. Turmbau zu Babel ist in Kriens angekommen!

  15. BBuser, 11.11.2020, 07:22 Uhr

    Ich finde die Fragestellung eigenartig. Die Frage lautet doch vielmehr : ist der Standort für Pilatus Arena MIT 110m HOCHHAUS der richtige ? Prima nachzulesen unter http://www.referendum-Kriens.ch

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