Freut sich, dass alles sehr schnell voranging. Stadtrat Adrian Borgula vor einem der Grünelemente auf dem Löwenplatz.
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Freut sich, dass alles sehr schnell voranging. Stadtrat Adrian Borgula vor einem der Grünelemente auf dem Löwenplatz. (Bild: bic)

Der Luzerner Löwenplatz ist jetzt ein Park Adrian Borgula: «Wir haben einfach mal losgelegt»

3 min Lesezeit 21 Kommentare 08.06.2020, 10:00 Uhr

Ein Teil des Löwenplatzes wurde am Montagmorgen mit Grünelementen und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Spätestens Ende Oktober werden sie wieder abgebaut. Beim Schwanenplatz wartet die Stadt noch ab.

Plötzlich ging alles schnell: Seit Montagmorgen ist der Carparkplatz beim Löwenplatz eine mobile Grünoase mitten in der Stadt Luzern. Die Idee stammt vom Quartierverein Hochwacht, der die leeren Carparkplätze temporär umnutzen wollte. Die SP trug das Anliegen ins Parlament.

Erst am letzten Donnerstag gab dieses grünes Licht für das Projekt. Entscheidend war, dass sich die Fläche zwischen Löwencenter und Bourbakipanorama am besten für die Umgestaltung eignet. Insbesondere ist für den Stadtrat das Potenzial am Löwenplatz am grössten, da er sich am Rand des Wohngebietes befindet.

Nur wenige Minuten für den Rückbau

«Es ist möglich, einzelne Parkplätze innerhalb von Minuten wieder frei zu räumen, sollte dies kurzfristig nötig sein. Um den ganzen Platz wieder den Cars übergeben zu können, brauchen wird nur wenige Stunden», sagte Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) am Montagmorgen bei einem ersten Augenschein vor Ort.

Die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei seien seit 4.30 in der Früh Uhr daran, die Carparkplätze in den temporären Park umzuwandeln. «Für den Tourismus ist die Coronakrise natürlich ein grosses Problem, der Stadt bietet sie aber Möglichkeit, hier am Löwenplatz eine temporäre Aufwertung zu realisieren», hielt Borgula fest.

Grosse stadtplanerische Überlegungen habe man sich aber nicht gemacht, weil es aufgrund der Situation rund um Corona vor allem schnell gehen sollte. «Wir haben einfach mal losgelegt», so Borgula. Denn wegen der ausserordentlichen Situation habe der öffentliche Raum diesen Sommer eine noch grössere Bedeutung als sonst. Dass man sich dieses Arbeitstempo von öffentlichen Verwaltungen nicht immer gewohnt sei, räumte er gleich selber ein.

Sie stehen hinter dem Projekt: Stadtrat Adrian Borgula, Mario Lütolf (Leiter Stadtraum und Veranstaltungen), Cornel Suter (Leiter Stadtgärtnerei) sowie Fredy Städler und Andrea Schultheiss (Co-Präsidium Quartierverein Hochwacht).

Zusammenarbeit mit «Lucerne Festival»

Fünf der acht Parkfelder oder 570 Quadratmeter wurden am Montagmorgen mit den mobilen Grünelementen und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Die übrigen drei Carparkplätze sollen weiterhin Kleinbussen, Cars oder LKWs zur Verfügung stehen. Die 24 Pflanzen und Sitze werden vom Lucerne Festival kostenlos zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen Blumensäulen, Pflanzen in so genannten Big-Bags und einzelne Stühle von der Stadt. «Wie lange diese stehen bleiben, wissen wir natürlich nicht», sagte Borgula schmunzelnd. Die Kosten belaufen sich auf rund 20’000 Franken.

Beim Schwanenplatz oder auf dem Inseli sind momentan noch keine temporären Parks geplant. Die dortigen Carparkplätze seien weniger gut für eine solche Umnutzung geeignet. Beim Inseli bestehe ausserdem bereits eine genügend grosse Grünfläche. Trotzdem prüft der Stadtrat, ob auch dort eine vorübergehende Begrünung und Sitzgelegenheiten möglich und sinnvoll sind.

Die Sitzkonstruktionen für die Bäume werden vom «Lucerne Festival» zur Verfügung gestellt.

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21 Kommentare
  1. Freund der Pärke, 17.07.2020, 08:58 Uhr

    Danke denen, die sich wehren. Herr Borgula und Herr Suter können sehr gut Steuergelder verschleudern. Wer schaut diesen Herren auf die Finger? Hoffentlich nun die Mitte -Parteien? Hundetouristen werden aus vielen Kantonen und Gemeinden angezogen. Auch am Abend Randgruppen, Randalierer, Drögeler und Raucher es wäre noch vieles aufzuzählen. Dies auf der Allmend. Hunde-Tourismus lässt grüssen. Alles mit Steuergelder! Behinderte, Kinder,Jugendliche und Senioren waren vorher in diesen Parks. Alle wurden vertrieben!

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  2. Parks, 10.07.2020, 14:49 Uhr

    Pseudo-Parks mit viel Geld erstellen, aber die schönsten Parks von Luzern, Churchill und Wagner-Museum, in Hundefreilaufzonen «umzonen», und erst noch viel Geld hinausschmeissen für deren Instandhaltung. Wer wählte freiwillig wieder einen solchen Stadtrat? Unglaublich.

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  3. transit, 09.06.2020, 20:40 Uhr

    Liebe Luzerner, seid zufrieden mit diesem Platz, in anderen Zentralschweizer Städten sind keine Grün sondern – betonflächen entstanden.

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  4. Meier Angela, 09.06.2020, 00:22 Uhr

    Es ist eine Schande! In Zürich, Genf und anderen Städten stehen die Menschen stundenlang für gratis Lebensmittel an. Und Adrian Borgula verschleudert CHF 20’000.– einfach mal so!

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  5. Peter Müller, 09.06.2020, 00:08 Uhr

    Wo sind die Stühle im Friedental geblieben? Ich traute meinen Augen nicht. Herr Borgula hat diese für seine Zwecke missbraucht. Sie stehen jetzt am Löwenplatz. Die betagten Steuerzahler müssen ab heute vor den Gräbern wieder stehen. » einfach mal loslegen»

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  6. Kasimir Pfyffer, 08.06.2020, 21:43 Uhr

    Immer wieder amüsant, wie fieberhaft Trolle die überkommene Trias von Asphalt, Abgas und Massentourismus verteidigen. Man könnte glatt meinen, es gehe um Menschenrechte. Ah nein, das ist ja die Konzernverantwortungsinitiative.

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    1. Hans A. Traber, 09.06.2020, 11:18 Uhr

      …leider weniger amüsant ist, wie hartnäckig wohlstandsverwöhnte Träumer die Triage von Sozialismus, Planwirtschaft und einem seltsamen Menschenbild als Modell für die Zukunft betrachten. Man könnte glatt meinen, es gehe um Verantwortung. Ah nein, das wäre die Eigenverantwortung.

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  7. Phiipp Utiger, 08.06.2020, 19:59 Uhr

    … wir haben mal losgelegt …
    Schön wenn man auf die Kosten des Steuerzahlers mal «los legen» kann.
    Sorry, aber ich wäre der Meinung, man müsste diesen Herrn Borgula mal irgend wie stoppen.
    Es kann ja nicht sein, dass sich jemand auf Kosten der Bürger andauernd irgend wo ein Denkmal setzt. (zB Verkehrsinseln die nach der Fertigstellung wieder entfernt werden müssen oder gar unnütz sind)

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  8. Hans A. Traber, 08.06.2020, 17:03 Uhr

    Wir haben einfach mal losgelegt, 20’000 Stutz ausgegeben und uns supi gut gefühlt dabei!

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  9. Dicky-Dick, 08.06.2020, 16:06 Uhr

    Adrian Borgula: «Wir haben einfach mal so Steuergeld verschwendet! (Ironie off)

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  10. Benno von Gunten, 08.06.2020, 12:40 Uhr

    Das ist aber toll! Ganz in der Tradition der grossen Landschaftsarchitekten. Das hat Zukunft, ist nachhaltig, politisch korrekt, vegan, egalitär, progressiv, naturschützerisch, fast CO2-neutral, günstig (ausser die Mann-/Fraustunden für den Fototermin), klüngel… komunal! Visionäre von diesem Schlag machen doch nicht einfach halt: Eine bepflanzte Seebrücke wäre auch mal was – mit kollektivem Cherrytomatenerntedankfest.
    Was für eine unglaubliche Fasnachtsnummer, aber Politiker scheinen viel mit Influencer gemein zu haben: Schnell auftauchen, einklinken und Hauptsache Aufmerksamkeit, egal mit was. Das ist gelungen. Meine herzliche Gratulation.

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    1. Hans Hafen, 08.06.2020, 13:06 Uhr

      Die PR-Agentur, die hier beraten hat, ist auch keinen Pfifferling wert! Aber Stadt und eine natürliche Umgebung ist sowieso ein Widerspruch in sich – diesen kann auch Herr Borgula mit solch einer mehr als halbherzigen auf blosse Öffentlichkeitswirksamkeit ausgerichtete Aktion mit pseudo Grünanstrich nicht auflösen.

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  11. Joseph de Mol, 08.06.2020, 11:24 Uhr

    Oasenmässiger Blödsinn à la Fatamorgana. Noch schöner ist nur die pittoreske Parkanlage Pilatusplatz. Ein städtebaulicher Hingucker, der seinesgleichen sucht! Ist scheinbar nun Programm. In die richtigen Parks kann man nun ja nicht mehr, da alles invasiv voll freilaufender Hunde ist. Muss man sich wohl damit begnügen. Mal schauen, wie lange diese armen Bäumchen dort überleben!

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  12. Peter Bitterli, 08.06.2020, 11:05 Uhr

    Wow! Soo schön! Das hat Stil, zeugt von Phantasie, animiert zu Kreativität. Die vier Herren ergänzen das Bild perfekt; sie können gleich stehenbleiben Genau so.

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    1. Andreas Peter, 08.06.2020, 11:25 Uhr

      @Bitterli: Nicht jeder versteht Satire. Bitte als solche Kennzeichnen.

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  13. BSeiler, 08.06.2020, 10:57 Uhr

    Warum meinen Sie, für alle Menschen sprechen zu dürfen? Mehr Grün in der Stadt ist für mich ein grosser Gewinn an Lebensqualität

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  14. Kasimir Pfyffer, 08.06.2020, 10:54 Uhr

    Bravo und merci an die Beteiligten! Eine höchst willkommene Oase in dieser Steinwüste, die sicher auch den einen oder anderen zum Nachdenken bringen wird: Wollen wir den kostbaren Platz in der Innenstadt weiterhin für Blech, Asphalt und Abgas opfern? Oder verwandeln wir solche Nicht-Orte wie den Löwenplatz gezielt in schöne Orte mit Aufenthaltsqualität?

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  15. Andy Bürkler, 08.06.2020, 10:34 Uhr

    Das braucht keine Mensch. Aber Hauptsache man kann sich medienwirksam als Wohltäter aufspielen.

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    1. CScherrer, 08.06.2020, 10:49 Uhr

      Dämlicher Kommentar. Genau solches braucht die Stadt. Sicher keinen leeren unnützen Carparkplatz. Mann, Mann.

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    2. Andreas Peter, 08.06.2020, 11:22 Uhr

      @CScherrer: Jaja, ich glaube ich kenne Sie schon als «Verkehrskritiker».
      Was sie daran interessiert ist einzig, dass es ein leerer, unnützer Carparkplatz ist.
      Wäre es einfach nur ein leerer, unnützer Platz, wäre ihnen und den Initianten das «Projekt» komplett egal.

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    3. Xy, 08.06.2020, 12:57 Uhr

      Hauptsache Parkplätze werden einkassiert. Dazu ist jedes Mittel Recht und Kosten sind egal…

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