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Airbnb zieht die Kurtaxe für Zug Tourismus ein
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Ein Airbnb-Zimmer an der Baselstrasse in Luzern. (Bild: zvg)

Benachteiligung der lokalen Hotellerie vorbei Airbnb zieht die Kurtaxe für Zug Tourismus ein

2 min Lesezeit 18.06.2017, 09:07 Uhr

Ab dem 1. Juli 2017 wird die Beherbergungsabgabe für alle Airbnb-Gastgeber im Kanton Zug automatisiert über die Airbnb-Plattform von den Gästen eingezogen und an Zug Tourismus weitergegeben. Damit ist Zug der erste Schweizer Kanton, in dem das automatisierte Verfahren zur Einziehung der Tourismus-Abgabe durch Airbnb eingeführt wird. Und die lokale Hotellerie hat keinen Nachteil mehr.
 

Zug Tourismus und Airbnb haben eine gemeinsame Vereinbarung geschlossen, um das automatisierte Verfahren zur Einziehung der Beherbergungsabgabe durch Airbnb einzuführen. «Mit dieser digitalen Lösung wird sowohl für die Airbnb-Gastgeber als auch für Zug Tourismus der administrative Aufwand erheblich reduziert», teilte Airbnb mit.

Der Verwendungszweck der Erträge ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Einnahmen aus den Beherbergungsabgaben werden auch küntig für Massnahmen und Einrichtungen, die vorwiegend im Interesse der Abgabepflichtigen liegen, verwendet, wie zum Beispiel zur Finanzierung von Marktabklärungen und Marktbearbeitungen sowie von Dienstleistungen und Angeboten der kantonalen Tourismusorganisation.

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240 Millionen Dollar Taxen erhoben

Airbnb hat weltweit bereits mit über 270 Städten und Kommunen eine Vereinbarung zur automatisierten Einziehung und Ausschüttung von Beherbergungssteuern geschlossen. Seit dem Start des Modells 2014 hat das Unternehmen insgesamt 240 Millionen US-Dollar an Übernachtungs- und Tourismusabgaben erhoben und

2000 Airbnb-Übernachtungen in Zug

Airbnb ist eine Internetplattform, über die Gastgeber und Gäste in Kontakt treten können. Die meisten Gastgeber auf Airbnb sind sogenannte Home Sharer, Privatpersonen, die einzelne Zimmer in ihrem Zuhause oder gelegentlich die ganze Wohnung vermieten. Es nutzen aber auch kleinere Pensionen und Bed&Breakfasts Airbnb als zusätzliche Vermarktungsplattform.
2016 haben laut Angaben der US-Firma 2'000 Gäste aus aller Welt bei Gastgebern in Zug übernachtet. Umgekehrt seien 15'000 Reisen aus Zug heraus über Airbnb gebucht worden.

an die jeweiligen lokalen Kommunen abgeführt. In der Schweiz ist Airbnb mit weiteren Kantonen zu einer solchen Vereinbarung im Dialog.

Schweiz bei Digitalisierung vorne

Alexander Schwarz, General Manager Airbnb Deutschland, Österreich und Schweiz, lässt sich so zitieren: «Wir freuen uns, dazu beitragen zu können, dass Zug zukünftig die Beherbergungsabgaben der Airbnb-Gäste ohne administrativen Aufwand erhält. Diese gemeinsame Vereinbarung ist beispielhaft für den progressiven Ansatz der Schweiz, mit den Chancen der Digitalisierung umzugehen und sicherzustellen, dass sowohl die Reisenden, die Bürgerinnen und Bürger als auch die Gemeinden vom Home Sharing profitieren können.»

Gleich lange Spiesse

Für Seraina Koller, Geschäftsführerin von Zug Tourismus, ist diese Vereinbarung ein Meilenstein: «Seit langem werden gleiche Bedingungen bezüglich der Beherbergungsabgaben für Hotels und die private Wohnungs- und Zimmervermietung gefordert. Dass wir diese Regelung gemeinsam mit Airbnb nun in Zug schweizweit als erstes umsetzen konnten, freut uns ausserordentlich.»

Das zielführende Resultat aus den sehr kooperativen Verhandlungen spreche für sich: das digitale Einziehungsverfahren vereinfache das Handling für Zuger Gastgeber und uns gleichermassen. Koller: «Zug Tourismus fördert innovative Angebote und bündelt diese, um auch in Zukunft die Attraktivität der Destination Zug zu steigern und dadurch mehr Logiernächte zu generieren. Durch diese Zusatzeinnahmen können auch weiterhin attraktive Mehrwerte für Gäste und Besucher der Region geschaffen werden.»

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