Stadt Zug forciert Energiewende Abwrackprämie soll Ölheizungen den Garaus machen

2 min Lesezeit 08.01.2018, 11:42 Uhr

Die Stadt Zug hat sich verpflichtet, die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen. Trotzdem werden Ölheizungen – trotz Alternativen – noch zu häufig mit neuen Ölheizungen ersetzt. Das will die Stadt nun mit einer Abwrackprämie ändern.

In der Stadt Zug werden heute neun von zehn Gebäuden fossil beheizt, zur Hälfte mit Heizöl und Gas. Zu viel für eine Stadt, die sich den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft verschrieben hat. «Fossile Rohstoffe werden aber immer kostbarer, um sie zu verheizen» so Urs Raschle, Vorsteher des Departementes Sicherheit, Umwelt und Soziales, in einer Mitteilung.

Die allgemeinen Kosten des Klimawandels werden laut Raschle immer grösser. Zu oft würden alte Ölheizungen wieder mit Ölheizungen ersetzt. Was auf den ersten Blick als einfach und günstig erscheine, könne aus Sicht der Zuger Regierung auf lange Sicht betrachtet teuer werden, so wird die CO2-Abgabe des Bundes auf Heizöl angehoben.

5000 Franken für neue Heizung

Über 1000 Ölheizungen sind in Zug in Betrieb, viele davon mehr als 20 Jahre alt und werden wohl in den nächsten Jahren ersetzt. «Insbesondere bei kleineren Anlagen gäbe es meist auch umweltfreundlichere Alternativen, die jedoch eine höhere Investition voraussetzen», schreibt die Stadt Zug.

Darum soll 2018 eine Abwrackprämie Abhilfe schaffen: Vorerst 20 Eigentümer von alten Ölheizungen soll belohnt werden, wenn sie sich für ein Heizsystem entscheiden, das mit erneuerbarer Energie betrieben wird.

Ist die alte Heizung 20-jährig und nicht grösser als 40 Kilowatt, gibt es 5000 Franken. Wer zusätzliche Massnahmen trifft, kann weitere Beiträge erhalten.

Anreiz für Ladestationen

Auch beim Verkehr will die Stadt Zug den Verzicht auf fossile Treibstoffe unterstützen, indem sie die Elektromobilität fördert. Dabei sollen ab 2018 Infrastrukturlösungen für mehrere Ladestationen, insbesondere die Basisinstallationen von Systemen mit Lastmanagement, unterstützt werden.

Die Stadt Zug übernimmt 30 Prozent der Initialkosten bis maximal 5000 Franken. Davon profitieren insbesondere Mehrfamilienhäuser mit mehreren Parkplätzen oder Tiefgaragen.

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