Kanton Luzern spart 20 Millionen beim Personal Ab Sommer gilt’s ernst: Lehrer und Verwaltung müssen länger arbeiten

2 min Lesezeit 30.01.2017, 10:07 Uhr

Der Kanton Luzern spart auch bei seinem Personal – nun hat er seine Personalverordnung angepasst. Für Verwaltungsmitarbeiter und Lehrpersonen heisst das ab Sommer: mehr arbeiten und weniger Feiertage.

Der Regierungsrat hat festgelegt, wie er die im Konsolidierungsprogramm 2017 (KP17) beschlossenen Personalmassnahmen umsetzen will. Er hat dazu die Personalverordnung angepasst (hier im Detail).

Mit diesen Massnahmen will die Regierung jährlich 20 Millionen Franken sparen. «Mit der Erhöhung der Unterrichts- und Arbeitszeit tragen das Personal der Schulen und der kantonalen Verwaltung einen wichtigen Teil zum KP17 bei», teilt die Regierung mit.

Für die Verwaltungsmitarbeitenden beträgt die wöchentliche Sollarbeitszeit ab 1. Juli 2017 bei einem 100-Prozent-Pensum neu 43,25 Stunden – statt bisher 42. Bei Teilzeitpensen ändert sich die Sollarbeitszeit entsprechend.

Dafür erhöht sich der Ferienanspruch: Bei Mitarbeitenden bis 59 Jahre um fünf Tage, bei Mitarbeitenden ab 60 Jahren um drei Tage. Die Erhöhung für 2017 erfolgt anteilsmässig per 1. Juli 2017.

Für die Lehrpersonen an den Volksschulen und den kantonalen Schulen der Sekundarstufe I und II erhöht sich die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung um eine Lektion. Dies bedeutet, dass sie ab 1. August 2017 entweder eine Lektion mehr unterrichten müssen oder eine Lohnreduktion in entsprechendem Umfang haben. Der Verband der Mittelschullehrer zieht deswegen bereits Abbaumassnahmen in Erwägung (zentralplus berichtete).

Bei den Dozierenden der Fachhochschulen (HSLU und PH Luzern) wird der Rahmen, in dem die wöchentliche Lehrverpflichtung festgelegt wird, um eine Lektion heraufgesetzt. Der Ferienanspruch beträgt neu fünf Wochen.

Auch Feiertage werden gestrichen: So gilt sowohl für Verwaltungsmitarbeitende wie auch für Lehrpersonen der Nachmittag des Schmutzigen Donnerstags und des Güdismontags, der Morgen des 24. und des 31. Dezembers sowie das Patroziniumsfest der Kirchgemeinde des Arbeitsortes ab dem 1. Juli 2017 nicht mehr als arbeitsfreie Tage.

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