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20 verschiedene Fischarten tummeln sich im Sempachersee
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Rotfeder auf dem Messtisch: Von dieser Fischart wurden 312 Stück gefangen. (Bild: zvg/Pascal Vonlanthen)

Kanton Luzern analysiert Fischbestände 20 verschiedene Fischarten tummeln sich im Sempachersee

2 min Lesezeit 16.07.2019, 17:50 Uhr

Der Kanton Luzern hat erstmals die Fischbestände im Sempachersee mit einer standardisierten Methode erfasst. Von 20 Fischarten sind 5 eingeschleppt.

In einer aufwendigen Befischungsaktion konnten im Sempachersee 20 Fischarten nachgewiesen werden: 15 davon sind einheimisch und standortgerecht, 5 wurden eingeschleppt. Daneben wurde auch eine Hybridform sowie der Kamberkrebs nachgewiesen.

Am häufigsten seien die Fischarten Felchen und Egli, teilt der Kanton Luzern mit. Der erhobene Fischbestand und die festgestellte Verbreitung zeigen, dass sich die grossen Investitionen in die Seesanierung lohnen. «Die getroffenen Massnahmen beleben den Lebensraum Sempachersee ökologisch nachweislich», heisst es in der Mitteilung.

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Vom Bund unterstützt

Die Artenzusammensetzung der Fische eines Gewässers stelle einen hervorragenden Indikator für dessen Status als Ökosystem dar. Aus den klassischen Fischfangstatistiken und weiteren Beobachtungen ist die Fisch-Artenvielfalt im Sempachersee zwar bekannt. Zahlreiche Fischarten werden aber aus unterschiedlichen Gründen gar nicht befischt.

Um ein vollständiges Bild der Bestände im See zu erhalten, hat die kantonale Dienststelle Landwirtschaft und Wald nun diese vom Bund finanziell unterstützte Untersuchung in Auftrag gegeben.

13’000 Fische gefangen

Im Herbst 2018 fand über mehrere Tage hinweg ein aufwändiges Befischungsprogramm statt. Insgesamt wurden 13’186 Fische gefangen, mehrheitlich Kleinfischarten oder Jungtiere im Gesamtfanggewicht von rund 565 Kilogramm. Die Menge entspricht 0,6 Prozent der jährlichen Fangmenge durch Berufs- und Angelfischerei.

In Ufernähe des Sempachersees wurde ein Bodennetz ausgelegt. (Bild: zvg/Pascal Vonlanthen)

Am häufigsten ging der Egli ins Netz: Rund 7’700 Stück mit einem Gewicht von fast 190 Kilo wurden gefangen. Doch gemäss Hochrechnung sind die Felchen zahlenmässig etwa anderthalbmal so häufig anzutreffen wie Egli – und gewichtsmässig dürften die Felchen das Sechsfache der Biomasse aller Egli aufweisen.

Diese beiden Arten dominieren als Fischarten im Sempachersee, was entsprechend attraktiv für die Berufs- und Angelfischerei ist.

Fische nach Häufigkeit

Folgende Fische kommen im Sempachersee vor: Egli, Felchen, Rotauge, Kaulbarsch, Sonnenbarsch, Rotfeder, Alet, Gründling, Brachse, Wels, Schleie, Blicke, Barbe, Hasel, Laube, Forelle, Zander, Karpfen, Hecht, Kamberkrebs, Blaubandbärbling, Hybridform (Rotauge/Brachse).

Seesanierung zeigt Wirkung

Der Schlussbericht zeige den Sempachersee als Beispiel für einen See, dessen Charakteristika im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte durch Seespiegelabsenkungen und im letzten Jahrhundert durch übermässigen Nährstoffeintrag stark verändert wurde, so die Bilanz. Die menschgemachten Beeinträchtigungen gipfelten im massiven Fischsterben im Jahr 1984, bei dem 26 Tonnen Fische verendeten. Es sei davon auszugehen, dass einzelne Fischarten durch die menschgemachten Veränderungen verschwunden sind.

Die aktuelle Erhebung zeige, dass sich die grossen Investitionen wie Sauerstoffeintrag, Belüftung, Zirkulationshilfe, Phosphorprojekte oder Abwasserreinigungsanlagen lohnen.

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