50 Tätowiererinnen zeigen in der Luzerner Metzgi ihre Kunst
  • Kultur
Mo Ducommun, Jay, Marta und Priselle vom «The Atelier» Luzern.

Körperkult auf einem Stück Holz 50 Tätowiererinnen zeigen in der Luzerner Metzgi ihre Kunst

2 min Lesezeit 4 Kommentare 31.08.2020, 22:11 Uhr

Knapp 50 Tätowiererinnen und Künstler haben an diesem Montag in der Luzerner Metzgerhalle ihre Werke präsentiert. Nicht auf der Haut, sondern auf einem Stück Holz.

Die Hafenbar zur Metzgerhalle liegt in schummerigem Licht vor uns. Aus dem Inneren dröhnt Soul aus den Boxen, an diesem Montag herrscht in der Kneipe ein buntes Treiben.

Körperkunst ist hier auf jedem Millimeter zu bestaunen. Auf der Haut der Anwesenden – oder auf einer der knapp 50 Holzpaletten, die in Form eines Körpers an den Wänden hängen. Künstlerinnen und Tätowierer aus der ganzen Schweiz präsentieren hier an der Baselstrasse ihr kreatives Schaffen.

Hinter der Ausstellung steht der Tätowierer Jay vom Tattoo-Studio «The Atelier» an der Wesemlinstrasse. «Das Zusammenkommen und das Zusammenhalten aller Künstler ist mir ein grosses Anliegen», sagt er. «Um dabei auch all die verschiedenen Kunststile in ihrer ganzen Diversität zu zelebrieren.» Vor rund zweieinhalb Monaten begann er, Schweizer Tätowiererinnen und Künstler anzufragen und ihnen eine Holzplatte nach Hause zu schicken. Die Künstler konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen, ohne jegliche Vorgaben.

«Es geht dabei null um Profit», sagt Jay. Die Ausstellung dauert gerade einmal einen Tag. Bereits morgen werden die Kunstwerke also wieder abgehängt.

Bei einem Gang durch die Bar zeigt sich, wie unterschiedlich ein Stück Holz bemalt und besprayt werden kann.

Hier erhältst du einen Einblick in die Ausstellung:

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4 Kommentare
  1. CScherrer, 02.09.2020, 11:25 Uhr

    Zeigt mal Menschen, die nicht tätowiert sind. Ist sowas von bünzlig sich tätowieren zu lassen. Aber ein gutes Handwerk ist es allemal.

  2. Daniel Steiner, 01.09.2020, 06:51 Uhr

    Warum steht da Tätowiererinnen? Laut den Bildern waren darunter auch Männer?

    1. Redaktion Redaktion zentralplus, 01.09.2020, 07:51 Uhr

      Auch Sprache kann diskriminierend sein. Wir verzichten aus Gründen der Lesbarkeit auf Verdoppelungen, Binnen-I, Sternchen oder Gendergap. Immer mal wieder lassen wir aber die femininen Begriffe einfliessen, wenn Frauen in der Mehrheit sein dürften. Hier gilt dann jeweils wie bei der rein männlichen Form, dass das andere Geschlecht mitgemeint ist.

    2. Hugo Ball, 01.09.2020, 08:57 Uhr

      Sternchen sind ja äusserst beliebte Tattoo-Motive. Passt also wunderbar zusammen. Unklar bleibt, ob Sterne (Windrosen) auch in den russischen Knästen wegen dem Gender-Hintergrund so beliebt sind.

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