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An der Fasnacht geht der neue Kunstraum «Ahoi» an den Start
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Spontankunst strahlt in geschichtsträchtigen Räumen: «Fasnachtsintervention» an der Luzerner Furrengasse. (Bild: zvg)

Die Luzerner Furrengasse erlebt die «blaue Stunde» An der Fasnacht geht der neue Kunstraum «Ahoi» an den Start

3 min Lesezeit 26.02.2019, 15:42 Uhr

Im Geburtshaus der Luzerner Guuggenmusigen steigt während der närrischen Tage die Fasnachtsintervention «Ahoi Carneval». Die Bilderausstellung eines bekannten Künstlerkollektivs ist schön in blaues Licht getaucht und bietet auch einen Barbetrieb. An der Furrengasse 11 ist danach noch mehr geplant.

«Fasnachtsintervention» nennt das «Ahoi»-Kollektiv seine öffentlich zugängliche Kunstaktion an der Luzerner Furrengasse 11 in der Altstadt. Halt, das erinnert doch an das Luzerner Open-Air-Kunstfestival unter dem Anspruch: «Wenn sich das Volk draussen aufhält, muss auch die Kunst dorthin.»

Und tatsächlich, «Ahoi Carneval» ist ein Projekt derselben Macherinnen und Macher, die jeweils im Sommer das mehrteilige «Kraut»-Kunstfestival fröhlich wuchern lassen (zentralplus berichtete).

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Jetzt mischt sich das Kollektiv unterschiedlicher Couleur erneut unters Volk, und zwar mitten ins kunterbunte Fasnachtstreiben. Der Ruf lautet diesmal «Ahoi»! So steht es auffällig am Schaufenster der Furrengassee 11 geschrieben. 

«Alle zeichneten mit schwarzem Edding auf weisses A4-Papier – die Technik ist somit der rote Faden.»

Lilia Glanzmann, Mitinitiantin 

Mitinitiantin Lilia Glanzmann, die hauptberuflich für das Architekturmagazin «Hochparterre» arbeitet, sagt: «Wir haben verschiedene Künstler um einen Beitrag gebeten, alle zeichneten mit schwarzem Edding auf weisses A4-Papier – die Technik ist somit der rote Faden.»

In geschichtsträchtigen Räumen  

Diese Spontankunst strahlt in geschichtsträchtigen Räumen, in denen im Jahre 1948 Sepp Ebinger (gestorben 1983) mit seiner Frau Erica die erste Luzerner Guuggenmusig auf die Beine stellte und so den Grundstein zum heutigen Fasnachtstreiben legte. Ebinger, selbst Dekorateur und Ausstellungsgestalter im Verkehrshaus, lebte auch im gleichen Haus, wo jetzt der neue Kunstraum entsteht.

Soll auch als Kulisse einer blauen Bar dienen: die Ausstellung «Ahoi Carneval».

Soll auch als Kulisse einer blauen Bar dienen: die Ausstellung «Ahoi Carneval».

(Bild: zvg)

Das ehemalige Ladenlokal des Goldschmieds Lieferts wird in blaues Licht getaucht, an den Wänden sind rund 40 kleinformatige Bilder zu sehen. Die Liste der Beteiligten liest sich als Who is Who der Luzerner Grafik-, Comics- und Kunstszene. Ein paar Gäste aus Berlin oder Holland mischten sich darunter, als es galt, mit Schwarz auf Weiss zu malen.

Kunst- und Kulturraum «Ahoi» ab Herbst

Hinter der ganzen Aktion stehen nebst Lilia Glanzmann auch Alice Busani, David Glanzmann, Esther Leupi, Paul Lipp und Reto Leuthold. «Ahoi Carneval» markiert einen Neuanfang an der Furrengassee 11: Im Herbst 2019 eröffnet das Kollektiv dort den permanenten Kunst- und Kulturraum «Ahoi» in der Luzerner Altstadt.

«Anstelle des heute beliebten Crowdfundings suchten wir ein anderes Konzept.»

Lilia Glanzmann

Deshalb hoffen die Initianten zur Bekanntmachung bereits während der Fasnacht 2019 auf viele Besucher: Sie bieten Holdrio, Kafi Schnaps und Bier, Käse, Wurst und Ingwershot. Dieser Anschub während des fasnächtlichen Treibens dient als finanzielle Starthilfe des Lokals. Lilia Glanzmann: «Anstelle des heute beliebten Crowdfundings suchten wir ein anderes Konzept, da wir nicht gewinnorientiert arbeiten.» 

Ehrensache, dass das Kollektiv in den «Ahoi»-Räumen auch verkleidet den Raum bespielen und die Kundschaft animieren wird – als was, sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Damit die «blaue Stunde» richtig in Fahrt kommt …

Ausstellung «Ahoi Carneval»: Kunst und Barbetrieb gibt es an an der Furrengasse 11 am Donnerstag, 28. Februar, Samstag, 2. März, und Montag, 4. März 2019. Mit Werken von Raphael Egil, Kathrin Keller, Raphael Muntwyler, Anita Zumbühl, Sabina Oehninger, Nina Steinemann, Michael Meier + Christoph Franz, Lina Müller, Luca Schenardi, Tatjana Erpen, Silvan Glanzmann, Martijn in’t Veld, Sara Gassmann, Sereina Steinemann, Christian Herter, Nicole Reiterer, Davix, Franziska König, René Odermatt, Barbara Davi, Anna Annen, Attila Wittmer, Barbara Jäggi, Rodja Galli, Monika Müller, Romuald Etter, Johanna Saxen, Greg Thomlinson, Timo Müller und Claude Sandoz. 

Technik als roter Faden: Alle zeichneten mit schwarzem Edding auf weisses A4-Papier.

Technik als roter Faden: Alle zeichneten mit schwarzem Edding auf weisses A4-Papier.

(Bild: zvg)

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