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Am «Eidgenössischen» versuchen sich sechs Ausländer im Sägemehl
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Erst im 19. Jahrhundert fand der Schwingsport auch in die Städte. (Bild: zvg)

So steht es um das Esaf 2019 in Zug Am «Eidgenössischen» versuchen sich sechs Ausländer im Sägemehl

4 min Lesezeit 1 Kommentar 27.12.2018, 04:56 Uhr

Die Finanzen stimmen, Helfer sind organisiert und Leitungen wurden verlegt. Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug ist auf Kurs. OK-Chef Heinz Tännler zieht ein Zwischenfazit und verrät, dass man ein besonderes musikalisches Highlight plant.

In rund acht Monaten steppt in Zug der Bär. Im August 2019 findet dort das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) statt. Wie liegen die Organisatoren im Zeitplan?

«Wir sind in allen Sparten sehr gut unterwegs und haben auch zeitlich keine Rückstände», erklärt OK-Präsident Heinz Tännler. Die Finanzierung sei zwar noch nicht abgeschlossen. Das gesetzte Ziel von 17,5 Millionen Franken Sponsorengelder «ist mit momentan 17 Millionen aber schon zu über 90 Prozent erreicht», so Tännler. Die Patronatsgelder seien da noch nicht mal dabei.

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Sicherheit und Verkehrsleitung statt Geld

Mitte Dezember hat das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest die Unterstützung der Zuger Gemeinden zugesichert bekommen. Diese Unterstützung  durch Leistungen seitens der Gemeinden schätzt das Organisationskomitee sehr. Die Zusicherung sei aber auch aufgrund des geschlossenen Auftretens als Einheit von Kanton, Gemeinden und Esaf gegen aussen enorm wertvoll.

Die Zuger Gemeinden unterstützen das Esaf in erster Linie nicht mit Geld, sondern durch Sachleistungen, wie etwa, die Sicherheit und Verkehrsleitung zu gewährleisten. Dies zählt auch für die Gastgeberin, die Stadt Zug, welche zusätzlich Grundstücke, Hallen und weitere Infrastrukturen zur Verfügung stellt.

Wasserleitungen für drei Tage

Auch wenn organisatorisch schon vieles unter Dach und Fach sei, müsse auch viel noch getan werden. So wurden in den letzten Jahren eigens für das Esaf Leitungen für Wasser und Strom gelegt, die nach dem Event alle wieder aus dem Boden gerissen werden. Ausserdem wurde der ganze Boden für die Arena ausnivelliert. Dieser dürfe laut Tännler maximal 1 Prozent Gefälle haben.

Von den benötigten 6000 «Chrampfern», wie das OK die Helfer nennt, haben sich laut Tännler bereits über 5000 gemeldet. Etliche Vereine aus dem Kanton und der gesamten Schweiz werden am Esaf mitanpacken. Im Gegenzug erhalten diese Einlass in die Arena, die im Norden des Herti-Quartiers steht.

Gehen oder Radeln

Dorthin komme man laut OK am besten zu Fuss, oder mit dem Fahrrad. Parkplätze für Autos hat es nämlich nur sehr beschränkt. Dafür wird es speziell Veloparkplätze geben. Vom Bahnhof habe man 20 Minuten bequem zu Fuss, schreiben die Organisatoren auf ihrer Website.

Für Angeschlagene oder körperlich Beeinträchtigte werde aber eine alternative Lösung angeboten, um auf das Festareal zu gelangen. Für ebendiese wurde auch in der Arena ein gut zugänglicher Sektor eingeplant.

Es gibt noch viel zu tun

Andere Arbeiten beginnen hingegen erst in den nächsten Wochen und Monaten. Mit den sichtbaren Arbeiten soll im April gestartet werden, die Arena wird ab Mitte Juni aufgestellt.

Dies geschieht durch die Firma Nüssli, die den Bau plant und mit Hilfe von Armee und Zivilschutz umsetzt. In der temporären Arena werden einst 56’500 Zuschauer Platz finden. Das klingt zunächst nach viel, doch die Tickets für die Arena sind in der Regel heiss begehrt.

Jeder hat die Chance auf ein Ticket

In den öffentlichen Verkauf würden laut OK nur etwa 4000 bis 5000 Tickets gelangen. Über 30’000 der Billete gehen direkt an den Eidgenössischen Schwingerverband. Die Stadt Zug und die restlichen Gemeinden des Kantons bekämen auch einige Tickets, die beispielsweise verlost werden können. Alle restlichen Tickets gehen an die etlichen Sponsoren.

Wer kein Ticket ergattern kann, wird vor der Arena bleiben müssen. Immerhin können sich die Schwingsport-Interessierten die Kämpfe an einem der Bildschirme ausserhalb der Arena anschauen. Zusätzlich wird es vor der Bossard-Arena ein Public Viewing geben. Dort wird 8’000 Schwingbegeisterten Platz geboten werden.

Mehr als nur Schwingen und Steinstossen

Neben der sportlichen Hauptattraktion Schwingen wird traditionsgemäss auch ein Steinstossen stattfinden. Dabei werfen die Athleten 20, 40, oder mit dem Unspunnenstein gar 83,5 Kilogramm schwere Steine.

Es werde aber auch all jenen etwas geboten, die dem Ringen im Sägemehl, oder blossem Herumwerfen von Steinen nichts abgewinnen können. Auf der Festmeile hinter der Bossard-Arena gibt es zahlreiche Verpflegungsstände und etliche Festzelte, aber auch Verkaufsstände. Dort wird jeder Zutritt haben und sich vergnügen können.

Sechs Auslandschwinger

Fun Fact: Neben den den fünf Teilverbänden des Eidgenössischen Schwingerverbandes wurden auch sechs Plätze für Auslandschwinger eingeräumt.

Auslandschwinger — Das sind in der Regel nicht japanische Ringer, die sich einen Sieg im Schweizer Ringsport erhoffen, sondern Auslandschweizer, oder Ausländer mit Schweizer Wurzeln. Theoretisch steht die Teilnahme aber jedem frei, das einzige Hindernis dabei ist die Qualifikation, die man zu bestehen hat.

Und darauf freut sich der OK-Präsi Heinz Tännler

Neben dem Schwingen und den Festbetrieben zählt Tännler den Gabentempel, der zehn Tage vor dem Fest eröffnet wird, zu den Highlights. Ausserdem freue er sich persönlich auf die Einweihung der vier Meter hohen Skulptur von Stephan Schmidlin.

Auch auf die musikalische Unterhaltung am Abend freue sich der OK-Präsident. Es gäbe Musik und Konzerte in den Festzelten und beim Public Viewing. Etwas ganz Neues dürfte es am Sonntag noch geben. «Wir haben eine musikalische Überraschung in petto. Es wird nämlich einen Esaf-Song geben.» Mehr dazu wolle er jedoch noch nicht verraten, sagt Tännler.

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1 Kommentare
  1. Rainer Da Cruz, 27.12.2018, 09:56 Uhr

    hmmm – die Wasser- und Stromleitungen werden wieder entfernt – welche Kosten verursacht dies?
    Könnte man(n) nicht auch, einfach nur zur Abwechslung, etwas weiter als zum Tellerrand schauen – weitere Nutzung für ‘Open Air’, Festplätze, Zirkus etc – denn dies generiert auch Einahmen für die Stadt Zug NACH diesem Ereignis. Als aktuelles Beispiel – warum nicht einen Weihnachtsmarkt, der mehr als 4 Tage existiert (in D dauern diese in der Regel ca. 4 Wochen – was auch ökonomischer ist, was die Kosten für Hütte, Personal, Auf- und Abbau etc betrifft).
    Sorry, dass ich D als Beispiel nehme – in AU genauso ..