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2026 soll mit Luzerner Durchgangsbahnhof begonnen werden

2 min Lesezeit 15.01.2018, 09:25 Uhr

In der Stellungnahme zum Bahnausbauschritt 2035 des Bundes fordert das Zentralschweizer Komitee Durchgangsbahnhof im Namen seiner 700 Zentralschweizer Mitglieder den Baustart des Durchgangsbahnhofs Luzern im Jahr 2026. Dieses Ziel sei realistisch, wenn mit der Projektierung unverzüglich begonnen wird.

Weiter begrüsst das Komitee, dass der Durchgangsbahnhof Luzern vom Bund als sinnvolles Projekt in der Botschaft erwähnt ist. Es fordert aber vom Bund die Möglichkeit für eine Vorfinanzierung mit Umsetzungsgarantie. Damit könnten die Kantone die Planung und den Bau in Eigenregie vorantreiben. Dies sei notwendig, sollte der Bund die Prioritäten im AS2035 – wie angekündigt – noch nicht beim Durchgangsbahnhof Luzern sehen.

«2026 muss mit dem Bau des Durchgangsbahnhofs Luzern begonnen werden, damit wir frühestmöglich zum dringenden nötigen Bahnausbau kommen», sagt Hans Wicki, Ständerat und neuer Präsident des Zentralschweizer Komitees Durchgangsbahnhof Luzern. «Dieser Zeitplan ist sportlich, aber nicht unrealistisch».

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Damit 2026 mit dem Bau des Durchgangsbahnhofs Luzern begonnen werden kann, soll 2018/2019 das bestehende Vorprojekt um die «Rampe Heimbach»erweitert werden. Zwischen 2020 und 2022 soll das vertiefende Bau- und Auflageprojekt über das ganze Projekt erarbeitet werden. Anschliessend kann das Plangenehmigungsverfahrens und die Ausschreibung parallel erfolgen.

Zentralschweizer öV weiterentwickeln

Das Komitee fordert in seiner Stellungnahme zum AS2035 den Bund auf, die SBB zu beauftragen, im aktuellen Jahr 2018 mit den genannten planerischen Arbeiten fortzufahren. Das Komitee ist der Auffassung, dass mindestens die Ergänzung des Vorprojekts bereits im Bundesbeschluss vom 21. Juni 2013 über den Ausbauschritt 2025 enthalten ist.

Daher muss diesbezüglich nicht bis zum Entscheid AS2035 und damit bis 2019 gewartet werden. Die Erstellung des nachfolgenden Bau- und Auflageprojekts, die Durchführung des Plangenehmigungsverfahrens und die Ausschreibung sollen spätestens im Rahmen des AS2035 verbindlich vorgesehen sein. Das Komitee fordert daher, im Bundesbeschluss AS2035 den Umfang der Projektierungsarbeiten bis zur Baureife explizit festzuschreiben, wie dies in der Antwort vom Bund auf die Interpellation von Ständerat Konrad Graber in Aussicht gestellt wurde.

«Unser Bahnsystem kommt bald an den Anschlag.»

Hans Wicki

«Unser Bahnsystem kommt bald an den Anschlag. Wir brauchen daher auch mittelfristige Verbesserungen», fordert Hans Wicki weiter. Solche seien im Ausbauschritt 2025 auf Hauptachsen nicht vorgesehen. Der öffentliche Verkehr in der Zentralschweiz sei bis zur Inbetriebnahme des Durchgangsbahnhofs Luzern bereits schrittweise hin zum Ziel zu entwickeln.

Der Bund soll laut Komitee im Bundesbeschluss zum Ausbauschritt 2035 aufzeigen, mit welchen konkreten aufwärtskompatiblen Projekten das öV-Angebot in der Zentralschweiz speziell im Knoten Luzern und auf der Achse Olten–Sursee–Luzern–Zug–Zürich in den nächsten rund 15 bis 20 Jahren verbessert werden kann. So bietet das im AS2035 vorgesehene Projekt Zimmerberg-Basistunnel 2 neue Chancen: Zu diesem Projekt nötige, kleinere Streckenmassnahmen könnten vorgängig und so zeitnah wie möglich realisiert werden. Dies würde einen Angebotsausbau bereits vor 2030 möglich machen, welcher zur laufend steigenden Nachfrage passt.

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