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Ab Sommer kurven selbstfahrende Shuttles durch Zug
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So sieht der neue Shuttle aus. Anwesend waren SBB-Chef Andreas Meyer (3. von rechts) und der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller (2. von rechts). (Bild: lha)

Futuristischer Pilotversuch mit SBB und Mobility Ab Sommer kurven selbstfahrende Shuttles durch Zug

3 min Lesezeit 07.03.2017, 11:37 Uhr

Erstmals werden in der Schweiz selbstfahrende Shuttles in ein bestehendes Verkehrs- und Mobilitätskonzept integriert. Die beiden Shuttles sollen ab Sommer 2017 zwischen dem Bahnhof Zug und dem Technologiezentrum Zug verkehren. Am Dienstag wurde ein neuer Prototyp enthüllt.

Am Pilotversuch beteiligen sich die SBB, Mobility Carsharing, die Stadt Zug, die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) und der Technologiecluster Zug (TCZ). Es geht beim Versuchsbetrieb um mehr als nur um den Testbetrieb von Bussen ohne Chauffeur.

Der Test soll Erkenntnisse bringen, wie der Shuttleservice ins Netz des öffentlichen Verkehrs integriert werden kann. Als flexibles on-demand-Angebot und als Element des Carsharing-Angebots in der Stadt Zug, wie es in der Medienmitteilung der SBB heisst.

Pilotversuch soll später ausgeweitet werden

Im Mittelpunkt des Pilotversuchs steht ein flexibles und kundenfreundliches Angebot für die Reise von A nach B. Die Partner werden schrittweise unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von selbstfahrenden Fahrzeugen testen: als Shuttleservice, integriert ins Netz des bestehenden öffentlichen Verkehrs, als flexibles on-demand Angebot und Zubringer zum Bahnhof sowie als zukünftiges Element eines Carsharing-Angebots für ein definiertes Gebiet in der Stadt Zug.

«Wir freuen uns diesen Sommer, zusammen mit unseren Partnern selbstfahrende Shuttle im innerstädtischen Verkehr im Einsatz zu haben und das Potenzial der Digitalisierung für unsere Kunden aktiv nutzbar zu machen», schreibt SBB-CEO Andreas Meyer auf Facebook.

 

Als Schweizer Premiere werden ab Sommer die beiden selbstfahrenden Shuttles nach und nach in ein bestehendes, innerstädtisches und bereits stark genutztes Verkehrs- und Mobilitätssystem integriert. Unter dem Aspekt der kombinierten Mobilität geht das Projekt damit weit über bisherige Versuche hinaus. Die Komplexität hinsichtlich Routenführung und Angebot wird im Projekt kontinuierlich gesteigert.

Partner kombinieren ihr Know-how

Dabei kombinieren die Partner ihr Know-how: Die SBB als Mobilitätsintegrator hat Erfahrung mit der Anbindung und Integration neuer Verkehrsangebote in die mobilen SBB-Apps und in der Betriebsführung komplexer Systeme. Mobility ist Spezialistin für Carsharing-Fahrzeugtechnologie sowie für stationäre- und «freefloating»-Carsharing-Angebote. Die ZVB schliesslich ist Spezialistin für den Unterhalt von Fahrzeugflotten und hat Erfahrungen zur Betriebsführung innerstädtischen und regionalen öV. «Der Technologiecluster Zug schafft einen neuen Ort für die urbane Industrie, die an den öV angebunden wird», so die Mitteilung.

Das futuristische Fahrzeug wurde am Dienstag in Zug enthüllt.

Das futuristische Fahrzeug wurde am Dienstag in Zug enthüllt.

(Bild: lha)

Zum Einsatz kommen elektrisch betriebene selbstfahrende Fahrzeuge der Firma Local Motors, die in Berlin hergestellt werden. Der Prototyp werde aktuell vom Hersteller in Berlin getestet. In einer ersten Projektphase verkehren die beiden selbstfahrenden Shuttles mit definierten Zwischenhalten zwischen dem Bahnhof Zug und Technologiecluster Zug. In der zweiten Phase – voraussichtlich ab 2018 – sollen die Kunden innerhalb eines begrenzten Gebiets beliebig zu- und aussteigen können. Der Pilotversuch wird bis Ende 2018 dauern. Danach werden die Partner entscheiden, ob und wie die selbstfahrenden Shuttles in das Zuger öV-System integriert werden.

Zug ist Pionierstadt

Die Stadt Zug will sich zu einer Pionierstadt für neue Verkehrsformen auf Basis selbstfahrender, intelligenter Fahrzeuge entwickeln, um damit langfristig auch eine Verkehrsentlastung der Innenstadt zu bewirken. Damit werde ein Mehrwert für die Einwohner sowie die in Zug ansässigen Unternehmen geschaffen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Hinweis: Im Verlauf des Tages folgt ein ausführlicher Artikel zum Thema

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