20-Jähriger will Frau helfen: Täter verprügeln ihn und stossen ihn aufs Bahngleis
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Die Zuger Polizei konnte nach dem Angriff eine Person vorübergehend festnehmen. (Bild: Zuger Polizei)

Rotkreuz 20-Jähriger will Frau helfen: Täter verprügeln ihn und stossen ihn aufs Bahngleis

2 min Lesezeit 9 Kommentare 27.12.2020, 11:29 Uhr

In der Nacht auf Freitag ist es am Bahnhof Rotkreuz zu einer Auseinandersetzung gekommen. Eine Person wurde festgenommen, nach mutmasslichen Mittätern wird weiter gefahndet.

Ein junger Mann ist in der Nacht auf Freitag, den 25. Dezember, am Bahnhof Rotkreuz von vier anderen Männern angegriffen worden. Die Tat ereignete sich gegen 1 Uhr nachts, schreibt die Zuger Polizei in einer Mitteilung. Der 20-Jährige bekam mit, wie eine junge Frau, die er kannte, von zwei Männern verbal belästigt wurde. Also mischte er sich ein und forderte die Männer auf, die ebenfalls 20-jährige Frau in Ruhe zu lassen.

Die Angesprochenen liessen es jedoch nicht dabei und griffen den 20-Jährigen mit zwei weiteren Männern an. Sie traktierten ihn mit Faustschlägen und Fusstritten, schreibt die Polizei.

Mit voller Wucht aufs Gleis gestossen

Schliesslich konnte das Opfer aufstehen und flüchten, wurde aber von einem der Angreifer verfolgt. Als er den 20-Jährigen eingeholt hatte, stiess er ihn «mit voller Wucht auf ein Bahngleis». Das Opfer blieb kurz liegen, rettete sich dann aber zurück aufs Perron. Dort wurde es wieder von der Gruppe angegriffen und geschlagen.

Erst als ein unbeteiligter Passant die Tat beobachtete und einschritt, verschwanden die vier Tatverdächtigen in unterschiedliche Richtungen. Die Zuger Polizei konnte einen von ihnen, einen 19-jährigen Schweizer, jedoch nur wenige Stunden später an seinem Wohnort festnehmen. Die drei anderen Beteiligten werden derzeit ermittelt.

Das Opfer erlitt beim Angriff eine Rissquetschwunde und mehrere Prellungen. Es wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht, konnte dieses aber noch in der gleichen Nacht wieder verlassen. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug.

Zugpassagier wollte sich nicht an Schutzmaskenpflicht halten

Ansonsten hatte die Zuger Polizei über die Weihnachtstage keine ausserordentlichen Einsätze. Bei den insgesamt sieben Verkehrsunfällen, die sich zwischen dem 24. und dem 26. Dezember ereignet haben, wurde niemand verletzt. Allerdings wurde die Zuger Polizei am Samstag vom SBB-Personal um Unterstützung gebeten, weil sich ein Fahrgast im Zug von Zürich nach Luzern weigerte, seine Schutzmaske korrekt zu tragen oder den Zug zu verlassen. Auch vor der Polizei zeigte sich der 69-Jährige renitent. Am Bahnhof Zug wurde er jedoch aus dem Zug begleitet. Nun muss er sich vor der Staatsanwaltschaft verantworten.

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9 Kommentare
  1. mebinger, 27.12.2020, 11:38 Uhr

    Eine Affenschande einen 69-jährigen so zu behandeln , wie tief wollen wir noch sinken bis wir endlich zu denken anfangen, Masken nützen nichts und schaden massiv

    1. Masken Träger, 27.12.2020, 14:29 Uhr

      @mebinger – Leute die solchen Stuss, den sie hier von sich geben, glauben und sich deshalb weigern, Vorschriften einzuhalten interessieren mich eigentlich gleich null. Es ist mir auch egal, wenn diese von der Seuche heimgesucht werden. Das Problem ist jedoch, dass sie mit ihrem Egoismus und dem Verzicht auf die Maske meine Gesundheit gefährden ohne dass ich mich selber schützen kann. Daher ein grosses Danke an das SBB-Personal und die Polizei, dass sie den Rentner aus dem Zug entfernt haben.

    2. Roli Greter, 28.12.2020, 09:04 Uhr

      Masken Träger, bitte schützen sie sich selber und hören auf solchen Unsinn zu verbreiten. Sue dürfen gerne ihre Maske tragen und tun dies hoffentlich schon seit immer; Influenza- , Noro- uns andere Killerviren begleiten uns seit Jahrzehnten. Bleiben sie am besten zuhause. Am besten schützen sie übrigens andere indem sie offline gehen 😉

    3. Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 28.12.2020, 09:11 Uhr

      @Maskenträger: Impfen lassen, Maske tragen, Abstand halten und selbst gewählte Isolation und sozialer Rückzug wann immer möglich. Tun Sie, was immer Sie für richtig halten – unbedingt. Bitte erwarten Sie aber in einem auf Demokratie und Selbstverantwortung gründenden System (noch gilt dies) nicht, dass Ihre persönliche Wahrheit auch eine Verhaltensregel für alle anderen darstellt.

    4. kaalro, 28.12.2020, 10:24 Uhr

      @mebinger; Leute die andere mit ihrem Verhalten gefährden sollen entsprechend behandelt werden. Bringen Sie Beweise, dass Masken nichts nützen und sogar schaden sollen! Oder gehen Sie in die Spitäler und reden mit Fachpersonen, dann wird Ihr Hirn auch wieder eingeschaltet.

    5. yerba, 28.12.2020, 10:33 Uhr

      Das medizinische Personal schützt sich und seine Patienten seit Jahrzehnten mit Hygienemasken gegen gegenseitige Ansteckungen. Das sind ja auch nicht alles Idioten, oder?

    6. Silvan Studer, 28.12.2020, 10:58 Uhr

      @kaalro: Wenn die Politik Vorschriften macht, dann muss die Politik beweisen, dass sie das zu Recht tut. Niemand muss beweisen, dass die Masken NICHTS nützen oder schaden, ausser die Politik verbietet Masken. Dann müsste sie das beweisen. Verstehen Sie?

      @yerba: Die Anwendung der Masken in einem sterilen Umfeld, mit definierten Bedingungen und der Möglichkeit der Handdesinfektion hat sehr wenig damit zu tun, wie die „Maske für jedermann“ wirkt, mit schmutzigen Händen, nicht sterilen Aufbewahrungsmöglichkeiten etc.
      Die Maske mag eine Wirkung im medizinischen Umfeld haben, aber für das Coronavirus ist diese ohnehin sehr begrenzt. Anfang Jahr wurde noch kommuniziert, dass die Masken nichts nützen.
      Das war wohl gar nicht so falsch.

      „Masken sind … nur als Ergänzung zum Abstandhalten sinnvoll – und natürlich dann, wenn es schwierig ist, Abstand zu halten; wie etwa in der Bahn oder bei der Pflege im Seniorenheim. Denn im Zweifel halten Masken einen Teil der Viren ab und verhindern möglicherweise einen schwereren Krankheitsverlauf. Man kann den Wissenschaftlern der WHO-Studie daher nur zustimmen, wenn sie fordern, die Schutzwirkung von Masken nun endlich in einer wissenschaftlichen Studie zu untersuchen: „Es sind auf allen Ebenen Maßnahmen erforderlich, um die mangelnde Qualität der Beweise zu verbessern.““

    7. yerba, 28.12.2020, 13:56 Uhr

      Hygienemasken reduzieren die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung. Werden sie verbreitet benutzt, lässt sich dadurch zusätzlich zu anderen Massnahmen die Verbreitung des Virus verlangsamen.

    8. Silvan Studer, 28.12.2020, 14:44 Uhr

      @yerba: Das nehmen viele man an und das kann vielleicht auch sein.
      Es bleibt aber dabei: letztlich konnte die Wirkung von der Wissenschaft nicht bewiesen werden.
      Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Alltagsmasken mehr schaden als nützen.
      Falls Sie eine Metastudie kennen, welche hier Klarheit schafft, dann senden Sie diese bitte an die Weltgesundheitsorganisation, diese sucht nämlich händeringend danach.
      Ansonsten bleiben es Vermutungen, Behauptungen, Hoffnungen und Ideologien aber nichts wissenschaftlich Belastbares und somit bleiben auch rechtliche Fragezeichen.

2021-01-27 12:39:38.002577