13’000 Unterschriften für «Religionskunde und Ethik»

2 min Lesezeit 30.11.2014, 16:57 Uhr

Die Unterschriftensammlung «Nein zum drastischen Bildungsabbau im Kanton Luzern: Petition gegen die Abschaffung von Religionskunde und Ethik an Obergymnasien und Kurzzeitgymnasien» konnte mit einem überraschenden Ergebnis abgeschlossen werden. Am Montagmorgen wird die Petition der Kantonsratspräsidentin Irene Keller überreicht.

Innerhalb von nur vier Wochen sind bei der Kantonalen Fachschaft über 13’000 Unterschriften eingegangen. «Diese grosse Zahl an Unterschriften übertrifft unsere kühnsten Erwartungen», sagt Benno Bühlmann, Präsident der Kantonalen Fachschaft Religionskunde und Ethik an Luzerner Gymnasien. «Politiker, die im Gegensatz zu uns Erfahrungen beim Sammeln von Unterschriften haben, sagen uns, dass es absolut aussergewöhnlich sei, in so kurzer zu einem solchen Ergebnis zu kommen», freut sich Bühlmann. Die Petition wird am morgigen Montag um 8.45 Uhr der höchsten Luzernerin, der Kantonsratspräsidentin Irene Keller überreicht werden.

Überraschende Ergebnisse einer Umfrage

Die Kantonale Fachschaft RE hat in den letzten Wochen bei den Schüler/innen der Luzerner Gymnasien (Kantonsschulen Alpenquai, Musegg, Schüpfheim, St. Klemens Ebikon und Willisau), eine breit angelegte Erhebung über ihre Einstellung zum Fach Religionskunde und Ethik durchgeführt. Die an der Umfrage Beteiligten haben den Online-Fragebogen anonym und ausgefüllt und hatten die Möglichkeit, sowohl positive wie auch negative Unterrichtserfahrungen zu thematisieren.

«Wir sind überrascht, dass innerhalb kurzer Zeit über 600 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Kantonsschulen an unserer Umfrage teilgenommen haben», meint Benno Bühlmann. «Zudem hatten wir auch mit einem so deutlichen Ergebnis nicht unbedingt gerechnet.»

Hilfreich für die Lebensgestaltung

74 Prozent der befragten Schüler sind gegen eine Abschaffung des Faches Religionskunde und Ethik, 17 Prozent befürworten eine Abschaffung und 9 Prozent haben dazu keine Meinung geäussert. Eine deutliche Mehrheit der Befragten sind mit der aktuellen Stundendotation zufrieden, während 13 Prozent der Schüler sogar angegeben haben, dass die Lektionenzahl im Fach Religionskunde und Ethik erhöht werden sollte. An der Kantonsschule Musegg mit seinem speziell pädagogischem Profil sind es sogar 22 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die sich für eine Erhöhung der Lektionenzahl im Fach Religionskunde und Ethik aussprechen.

Auch bei den anderen Fragestellungen sind die Zwischenergebnisse erfreulich. Religionskunde und Ethik wird als hilfreich für die eigene Lebensgestaltung eingestuft.

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