15 peinliche Missgriffe, die Zugern bei E-Mails passieren können
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«Oh nein, die Autokorrektur hat mich wieder blamiert!»   (Bild: Fotolia)

Sehr geehrter Herr Tänzer, liebe Frau Weichheit 15 peinliche Missgriffe, die Zugern bei E-Mails passieren können

3 min Lesezeit 03.11.2017, 10:29 Uhr

Wer will schon als Trottel dastehen oder wahllos nette Menschen beleidigen? Ein elektronisches Helferlein, die Autokorrektur, hilft einem, eben das zu tun.

Sehr geehrte Frau Landammann Weichelt Weichheit, gern hätten wir Ihnen als Oberhaupt der Zuger Regierung mit der gebührenden Hochachtung geschrieben, aber leider ist es uns nicht möglich, Ihren Namen korrekt zu schreiben.

So kann es gehen, wenn man die Autokorrektur im E-Mail-Programm aktiviert hat. Eigentlich sind diese Anwendungen, die es fürs Handy und für den Computer, für verschiedene Betriebssysteme und Textverarbeitungsprogramme gibt, ja dazu da, einem das Leben zu erleichtern. Doch manchmal erschweren sie alles nur. Weil sie Wörter, die sie nicht kennen, selbsttätig gegen andere tauschen, die sie kennen.

Nachrichten ohne Sinn und Verstand

Zwar lernen Autokorrekturen Wörter und Namen hinzu, aber leider sind sie von Haus aus ziemlich dumm. Wer also frisch nach Rotkreuz zieht und das erste Mal ein Schreiben an die Gemeindeverwaltung aufsetzt, kann davon schwärmen, wie schön es in der Gemeinde Risch Tisch ist, er wird nur ein verständnisloses Kopfschütteln ernten. Auch in Oberägeri Obererei ist es schwierig, sich verständlich zu machen, ebenso in Alosen Losen.

In Steinhausen Steinhauses und in Niederwil Niederwild (Gemeinde Cham) outet man sich als Dummkopf, der nicht mal den Namen richtig schreiben kann. Auch bei sehr vielen Familiennamen baut die Autokorrektur unvermutet Fehler ein. Frau Blättler Blätter heisst die Gemeinderätin von Cham und eine Zahnärztin in Zug – beide werden über eine entsprechende Zuschrift die Stirn runzeln.

Ab nach Irland

Bei der Stadtzuger Bildungschefin Straub Staub entsteht Verwechslungsgefahr, denn auch Staubs gibt’s im Kanton Zug viele. Herr und Frau Iten Iren hingegen werden durch die Autokorrektur flugs ausgebürgert. Dem anderen häufigen Geschlecht im Ägerital ergeht’s noch schlimmer – aus Herr und Frau Rogenmoser wird Regenloser.

Vielleicht ist die Autokorrektur ja von Haus aus nicht dumm, sondern wurde nur von jemandem programmiert, der gerade ziemlich komisches Kraut geraucht hatte. Wer zum Beispiel dem Boss der Garage Wismer in Rotkreuz eine E-Mail schreibt, gelangt an den Herrn Wispre, wenn er nicht aufpasst.

Starker Tobak

Dieselbe Gefahr besteht beim Kontakt mit Magistraten. Die sind im Kanton Zug sehr volksnah und reagieren in der Regel auf Zuschriften. Ausser natürlich, man lässt der Autokorrektur freien Lauf. Die macht etwa den kantonalen Finanzdirektor Heinz Tännler zu Herrn Tänzer. Den städtischen Bauchef André Wicki Wiki hält die Autokorrektur für ein Nachschlagewerk.

Der Stadtzuger Finanzchef Karl Kobelt wird zu Herrn Kobalt – na ja, wenigstens nicht Herrn Kobold, mag man sich sagen. Denn beim kantonalen Bildungsdirektor Stephan Schleiss besteht akute Beleidigungsgefahr, weil die  Autokorrektur den Namen die ersten paar Mal in Herrn Sch…. ändern will.

Was also ist zu tun? Erster Lösungsansatz: Man macht mit möglichst vielen Menschen im kleinräumigen Kanton Duzis – denn Vornamen hat die Autokorrektur viel besser im Griff. Oder aber man schaltet den elektronischen Helfer einfach aus.

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