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150 neue Hinweise zum Vergewaltiger von Emmen
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Grosses Echo: Die mutmassliche Vergewaltigung sorgt für Empörung. (Bild: cha)

Nach Verdoppelung der Belohnung und Medienaufruf 150 neue Hinweise zum Vergewaltiger von Emmen

2 min Lesezeit 14.02.2017, 17:36 Uhr

Auf der Suche nach dem Vergewaltiger von Emmen sind 150 neue Hinweise aus der Bevölkerung bei der Polizei eingegangen. Zum Teil waren die Hinweise sehr konkret, aber es waren auch Wahrsager drunter, die krude Tipps abgaben. 

Am Montag hatten die Behörden die Belohnung auf 20’000 Franken verdoppelt und den möglichen Namen des Täters – A(a)ron – verbreitet.

Wie ein Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte, seien die Hinweise seit Montagmorgen über Telefon und per E-Mail eingegangen. Teils hätten Wahrsager Tipps abgegeben, teils seien aber auch sehr konkrete Hinweise eingegangen. Genauere Angaben wollte der Sprecher dazu nicht machen. Die neu eingegangen Hinweise würden nun gesichtet und überprüft.

Brutaler Missbrauch an der Reuss

Ein Unbekannter hatte am 21. Juli 2015 bei Emmen an der Reuss eine 26-jährige Frau vom Velo gerissen und in einem nahen Waldstück vergewaltigt. Die Frau erlitt bei dem Überfall schwerste Verletzungen. Ihre Arme und Beine waren laut Behörden nach der Tat gelähmt.

Wer der Täter ist, ist nicht bekannt. Die Ermittler konnten aber unter anderem an den Kleidern des Opfers die mutmassliche DNS des Täters sicherstellen. Zudem soll der Täter nach der Vergewaltigung gegenüber dem Opfer seinen angeblichen Vornamen mit Aaron oder Aron angegeben haben.

Der Fall löste eine der aufwändigsten Ermittlungsaktionen im Kanton Luzern aus. Knapp 10’000 Personendaten wurden überprüft. Die Polizei erhob tausende Handynummern, die zur Tatzeit im Gebiet des Tatortes aktiv waren. Fast 400 Männer wurden zu einem Massen-DNS-Test aufgeboten. Sechs Tests sind noch ausstehend, weil sich die Betroffenen im Ausland aufhalten.

Dafür gibt es bis 20’000 Franken

Die Polizei sucht nach Leuten, die im Juli 2015 jemanden namens A(a)ron angestellt oder beherbergt haben. Die Polizei sucht zudem ausdrücklich Leute, die einen A(a)ron kennen, der sich besonders für den Fall Emmen interessiert oder sich auffällig verhalten hat, der nach der Tat plötzlich untergetaucht, umgezogen oder abgereist ist – und der den bisher bekannten Eigenschaften des Täters entspricht: 170 bis 180 Zentimeter gross, 19 bis 25 Jahre alt, eher dunkle Hautfarbe, schwarzbraune, kurze, gekrauste Haare, Raucher. Der Täter sprach gesprochenes Deutsch und trug im Juli 2015 einen dunklen Langarm-Kapuzenpullover und kurze Hosen.

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