An der Seepromenade in Luzern türmten sich am Wochenende die Abfallberge
  • Regionales Leben
Das Ufer des Vierwaldstättersees lockte am Wochenende viel Volk an, die entsprechende Mengen an Abfall produzierten. (Bild: Leserreporter)

Unschöne Spuren nach Traumwetter An der Seepromenade in Luzern türmten sich am Wochenende die Abfallberge

2 min Lesezeit 24 Kommentare 22.02.2021, 14:00 Uhr

Das schöne Wetter lockte am Wochenende Tausende nach draussen. In der Stadt Luzern äusserte sich das nicht nur in Menschenansammlungen, sondern auch beim Abfall, den sie hinterliessen.

«So etwas habe ich in meinen fünf Jahren im Dienst noch nie gesehen», sagt Florian Aschbacher. Der Leiter Betrieb und Strassenunterhalt beim Strasseninspektorat der Stadt Luzern traf am Montagmorgen um 4.30 Uhr bereits zum dritten aufeinanderfolgenden Tag mit seinen Teams auf riesige Müllberge. Dabei wurden Take-away-Verpackungen, Bierflaschen und Alltagsmüll nicht nur achtlos weggeworfen – auch wer seinen Müll pflichtbewusst entsorgen wollte, konnte dies nicht. Die Abfallkübel waren komplett überfüllt. Hotspots waren der Schweizerhof-Quai und das Gebiet rund um den Bahnhof – betroffen waren aber auch viele andere Gebiete in Seenähe.

Mit dem Müll konnten nicht einmal die «Solar-Presshaie» mithalten: «Die modernen Abfalleimer können bis zu sieben Mal mehr Müll schlucken – aber diese Menge konnten auch sie nicht bewältigen», so Aschbacher. Die Solar-Presshaie mit eingebauter Müllpresse wurden in den letzten Jahren an verschiedenen Hotspots installiert, um der zunehmenden Abfallmenge Herr zu werden (zentralplus berichtete).

Dank Extra-Effort ist vom Party-Wochenende nichts mehr zu sehen

Während sich die Situation am Schweizerhof-Quai und rund um den Bahnhof am übelsten gezeigt habe, waren auch Bereiche bei der Ufschötti, im Würzenbach-Quartier oder beim Wagner-Museum über das ganze Wochenende hin am Morgen jeweils von Müll übersät. Mit Abfallmengen, die sonst nur an sehr schönen Sommerwochenenden zusammenkommen.

Das abfallreiche Wochenende dürfte mehrere Gründe haben: Zum schönen Wetter hinzu kamen wohl das nahende Ferienende, einsetzende Corona-Müdigkeit und die geschlossenen Restaurants, worauf die vielen Verpackungen von Take-aways schliessen lassen. Gerade Jugendliche, die derzeit wenige Ausgangsmöglichkeiten haben, nutzten die Situation, um sich draussen zu treffen.

Doch spätestens um acht Uhr waren auch an diesem Montagmorgen die Strassen Luzerns wieder sauber herausgeputzt. Das hat auch mit umsichtiger Planung zu tun. «Coronabedingt sind wir zurzeit mit etwas weniger Personal unterwegs. Glücklicherweise haben wir auf dieses Wochenende hin in der Stadt, am See und in Aussenquartieren zusätzliche Leute aufgeboten», sagt Aschbacher. Der Müllberg kam zwar mit Ansage – in seinem Ausmass hat er aber selbst den Profi, der einiges gewohnt ist, beeindruckt.

Rund um den Bahnhof und sammelte sich am Wochenende viel Abfall.

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24 Kommentare
  1. Rolf Albisser, 23.02.2021, 19:05 Uhr

    Dafür laesst die Stadt Luzern mit Steuergeldern seit Wochen Securitas im Dreilindenpark patroullieren und niemand weiss wieso. Vermutlich um die Hundehalter dafür aufmerksam zu machen, dass Hunde an die Leine gehoeren. Auch ja, die armen Jungen sind ja so frustriert. Man Muss ihnen doch doch etwas Littering goennen. So und nun genug Sarkasmus, weann gedenkt man daran, Bussen zu verteilen die richtig weh tun. Bei den Parkbussen geht das doch auch.

  2. Müller, 23.02.2021, 09:14 Uhr

    Falsch verstanden für die Abfall Entsorgung Zahlen wir mit unseren Steuergeldern ZH ist ein Vorbild man nimmt solche die z,b Arbeitslos sind ,Randständige, anstelle das diese Betteln gehen , gibt man ihnen die Gelegenheit ein Taschengeld zu Verdienen ,den obwohl immer mehr Müll anfällt Arbeitet ja die Stadt Reinigung nie am Wochenende und schon komischerweise nicht im Sommer ,,deshalb wurde das Problem in ZH so Gelöst, Knackpunkt die Leute Obdachlose Arbeitslose , sind Dankbar haben sie doch ein Taschengeld,,, und ein feines Zmittag bekommen es ist nicht meine Sache wenn jemand glaubt den Müll heim zu nehmen den dann braucht es keine Abfallkübel,

    1. CScherrer, 23.02.2021, 11:20 Uhr

      Ja ja die Grundhaltung des verwöhnten Schweizer’s. Der Pöbel soll ihm gefälligst den Dreck wegräumen. Nein, das soll jeder selber machen.

  3. Sepp Ludin, 23.02.2021, 07:02 Uhr

    Warum schreibt man für Take Away`s nicht einfach ein Depot für das Gebinde vor? Ich würde meinen, Grundgebühr Fr. 5.00 und dann pro Teller oder Becher Fr. 2.00 zusätzlich. Dann wäre bald Schluss mit diesen überfüllten Abfallkörben.

    1. CScherrer, 23.02.2021, 11:22 Uhr

      Bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass Take Away’s genau eine solche Gebühr schon an den Staat leisten. Und deshalb müssen diese kein Depot verlangen.

  4. stofe, 22.02.2021, 19:23 Uhr

    ich würde in der mitte des schlitzes noch einen steg einschweissen. dann hat es nur noch die hälfte müll drin.
    aussen könnte man ein lamentiertes schild draufnageln:
    wenn dich der müll stört, dann schau nicht hin….
    hat mir vor 15 jahren eine wanderleiterin in griechenland auf dem peloponnes erklärt. funktioniert irgendwie, braucht einfach zeit

  5. Andreas Peter, 22.02.2021, 16:51 Uhr

    Erstaunlich, wie wegen so einer Petitesse die Gemüter hochgehen.
    Stopft noch mehr Leute in dieses Land, dann wird es bestimmt besser.
    Aber nach linker Dogmatik besteht da natürlich keinen Zusammenhang.

    1. Linus Grob, 22.02.2021, 16:56 Uhr

      Jetzt sind die Linken also auch noch daran schuld, dass die Leute zuviel Take-away-Müll produzieren (siehe Bild). Paranoia kann man übrigens ganz gut behandeln, Herr Peter.

    2. Andreas Peter, 22.02.2021, 18:22 Uhr

      @Grob: Die SVP ist jedenfalls nicht für Masseneinwanderung. Schon vergessen?
      Sind sie kürzlich mal an einem sonigen Sonntag am Quai National spazieren gegangen?
      Ich würde mal sagen, gut 50% der Leute dort sprechen nicht eine unserer Landessprachen.
      Ich will noch nicht einmal sagen, dass die Einwanderer mehr Müll machen als Schweizer, aber es sind einfach sehr viele Menschen.
      Ist logisch, oder?

    3. Linus Grob, 22.02.2021, 19:46 Uhr

      @Andreas Peter: Auch die SVP war im Parlament nicht für griffige Massnahmen, nachdem ihre Initiative überraschend angenommen wurde.
      Ja, es gibt immer noch den einen oder anderen Touristen in der Stadt. Die mögen Sie doch sonst auch, immerhin bringen sie Geld. Und wo viele Menschen sind, benötigt man halt mehr Abfallbehälter, vielleicht auch mal temporär. Wo ist das Problem?

    4. Andreas Peter, 23.02.2021, 09:22 Uhr

      @Grob: Das sind keine ausländischen Touristen, die leben alle hier.
      Wir haben Corona und deshalb so gut wie keine Touristen, schon vergessen?
      Und ich habe kein Problem mit dem Mülleimer, das waren ihre linken Freuende wie CScherrer oder Greter.
      Deshalb schreibe ich das ja überhaupt, weil die Linken immer mehr Leute in dieses Lande stopfen wollen und dann wegen Mülleimern jammern und wahrscheinlich noch nicht einmal den Zusammenhang erkennen.

    5. CScherrer, 23.02.2021, 11:31 Uhr

      @Andreas Peter: Können Sie mir das erklären? Was habe ich mit dem Mülleimer zu tun? Und wie genau stopfe ich immer mehr Leute in dieses Land? Diese Leute übrigens sind Secondo’s. Alle Bestens integriert, sprechen unsere Sprache bestens. Ich gebe Ihnen recht, es hat zu viele Menschen auf zu geringem Platz. Zur Erinnerung: Es war eine linke Bundesrätin, welche konsequent ausgeschafft hat. Ihr König vom Herrliberg hat sich um die eigenen Büromöbel gekümmert und die Dossier liegen lassen.

    6. Linus Grob, 23.02.2021, 13:29 Uhr

      @Andreas Peter: 1. Wie kommen Sie darauf, dass ich links sein soll? Oder sind bei Ihnen einfach automatisch alle links, weil sie linker sind als Sie? 2. Was verleitet Sie zur Annahme, dass die beiden meine Freunde sind?

    7. Andreas Peter, 23.02.2021, 18:58 Uhr

      @CScherrer: Ich brauche keinen König, auch nicht vom Herrliberg.
      Bin sowieso nicht der Schafherden Typ, das müsste Ihnen schon aufgefallen sein.

      @Linus Grob: Wie ich darauf komme? Kennen Sie den „Ententest“?
      „Wenn ich einen Vogel sehe, der wie eine Ente geht und wie eine Ente schwimmt und wie eine Ente quakt, nenne ich diesen Vogel eine Ente.“
      Ist nicht böse gemeint.

  6. CScherrer, 22.02.2021, 14:19 Uhr

    Schon unglaublich und keine Kinderstube gehabt. Ist ein Mülleimer voll, dann nehme ich meinen Abfall halt mit nach Hause. Ach ja, das könnte etwas kosten. Mann, Mann!

    1. stofe, 22.02.2021, 20:09 Uhr

      würden Sie denn nach dem feinen Picknick am Boden noch 2 Tragtaschen Müll auf die Stadtbesichtigung mitnehmen?
      an der Fasnacht stellt die Stadt doch auch Riesenmüllfänger auf. Also warum nicht hier auch rechte Müllfänger aufstellen, wo auch Tragtaschen reinpassen? Die Leute tragen immerhin
      den Abfall zum Kübel, statt in der Gegend liegen zu lassen

    2. CScherrer, 23.02.2021, 11:18 Uhr

      @stofe: Ja würde ich. Und warum stellt wohl die Stadt keine Drecksäcke auf? Diese Frage können Sie mit ein wenig nachdenken selber beantworten. Liegt auf der Hand.

  7. Adamsäpfelchen, 22.02.2021, 14:17 Uhr

    Man sieht: Die Meute ist total auf Klimaschutz getrimmt und unwiderrufbar hinsichtlich Nachhaltigkeit umerzogen! Unnötiger Abfall wird wo immer möglich vermieden und sorgfältig-verantwortungsbewusst getrennt entsorgt.

    Dazu kommen noch die allseits beliebten und klimaneutralen Autoposer, die das Schweizerhofquai mit Frischluft versorgen. Es läuft ganz fabelhaft…!

    1. CScherrer, 22.02.2021, 14:20 Uhr

      Geiler Kommentar! Sarkasmus pur! Danke.

  8. Müller, 22.02.2021, 14:10 Uhr

    noch kleinere Abfallkübel hinstellen, das Problem ist bekannt und es gibt genug Arbeitslose Asylanten oder sonstige die man Einsetzen könnte für ein schönes Tages Taschengeld und ein Z,Mittag, aber denken ist Glücksache,

    1. CScherrer, 22.02.2021, 14:21 Uhr

      Falsch! Man stellt seinen Müll nicht auf oder neben einen bereits überfüllten Abfallkübel. Man seinen Müll nach Hause und entsorgt diesen dort. Aber eben, es könnte ja etwas kosten.

    2. CScherrer, 22.02.2021, 14:23 Uhr

      Und dann Ihre Haltung! Der Pöbel soll ihren Abfall wegräumen. Bedenklich, sehr bedenklich.

    3. Roli Greter, 22.02.2021, 16:24 Uhr

      Herr oder Frau Müller, Ihre Einstellung zum Thema widert mich an. Wer nicht fähig ist seinen Müll nach Hause zu nehmen oder sonstwo zu entsorgen wo er Platz hat, sollte sich besser nicht im öffentlichen Raum bewegen.

    4. Dinah, 24.02.2021, 09:47 Uhr

      „Asylanten“ dürfen in der Schweiz nicht arbeiten. Somit können sie auch nicht arbeitslos sein. Ihr Haltung zu Ihrem Müll ist widerlich. Btw. Ihre Sprache auch.

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