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Ägeribad: Betriebskosten jetzt bekannt

3 min Lesezeit 10.04.2014, 17:48 Uhr

1’745’000 Millionen Franken soll das Ägeribad im Betrieb kosten. Die Gemeindepräsidenten von Ober- und Unterägeri kommunizieren zum ersten Mal ihre Schätzung.

In Oberägeri soll am See ein Bad für Schulen, Schwimmbegeisterte, Vereine, Familien, ältere Menschen und Wellnessanhänger entstehen. Es sei schon lange klar, dass der Bau des Erlebnis- und Familienbades insgesamt 36,3 Millionen Franken kosten wird, schreiben die Gemeindepräsidenten von Ober- und Unterägeri. Diese 36,3 Millionen Franken würden von beiden Gemeinden getragen. Unterägeri beteilige sich mit rund 15 Millionen und die Standortgemeinde Oberägeri mit rund 21 Millionen Franken an den Kosten. Beide Gemeinden hätten diesen Betrag in die jeweilige Investitionsplanung einfliessen lassen und könnten den Betrag ohne Erhöhung des Steuerfusses bezahlen. Und wie verhält es sich mit den jährlich wiederkehrenden Betriebskosten? Die Ermittlung dieser Kennzahlen habe einige Zeit in Anspruch genommen. Der Oberägerer Gemeindepräsident Pius Meier betont: «Wir verlangten eine sehr genaue und detaillierte Auflistung. Es ist entscheidend für die Stimmbevölkerung von Oberägeri und Unterägeri, was uns das Ägeribad in der Folge jährlich kosten wird.»

Die Gründung einer privatrechtlichen Aktiengesellschaft sei deshalb schon früh zur Debatte gestanden. Einerseits werde der Bau und der Betrieb des Bades vollumfänglich der AG übergeben und entlaste so die beiden Gemeinden als Auftraggeberinnen und andererseits könne ein Vorsteuerabzug bei der Mehrwertsteuer geltend gemacht werden. «Mit den jährlichen Einlagen in den Erneuerungsfonds, Darlehenszinsen und Kosten für den reinen Betriebsunterhalt auf der einen Seite und den Einnahmen auf der anderen Seite erwarten wir jährliche Kosten in der Höhe von 1,047 Million Franken für Oberägeri und 698’000 Franken für Unterägeri», sagt der Gemeindepräsident von Unterägeri, Josef Ribary.

Dies basiere auf dem Verteilschlüssel 60 Prozent für Oberägeri und 40 Prozent für Unterägeri. «Dieser Kostenteiler wurde bereits bei früheren gemeinsamen Projekten angewendet, mit dem Grundprinzip 30 Prozent Standortgemeinde und 70 Prozent der Kosten nach Bevölkerungsanteil». Das Ägerital habe die einmalige Gelegenheit, sich weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen Namen zu machen und die Region über Jahre attraktiv zu gestalten. Davon profitierten alle; Schulen, Vereine, Bevölkerung und das Gewerbe.

Platz für den SC Frosch

Denn die Schulen erhalten mit dem Ägeribad die Wasserfläche für den Schwimmunterricht, Wassersportler könnten auch auf höchstem Niveau ihr Hobby ausüben und Wellnessanhänger sowie Familien fänden im geplanten Bad gleichermassen Freizeitvergnügen. Auch der national erfolgreiche Wasserballverein SC Frosch Ägeri profitiere vom Ägeribad – allen voran die Juniorinnen und Junioren, welche künftig zu vernünftigen Zeiten trainieren und die Fahrten zu ausserkantonalen Trainingsstätten streichen könnten. Sämtliche Trainings und dank der Ausnahmebewilligung des Schweizer Wasserballverbands auch sämtliche Spiele, inkl. Nationalliga A-Spiele, könnten im Ägeribad ausgetragen werden. Das werde den SC Frosch Ägeri für die weitere Zukunft stärken und nebst dem sportlichen Aufschwung auch finanziell neue Perspektiven bieten.

Nicht zuletzt werde dank des Ägeribads die Attraktivität des Tals gesteigert. Der Tourismus könne einen neuen Schub erfahren, an welchem viele Beteiligte profitieren können, so die Gemeindepräsidenten. Mit dem Ägeribad wollten Oberägeri und Unterägeri gemeinsam, nachhaltig und für die Zukunft bauen, so werde das Ägeribad nach ökologischen Standards gebaut. Der Baustoff Holz spiele eine zentrale Rolle.  Auch bei der Wärmeerzeugung setzen die beiden Gemeinden mit Holz auf einen CO2-neutralen Brennstoff.

 

 

 

 

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