17 Randalierer stehen am Internet-Pranger
  • Gesellschaft
  • FC Luzern
  • Gesellschaft
Gesucht werden insgesamt 17 mutmassliche Randalierer – seit heute unverpixelt. (Bild: zvg / Collage zentral+)

Luzerner Polizei zeigt Fussballfans 17 Randalierer stehen am Internet-Pranger

2 min Lesezeit 14.09.2015, 10:20 Uhr

Aus 21 mach 17: Vor einer Woche hat die Luzerner Polizei 21 Personen verpixelt publiziert, die im Mai bei einem FCL-Spiel an Ausschreitungen beteiligt waren. Nachdem sich darauf nur gerade vier Gesuchte stellten, wurden nun die verbleibenden Personen erkennbar an den Internet-Pranger gestellt. Dies scheint seine Wirkung nicht zu verfehlen.

«Wir haben bereits diverse Rückmeldungen verschiedener Personen erhalten». Dies sagte Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Strafverfolgungshörden  zentral+ nur wenige Stunden, nachdem die Personen ohne schützende Verfremdungen am Montag im Internet gezeigt wurden.

Nach dem Fussballspiel vom FC Luzern gegen den FC Zürich kam es im vergangenen Mai in der Stadt Luzern zu gewalttätigen Auseinandersetzungen  (zentral+ berichtete). Die Polizei hat vorhandenes Bildmaterial der Auseinandersetzungen ausgewertet. Dabei konnten 13 Randalierer identifiziert werden. Es handelt sich um 12 Personen aus der Fangruppe vom FC Zürich und einen FC Luzern Fan. Zudem haben sich vier Personen innerhalb der letzten Woche bei der Polizei gemeldet. Den noch unbekannten Personen gab man bis letzten Freitag Zeit, sich zu stellen. Andernfalls drohte die Polizei damit, sie spätestens Ende September erkennbar ins Internet zu stellen.

Erwartungen klar nicht erfüllt

Dies ist bereits heute Montag geschehen. Seit dem Vormittag sind die verbleibenden 17 Personen unverpixelt einsehbar. Der Internet-Pranger sei eigentlich ein sehr erfolgreiches Fahndungs-Mittel, sagte Mediensprecher Simon Kopp kürzlich im Interview mit zentral+. Es handelt sich um die insgesamt sechste Öffentlichkeitsfahnung. Allerdings nehme deren Wirksamkeit immer mehr ab.

Dass dem so ist, zeigen auch die deutlich unter den Erwartungen gebliebenen Selbstanzeigen. «Ich bin überzeugt, dass es am 7. September, wenn wir die verpixelten Bilder veröffentlichen, viele Selbstmeldungen geben wird», sagte Kopp damals. Zu gross sei die Angst vor Lehrmeistern und Arbeitgebern. Mit gerade einmal vier Rückmeldungen blieb die Massnahme jedoch deutlich unter den Erwartungen. Mit den unverpixelten Bildern kommt die Strafverfplgung nun offenbar besser voran.

Noch ein FCL-Fan unter den Gesuchten

Den publizierten Gesuchten wirft die Polizei Landfriedensbruch, Vermummung und teilweise Körperverletzung vor. Mindestens der Tatbestand des Landfriedensbruchs liege gegen alle der Gesuchten vor, sagte Kopp. Dabei genüge es, wenn jemand beispielsweise eine Bierflasche gegen eine andere Person geworfen habe. Einer der verbliebenen 17 Fans soll laut Polizei ein FCL-Fan sein, bei den anderen handle es sich um Anhänger des FC Zürich.

Die gesuchten Personen waren an den Krawallen am Pfinstmontag, 25. Mai 2015 beteiligt. Damals marschierten FCZ-Fans vom Stadion Richtung Bahnhof und trafen unterwegs auf FCL-Fans. Dutzende Chaoten lieferten sich in der Mitte der beiden Strassen, auf dem alten Zentralbahntrassee, eine Massenschlägerei mit Steinen, Stühlen, und Fahnenstangen, es kam auch zu Verletzten. 

Hinweise zu den publizierten Personen können direkt an die Luzerner Strafuntersuchungsbehörden gemeldet werden, unter der Tel. 041 248 81 17.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

In diesen Artikel haben wir viel Zeit investiert. Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.