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10’000 Franken selber zahlen: Erstaunliche Forderung der CSS-Chefin
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Geniesst die Ruhe in den Bergen, das Kleintheater und gutes Essen: Philomena Colatrella, Chefin der CSS. (Bild: zvg )

Luzernerin schlägt höhere Franchisen vor 10’000 Franken selber zahlen: Erstaunliche Forderung der CSS-Chefin

2 Min 15.04.2018, 12:19 Uhr

Die Krankenkassenprämien steigen Jahr für Jahr. Nun bringt CSS-Chefin Philomena Colatrella eine neue Idee auf’s Tapet, die zu reden gibt: Mindestfranchisen von bis zu 10’000 Franken. Damit könnte man viel Geld sparen, ist die Luzernerin überzeugt.

Die Luzernerin Philomena Colatrella fordert mehr Eigenverantwortung in der Gesundheitswesen. Was das konkret heisst, erzählt die Chefin der Krankenversicherung CSS in einem Interview mit dem «Sonntagsblick»: Höhere Mindestfranchisen von 5’000 oder gar 10’000 Franken. Dank diesem aussergewöhnlichen Vorschlag könnten die Prämien pro Person laut Colatrella monatlich um rund 170 Franken reduziert werden.

Das würde aber gleichzeitig heissen: Wer zum Arzt geht oder sich einer Behandlung unterzieht, müsste diese Summe aus der eigenen Tasche berappen. Ein happiger Vorschlag – dessen ist sich die CSS-Chefin offenbar bewusst. Sie betont deshalb, dass der Systemwechsel mit  einer Unterstützung für die sozial Schwächeren abgefedert werden müsste.

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Mit den Einsparungen bei den Prämien bräuchten weniger Personen Prämienverbilligungen – genau mit diesem Geld könnte man all jenen unter die Arme greifen, welche die höhere Franchise nicht tragen können. Niemand solle aus finanziellen Gründen auf den Arztbesuch verzichten, hält Colatrella fest. Zurzeit umfasst die Bandbreite der Franchisen in der Grundversicherung 300 bis 2500 Franken.

Die Idee stützt sie auf Erkenntnisse einer Analyse, wonach hohe Wahlfranchisen grosse Einsparungen im Gesundheitswesen bringen. Die Details des Vorschlags würden zurzeit untersucht, liess Colatrella weiter verlaufen. Die 49-Jährige steht seit Herbst 2016 an der Spitze der grössten Krankenkasse mit Sitz in Luzern und bringt sich immer wieder an verschiedenen Fronten mit ihren Positionen ins Gespräch (zentralplus berichtete).

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