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50 Personen evakuiert, einzelne Wohnungen nicht mehr bewohnbar
  • Gesellschaft
Bei Brandausbruch befanden sich zwei Personen in der Wohnung, wo das Feuer auf dem Balkon ausbrach. (Bild: Zuger Polizei)

Brand in Chamer Überbauung Hammergut 50 Personen evakuiert, einzelne Wohnungen nicht mehr bewohnbar

2 min Lesezeit 27.05.2020, 14:20 Uhr

In der Überbauung «Hammergut» in Cham ist die Fassade sowie das Dach eines Mehrfamilienhauses in Brand geraten. Rund 50 Personen mussten evakuiert werden. Der Schaden am Gebäude ist gross.

Am Mittwochmorgen kurz nach 07:15 Uhr, erreichte die Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei die Meldung, dass es im Hammergut auf einem Balkon brenne. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte das Feuer bereits auf die Holzfassade übergegriffen. Von dort dehnten sich die Flammen weiter über das Dach auf die hintere Hausseite aus.

Ein Grossaufgebot der Feuerwehren Cham und Steinhausen begann unverzüglich die Flammen von allen Seiten zu bekämpfen. Dabei wurden sie von der Stützpunktfeuerwehr Zug (FFZ) mit einer Autodrehleiter und einem Hubretter unterstützt. Ebenfalls stand die Feuerwehr Unterägeri mit einer Autodrehleiter im Einsatz.

Mit mehreren Atemschutztrupps gelang es schliesslich, dass Feuer unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Um an versteckte Glutnester zu gelangen, musste die Hausfassade fast vollständig entfernt werden. Der Wassertransport erfolgte ab dem Hydrantennetz sowie aus der Lorze. Dafür wurden mehrere Wasserleitungen durch die Feuerwehren gelegt.

50 Personen mussten evakuiert werden

Bei Brandausbruch befanden sich zwei Personen in der Wohnung, wo das Feuer auf dem Balkon ausbrach. Die beiden Bewohner sowie weitere Personen aus der betroffenen Liegenschaft wie auch aus mehreren Nachbargebäuden wurden evakuiert. Gesamthaft waren dies rund 50 Personen. Ein Teil von ihnen wurden durch den Rettungsdienst Zug vor Ort auf gesundheitliche Beeinträchtigungen untersucht. Eine 54-jährige Frau musste in der Folge mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital eingeliefert werden. Sie konnte das Spital in der Zwischenzeit jedoch wieder verlassen.

Die Brandursache ist noch unklar, schreiben die Zuger Strafverfolgungsbehörden und wird durch den Kriminaltechnischen Dienst der Zuger Polizei abgeklärt. Der Sachschaden ist gross, die genaue Höhe kann jedoch noch nicht beziffert werden. Einzelne Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar. Die Sinserstrasse mussten während dem Feuerwehreinsatz vollständig gesperrt werden.

100 Feuerwehr-Angehörige im Einsatz

Im Einsatz standen rund 100 Angehörige der Feuerwehren Cham, Steinhausen, Zug (FFZ) und Unterägeri, der Rettungsdienst Zug mit mehreren Fahrzeugen, der Rettungsdienst Affoltern am Albis sowie Mitarbeitende des Feuerwehrinspektorates, der Gebäudeversicherung und der Zuger Polizei.

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