Allianz von Jungen will beim Zythus-Areal vorwärts machen
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Gian Brun, Virginia Köpfli und Jeanine Marti auf dem Zythus-Areal. (Bild: zvg)

Projekt in Hünenberg gibt zu reden Allianz von Jungen will beim Zythus-Areal vorwärts machen

2 min Lesezeit 19.12.2019, 11:52 Uhr

Im Nachgang zur Gemeindeversammlung in Hünenberg hat sich eine überparteiliche Allianz von Jungen gebildet. Die Jungpolitiker fordern die rasche Realisierung von neuen Wohnungen auf dem Zythus Areal, da in Hünenberg ein akuter Wohnungsmangel besteht.

An den Plänen des Gemeinderats für das Zythusareal in Hünenberg gibt es viel Kritik. So auch an der letzten Gemeindeversammlung vom 9. Dezember (zentralplus berichtete). Nun melden sich aber die Jungen zu Wort und wollen, dass es endlich vorwärts geht.

«Die Voten an der Gemeindeversammlung haben uns wachgerüttelt», so Gian Brun (FDP). Immer wieder wurde an der Versammlung betont, dass es keine Veränderung braucht in unserer Gemeinde und man beim Status Quo verharren will. Für die IG «Allianz der Jungen für die Gestaltung von Hünenberg» sei dies aber keine Option, heisst es in einer Mitteilung. Schliesslich habe Hünenberg hat einen der tiefsten Leerwohnungsbestände der Schweiz. «Durch das nicht existierende Angebot steigen die Preise stetig und machen das Wohnen in Hünenberg für junge Menschen unbezahlbar», stellt Brun fest.

«Für uns ist zentral, dass es in Hünenberg bezahlbaren Wohnraum für Junge gibt», so Virginia Köpfli (SP). Das Zythus-Areal biete eine einmalige Chance, solchen Wohnraum zu schaffen. Köpfli fordert deswegen: «Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen 20 Prozent bezahlbaren Wohnraum sollen weitere 30 Prozent der Wohnungen an Genossenschaften gehen.» Die bezahlbaren Wohnungen sollen vorzugsweise an Hünenbergerinnen und Hünenberger vergeben werden, ähnlich der Kriterien im Technikum in Cham.

«Das neu gestaltete Zythus-Areal soll zur Begegnungszone werden», hält Köpfli fest. Neben den Bauten soll ein ansprechender Platz entstehen, welcher mit Bänken und Begrünung zum Verweilen einlädt. Die Gebäude sollen Platz für Gewerbe, Restaurants und eine Kita bieten. «Notwendig ist auch eine Entsorgungsstelle, wo man das Wichtigste entsorgen kann», erläutert Köpfli.

Auch in Sachen Nachhaltigkeit soll das Zythus-Aral ein Vorzeigeprojekt werden. «Zur ansprechenden Gestaltung des Areal sollen Vertikalgärten beitragen, welche Naturnähe gewährleisten», meint Jeanine Marti (Grüne). Diese bieten schattige Plätze und können auch eine Kühlfunktion übernehmen. Um einen hohen energetischen Standard gewährleisten zu können, sollten die Bauten gut isoliert werden und mit klimafreundlichen Heizsystemen ausgestattet werden. «Auch über die Installation von Solarzellen sollten sich Gedanken gemacht werden», so Marti.

Um ein ansprechendes und zukunftsträchtiges Zythus-Areal zu realisieren, brauche es keine neuen Zythus-Hochhäuser, so die Jungpolitiker. Die Gemeinde sowie der Kanton sind angehalten, ein Projekt voranzutreiben, welches mehrheitsfähig ist. Für die Allianz von Jungen ist es wichtig, dass das Projekt schnellstmöglich realisiert wird, denn: Die Wohnungsnot ist akut und muss jetzt angegangen werden. «Sonst droht der Wegzug einer ganzen Generation», so Brun.

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