Maskenpflicht im ÖV: VBL führt keine Kontrollen durch
  • Gesellschaft
Ab Montag gilt im ÖV die Maskenpflicht. (Bild: bic)

Nach steigenden Corona-Infektionen Maskenpflicht im ÖV: VBL führt keine Kontrollen durch

2 min Lesezeit 17 Kommentare 01.07.2020, 15:17 Uhr

Die Zahl der Covid19-Infizierten steigt seit einigen Tagen wieder an. Der Bundesrat hat deshalb die Maskenpflicht für den öffentlichen Verkehr ausgesprochen. Bei den Zuger und Luzerner Verkehrsbetrieben begrüsst man den Entscheid.

Der Bundesrat hat entschieden: Ab kommendem Montag gilt in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht. Wie die Luzerner und Zuger Verkehrsbetriebe diese umsetzen wollen, ist aber noch nicht ganz klar. «Das Schutzkonzept für den ÖV wird durch die Systemführer SBB und Postauto erstellt», schreiben die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) auf Anfrage.

«Unsere Mitarbeitenden tragen eine Maske, sobald der Abstand zu den Kunden nicht eingehalten werden kann.» Dies sei zum Beispiel bei der Billettkontrolle der Fall oder wenn ein Chauffeur beim Einsteigen behilflich ist. Im Hinblick auf die Maskenpflicht halten die ZVB fest: «Wir werden wir diese prüfen und umsetzen.»

VBL appelliert an die Eigenverantwortung

Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) befürworten den Entscheid des Bundesrates. Ein neues Konzept sei aber noch nicht erarbeitet worden. «Wir erfuhren heute über die Medien von diesem Entscheid. Die Systemführerschaft (SBB und Postauto) wird nun das Schutzkonzept anpassen. Dieses werden wir dann übernehmen», schreibt Sämi Deubelbeiss, Mediensprecher der VBL auf Anfrage.

Bisher nicht vorgesehen ist, den Passagieren Masken zur Verfügung zu stellen. Hier wird also an die Eigenverantwortung appelliert. Was mit Masken-Verweigerer im ÖV geschehen soll, ist noch unklar. Auch hier warte man auf den Bescheid der Systemführer. Klar ist aber jetzt schon, dass durch das Fahrpersonal der VBL keine Kontrollen durchgeführt werden kann und darf. Auch zusätzliche Kontrollen sind seitens der VBL nicht angedacht.

Luzerner Regierung befürwortet die Maskenpflicht

Mit dem Entscheid reagiert der Bundesrat auf Empfehlungen von Experten und den Wunsch einiger Kantone. Auch der Luzerner Regierungsrat Guido Graf (CVP) hat sich verschiedentlich für eine grundsätzliche Maskenpflicht im ÖV ausgesprochen.

Ebenso spricht sich der Präsident der Zentralschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz, Martin Pfister, dafür aus. «Ich begrüsse eine einheitliche Lösung», sagte der Zuger am Mittwoch im Regionaljournal des SRF.

Die SBB waren für eine Stellungnahme bisher noch nicht zu erreichen. Weitere Informationen wurden für den späten Nachmittag angekündigt. Bisher ist sie jedoch nicht eingegangen. Bundesrat Alain Berset hielt an der Pressekonferenz vom Mittwochnachmittag jedoch fest, dass keine Bussen vorgesehen sind, wenn die Maskenpflicht nicht eingehalten wird.

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17 Kommentare
  1. Hans Peter Roth, 02.07.2020, 19:09 Uhr

    Eine Pflicht ohne Kontrolle macht nicht viel Sinn. Rechtlich interessant bleibt die Behauptung der VBL, dass sie keine Masken-Kontrollen durchführen dürfe. Billet-Kontrollen und Bussen für Schwarzfahren sind ja auch legal.

  2. Corona, 02.07.2020, 11:21 Uhr

    Mit oder ohne Maske, ich werd euch alle kriegen..

  3. Daniel, 02.07.2020, 09:33 Uhr

    Aha Herr Wicki. Finde ich eine super Aussage. Sie sind sicher für den Klimaschutz, oder? Da wären wir wieder am Anfang des ganzen. Es geht hier nicht um mich. Ich Fahre Berufshalber immer mit dem Auto. Ich denke da eher an die Älteren Leute wie z.B. meine Schwiegermutter. Kein Auto, kein Fahrrad und zu allem noch eine kleine Pension. Es haben nicht alle Personen vielleicht einen so Grossen Lohn wie Sie. Also bitte seien Sie vernünftig Und gehen Sie mit Ihren Gedanken vorsichtig um. Ist ist ein Anrecht jeden Bürgers diese Masken zu erhalten. Wir Zahlen ja schliesslich alle brav unsere Steuern (bei Ihnen weiss ich nicht wo Sie diese bezahlen aber eventuell in einem Steuerparadies). Aber eben. Man kann ja seine Meinung kundtun wie man will.

    1. Philipo, 02.07.2020, 12:38 Uhr

      Waschbare Maske kaufen. Problem gelöst. Und wenn sich Ihre Schwiegermutter diese auch nicht leisten kann können Sie Ihr die 15.- bestimmt geben.

    2. Adrian Wicki, 02.07.2020, 19:09 Uhr

      @Daniel: Interessante Annahmen, die Sie da treffen. Nur weil ich der Meinung bin, dass es nicht Staatsaufgabe ist, dem Bürger Gesichtsmasken abzugeben, muss ich noch lange nicht über einen grossen Lohn verfügen oder im Steuerparadies wohnen. Basieren alle Ihre Aussagen auf so lahmen Thesen?

  4. Daniel Boss, 02.07.2020, 07:54 Uhr

    Jetzt wurde eine Maskenpflicht im ÖV entschieden. Nun gut. Es geht hier um eine Maskenpflicht. Also eine Pflicht welche vom Bund entschieden wurde. Wer zum Geier bezahlt mir diese Masken? Da die Pflicht vom Bund angeordnet wurde muss auch dieser für die Kosten aufkommen. Es ist ja nicht freiwillig. Eine andere Rechnung. Wir nehmen 100 Personen im ÖV, davon sagen ca. 80% sie würden eine Maskenpflicht empfehlen, getragen wurde diese bisher nur von ca. 10% – 20%. Hätten diese 80% wo es gewünscht hätten diese bereits auch getragen, wäre die Pflicht nicht gekommen und wir wären so ganz gut an ein Ziel gekommen auch wenn dieses doch noch ein Stück entfernt ist.

    1. Adrian Wicki, 02.07.2020, 08:32 Uhr

      Warum soll Ihnen der Bund Masken bezahlen? Es zwingt Sie ja keiner, den öV zu nutzen. Auf dem Töff gilt auch ein Helmobligatorium. Deshalb bezahlt mir auch keiner den Helm.

    2. Andreas Peter, 02.07.2020, 10:02 Uhr

      @Boss: Genau das!
      Das zeigt nur eines mit Sicherheit: Bei diesen Umfragen wird getrickst.
      Es ist nicht logisch, dass eine Mehrheit für die Maskenpflicht ist, aber nur eine Minderheit freiwillig eine trägt.
      Wir werden mit diesen Umfragen laufend betrogen!
      Man kann nur hoffen, dass wenigstens bei Abstimmungen noch richtig gezählt werden. Sicher bin ich mir leider nicht mehr.

    3. Philipp, 02.07.2020, 10:06 Uhr

      Kaufen sie sich eine waschbare Maske für 15.- und gut ist. Ich habe mir gestern eine mit spezieller Beschichtung für 29.- gekauft. Muss jede Woche 1 mal gewaschen werden und kann 30x gewaschen werden. Das heisst ich gebe in Pro Woche 1.- aus. Wo liegt das Problem. Ich glaube Sie geben Geld für dümmeres aus.

  5. Awilix Abracan, 01.07.2020, 18:06 Uhr

    Die Schildkröte Bund ist erwacht. Sie regiert wieder. Die bürgerliche Mehrheit ist nur dann schnell, wenn sie irgendwelche Vorteile für ihre Klientel umsetzen darf. Wenn es ums Gemeinwohl geht, sind die „Volksparteien“ lame ducks!

  6. Andreas Peter, 01.07.2020, 16:27 Uhr

    Drehen wir jetzt schon wieder durch?

    Im Kanton Luzern (ca. 410 000 Einwohner) gab es in den letzten 9 Tagen:
    – Keinen Corona Todesfall (schon seit vielen Wochen bleibt es bei 20).
    – Eine Beendigung der Intensivpflege (Jetzt ist nur noch 1 Patient auf Intensiv).
    – 16 zusätzlich positiv Getestete. Umstände sind mir unbekannt (Reisende, Migranten, Hotspots…).

    Was soll das die erneute Aufregung?

    1. olga von der wolga, 01.07.2020, 18:21 Uhr

      eine maske tragen tut nicht weh und ist kein drama. machen sie es einfach zum schutz von sich und ihrer mitmenschen. dankeschön!!!

    2. Andreas Peter, 01.07.2020, 18:41 Uhr

      @olga von der wolga: Doch das tut weh und ist ein Drama und sieht übel aus und entfremdet die Menschen.
      Die Maskenträger sehen aus wie willenlose Untertanen eines üblen Regimes.
      Sehen Sie das denn nicht?
      Und wofür? Für nichts! Alles nur Panikmache.
      Ja, cui bono? Ich weiss es auch nicht mit Sicherheit, aber das ist so krank wie meine offenbar willenlosen Mitbürger.

    3. olga von der wolga, 01.07.2020, 19:29 Uhr

      ich sehe mich nicht als willenlosen untertan….eher als solidarisch denkender mitbürger.
      wenn sie sich in der schweiz unterdrückt fühlen sollten sie ihre pensionskasse auszahlen lassen und auswandern.
      ich fühle mich wohl in der schweiz und finde uns geht es sehr gut. da ist eine maske zu tragen in der coronazeit kein grosses opfer. sehen sie es als chance schneller in den alltag zurück zu können. Mit freundlichen Grüßen olga

    4. Peter Bitterli, 01.07.2020, 19:35 Uhr

      Herr Peter, die Aufklärung dringt in diesem Fall einfach nicht durch. Es nützt nichts. Die Lemminge wollen‘s nicht hören. Ich verstehe noch nicht, wieso. Vielleicht wird die Massenpsychose post festum erklärt. Sie können soviel Statistiken, Wahrscheinlichkeiten, Mortalitäten, Letatitäten, Vergleiche, Relationen, Krankheitsbilder in‘s Feld führen wie sie wollen. Das muss etwas mit den Massenmedien, also TV Leutschenbach zu tun haben. Dort holt das Volk seine Emotionen ab. Die ganze Corona-Sache ist eine Art Lackmustest für Medienkompetenz. Finster sieht es aus.
      Zu den kantonalen Zuständen siehe meine Ausführungen hiesigenorts im Artikel über die Angst des Regierungsrats.

    5. Peter Bitterli, 01.07.2020, 19:37 Uhr

      Christine, hast Du dem Herrn Peter gerade gesagt „Geh doch nach Moskau“, weil er eine andere Meinung hat als Du? Sind wir wieder soweit? Du meinst, Luzern brauche mehr SP-Frauen. Jetzt belegst Du, warum um Himmels Willen nicht.

    6. neustädtler, 01.07.2020, 19:44 Uhr

      simonetta machts, berset machts, ich machs….tragt doch einfach eine maskenund gut

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