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Am St.-Karli-Quai gibts jetzt Kleider statt vegane Gipfeli
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Stephanie Adlun mit einer Secondhand-Blouse in ihrer Boutique «La mienne». (Bild: uus)

Jungdesignerin setzt auf Nachhaltigkeit Am St.-Karli-Quai gibts jetzt Kleider statt vegane Gipfeli

2 min Lesezeit 16.07.2020, 12:00 Uhr

Eigentlich sollte eine vegane Bäckerei in die Räume des ehemaligen Keramikgeschäfts einziehen. Daraus wurde nichts. Jetzt wagt die Modedesignerin Stephanie Adlun den Versuch.

Es war ein Hin und Her rund um das Lokal am St.-Karli-Quai 6. Der Calida-Erbe Vanja Palmers hatte vor, dort eine vegane Bäckerei zu eröffnen – der Laden befindet sich gleich neben dem veganen Restaurant Karls Kraut, das von Palmers Pächtern Corinne Wittinger und Jonas Käppeli geführt wird.

Aus den Plänen der Bäckerei wurde aber nichts. Palmers musste feststellen, dass die Fläche zu klein ist für seine Ideen (zentralplus berichtete). Doch nun weht frischer Wind die Reuss hinauf. Schon am Donnerstag eröffnet nämlich ein neues Geschäft. Statt veganen Backwaren gibt es Secondhand- und Designermode.

Kleinkollektionen und handgefertigte Einzelstücke

Inhaberin des Geschäfts «La mienne» ist die Luzernerin Stephanie Adlun. Die 29-jährige Designerin hat sich Nachhaltigkeit auf die Fahne, genauer: auf den Stoff geschrieben. Im letzten Dezember erhielt sie die Zusage für das Lokal.

Unter dem Label stephanieadlun verkauft sie ab Donnerstag einerseits ihre eigenen Kollektionen in der frisch hergerichteten Boutique. Den eigenen Stil beschreibt sie als «einfach, klassisch und casual», und legt dabei «Wert auf Details». Für die Fertigung der Modelle verwendet Adlun Stoffreste aus grösseren Produktionen und Restposten aus Lagerverkäufen. «Somit sind die Kleider in beschränkter Anzahl und je nach Stoff nur als Einzelstücke verfügbar.»

Aus diesem individuellen Ansatz leitet sich auch der Name der Boutique ab: «La mienne» bedeutet so viel wie «Meins».

Schliesslich ist auch die weibliche Form im Namen ihres Ladens nicht zufällig gewählt: Adluns Schaffen richtet sich an die Damen, eine Herrenkollektion gibt es vorderhand nicht.

Fast Fashion erhält ein zweites Leben

Neben eigenen Kreationen setzt «La mienne» auf Secondhand. Da findet sich eine Auswahl von Vintage-Designerstücken bis zu Fast Fashion. Mit zweiterem sind Stücke von Marken gemeint, die ihre Kollektionen schnell wechseln, Zara zum Beispiel. Bei Adlun erhalten die sonst kurzlebigen Modestücke, aber auch edle Stücke, ein zweites Leben.

Im ladeneigenen Nähatelier passt Adlun schliesslich auch Kleider nach Kundenwunsch an, unabhängig davon, ob sie im Laden gekauft wurden oder nicht.

Auf die Mode ist Adlun übrigens dank ihrer Mutter gekommen: Die Leidenschaft für Vintage-Kleider begann, als Stephanie Adlun die Kleider ihrer Mutter aus den 80er- und 90er-Jahre entdeckte und diese ihrer Grösse und ihrem Stil anpasste.

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