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Aeschi im Twittergewitter
  • Politik

Was sagen die User zum Zuger Vielleicht-Bundesrat? Aeschi im Twittergewitter

3 min Lesezeit 04.12.2015, 15:44 Uhr

Der Countdown läuft. In einer knappen Woche hat die Schweiz einen neuen Bundesrat. Der Zuger Kandidat sorgt für besonders hohe Wellen. Vielen scheint Thomas Aeschi nicht geheuer zu sein. zentral+ hat Twitter durchforstet, die süssesten und bittersten Rosinen herausgepickt. Und verzweifelt nach Aeschi-Unterstützern gesucht.

Was die Medien über Thomas Aeschi denken, ist in den letzten Tagen klar geworden. Und in den Kommentarspalten der Onlinemedien konnte man ebenfalls einen Hauch von Volkes Stimme abbekommen. Aber was denken die ganzen Intellektuellen, Journalisten, Künstler und Texter, die sich auf Twitter so rumtreiben, über den Zuger Bundesratskandidaten? Wir haben unser Ohr ins Gezwitscher gehalten – und wurden zugekräht.

Denn würde es nach diesen Tweets gehen, kann sich der Zuger SVP-Politiker das Bundesratsamt wohl abschminken. Die lautesten Vögel halten von Thomas Aeschi als Kandidaten nicht sehr viel – und schreiben das auch. Oder erfinden kurzerhand neue Aufgaben für den Baarer SVP-Nationalrat.

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Die Texterin Nadia Meier findet etwa, Aeschi sei zu ganz anderem berufen als zum Bundesratsamt:

Der Winterthurer SP-Gemeinderat Fredy Künzler zitiert in einem Tweet die pointierte Aussage des Journalisten Réda El Arbi:

Viel diskutiert wurde in den Medien während der letzten Wochen, dass es sich bei der Nomination der drei Kandidaten Aeschi, Parmelin und Gobbi um eine Scheinauswahl handle und dass eigentlich nur Aeschi eine Chance habe. Ein Thema, das auch auf Twitter Niederschlag fand, unter anderem durch Politikberater Mark Balsiger:

Er ist mit seiner Ansicht nicht allein.

Und NZZ-Journalist Markus Häfliger rezitiert:

Als besonders problematisch wird Aeschis Nähe zu Christoph Blocher angesehen. Der Twitter-User Roger Walser fasst zusammen:

Auch der Musiker Jürg Halter alias Kutti MC nimmt in Sachen Blochernähe kein Blatt vor den Mund:

Und SP-Nationalrätin Jacqueline Badran würde gar lieber Blocher wählen:

Nicht nur die Nähe Aeschis zu Blocher wird argwöhnisch beäugt. Auch im Zusammenhang mit der SVP-Werbung mittels K.o.-Tropfen wird Aeschi sehr häufig kritisiert (zentral+ berichtete). Nicht zuletzt von Jolanda Spiess-Hegglin selber.

Der Zürcher SP-Kantonsrat Felix Hoesch dazu:

Und auch sonst trauen viele Twitter-User dem SVP-Nationalrat nicht so recht.

Häufig zu reden gibt ausserdem Aeschis «Spider». Die Werbetexterin Lovey Wymann hat einen persönlichen Entschluss in der Causa Aeschi gefasst:

Und ebenfalls zur Spider:

Der Luzerner Twitter-User Jonathan Winkler findet dazu:

 

Immerhin scheint für Madame Etoile die Zukunft bereits gewiss zu sein. Der Inlandchef des «Tagesanzeigers» twittert:

 

Äusserst selten nur äussert sich jemand klar positiv zu Aeschis Nomination.

 

Und dann noch dies. Thomas Aeschi hat selber keinen Twitter-Account. Offenbar fand jemand, dass das so nicht gehe, und schuf kurzerhand selber einen. Nirgends wird ausgedrückt, dass es sich um den «richtigen» Aeschi handelt, der ominöse Inhaber des Accounts betitelt sich bloss als «Zuger Vorstosskönig». Vorweisen kann er (oder sie) bis jetzt drei Tweets und zwei Follower. Getweetet wird bis anhin nur über Inhalte, die mit Zuger Kirsch in Verbindung stehen und wohl immer eine Anspielung auf den Bundesratskandidaten sein dürften.

 

Das Fazit: Repräsentieren die aufgezählten Wortmeldungen die Schweizer Bevölkerung, dürfte Aeschi in der Schweiz wenig Sympathie geniessen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich, wie häufig im Leben, vor allem die melden, die etwas zu beanstanden haben. Vielleicht kommt am 9. Dezember sowieso alles anders.

 

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