53-Millionen-Projekt zwischen Kriens und Littau hat Folgen für Verkehr in Luzern
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Die Rengglochstrasse Richtung Littau. (Bild: zvg)

Rengglochstrasse muss erneuert werden 53-Millionen-Projekt zwischen Kriens und Littau hat Folgen für Verkehr in Luzern

3 min Lesezeit 2 Kommentare 19.01.2021, 05:00 Uhr

18 Monate Totalsperrung und Kosten von über 50 Millionen Franken: Die Neugestaltung der Rengglochstrasse hat es in sich. Das Grossprojekt zwischen Kriens und Littau wurde in der Vergangenheit bereits kontrovers diskutiert. Nun will der Luzerner Regierungsrat vorwärtsmachen – das letzte Wort werden die Stimmbürger haben.

Die Kantonsstrasse K 4 führt um das westliche Ende des Sonnenbergs durch das Renggloch und verbindet Kriens mit Malters und dem Luzerner Ortsteil Littau. Und sie bereitet dem Kanton schon länger Kopfzerbrechen.

Baulich genügt sie den heutigen Anforderungen schon lange nicht mehr. So ist sie zu schmal, hat keinen separaten Veloweg und ist stark von Erdrutschen und Steinschlag bedroht. Kommt hinzu, dass die Fahrbahn und die Kunstbauten in einem schlechten Zustand sind. Obendrauf ist da auch noch der Knoten Horüti – dieser ist als Unfallschwerpunkt berüchtigt.

Gefährlicher Knoten soll entschärft werden

Keine Frage, es besteht Handlungsbedarf. Der Luzerner Regierungsrat hat nun ein entsprechendes Strassenprojekt bewilligt und beantragt dem Kantonsrat, einen Sonderkredit von 53 Millionen Franken zu sprechen.

Konkret soll die Rengglochstrasse damit erneuert, verbreitert und mit einem Rad- und Gehweg ergänzt werden. Ein komplett neues Brückenbauwerk und weitere Kunstbauten sollen die Strasse nachhaltig vor Naturgefahren schützen. Der gefährliche Knoten Horüti soll zu einem Kreisel mit 36 Meter Durchmesser umgestaltet werden.

Totalsperrung wegen neuer Brücke

Herzstück des Projektes ist allerdings die 160 Meter lange Brücke und deren Stützmauern. Um diese zu realisieren, muss die Kantonsstrasse für rund 18 Monate gesperrt werden. Das wird Auswirkungen auf den Verkehr – insbesondere in der Stadt Luzern – haben.

«Die Totalsperrung wird insbesondere in der Stadt Luzern grössere Verkehrsverlagerungen auslösen, die durch flankierende Massnahmen eingedämmt und gelenkt werden sollen», heisst es in einer Mitteilung der Regierung. Damit soll erreicht werden, dass der öffentliche Busverkehr während der Sperrung nicht zusätzlich behindert wird.

Provisorische Busspuren sind geplant

Konkret soll in Littau, im Abschnitt Grenzhof bis Rönnimoos, eine rund 270 Meter lange provisorische Busspur entstehen. Solche «Busbevorzugungsmassnahmen» sind auch auf der Ritterstrasse sowie der Rothenstrasse vorgesehen. Auf letzterer ist zudem eine Ampel geplant, um den Verkehr weiter zu dosieren. Der überregionale Verkehr soll möglichst auf die Autobahn gelenkt werden.

Keine einfache Lösung gibt es für die Velofahrer. Die direkte Verbindung zwischen Kriens und Malters respektive Littau fällt für sie während der Bauzeit weg. «Sie sollen auf die attraktivste Route durch die Stadt Luzern geführt werden. Andere Alternativrouten bestehen nicht oder weisen eine sehr grosse Höhendifferenz auf», heisst es in der Botschaft der Regierung an den Kantonsrat.

Sperrung für die Jahre 2023/2024 vorgesehen

Wann der Baustart für das Projekt erfolgen wird, steht noch nicht fest. Zunächst muss der Kantonsrat den dafür notwendigen Sonderkredit über 53 Millionen Franken absegnen. Da sich die Kosten auf über 25 Millionen Franken belaufen, unterliegt das Projekt dem obligatorischen Referendum. Die Stimmbürger haben somit das letzte Wort. Die aktuelle Planung geht davon aus, dass der Baubeginn frühestens 2022 erfolgt und die Vollsperrung in den Jahren 2023/2024.

In der Öffentlichkeit wurde das Projekt in der Vergangenheit schon kontrovers diskutiert. Zwar argumentierte niemand gegen die Notwendigkeit einer Erneuerung der Strasse, die im Wesentlichen immer noch auf dem Stand der späten 1950er-Jahre ist, als sie erstellt wurde.

Insbesondere die Stadt Kriens äusserte aber Vorbehalte, was den Lärmschutz betrifft. Grund: Dem vorgesehenen Strassenbelag fehlten lärmreduzierende Eigenschaften, weshalb man 2018 Einsprache einreichte (zentralplus berichtete). Wie der Strassenbelag nun ausgestaltet wird, ist der vorliegenden Botschaft nicht zu entnehmen. Dort ist lediglich vermerkt, dass die Einsprache des Krienser Stadtrates als erledigt erklärt werden konnte.

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2 Kommentare
  1. Lucas Eiholzer, 01.02.2021, 11:03 Uhr

    Dass hier was gemacht werden muss, ist glaub ich allen klar. Aber meiner Meinung nach würde man besser von der Abzweigung Malters/Kriens/Littau (Knoten Horüti) bis zur Abzweigung in Obernau nach Schwarzenberg eine Verbindung per Tunnel und jeweils zwei Kreisel als Anschluss bauen.
    Das fände ich die beste Lösung für das Problem an dieser engen Stelle.
    Aber damit bin ich wohl nun zu spät… 🙁

  2. Müller, 19.01.2021, 15:13 Uhr

    wieder etwas wo man seit 30 Jahren Diskutiert und nie gemacht wurde ein Tunnel direkt von Littau mit der Verbindung zu Schnellstrasse war mal die Rede und nun wirft man 55 Millionen so raus, die VBL, Linie 12, und 30 Fahren hintereinander har dabei könnte einer Tagsüber wen alles saniert ist bis ins Oberau Fahren man müsste nicht immer um die ganze Cili rum,

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