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10 Dinge, die wir diesen Sommer an Luzern hassen
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Piraten, erlöst uns: Wir wollen den Sommer fertigmachen! (Bild: Jörg&Schröter/AURA)

Kein Sex, Insekten-Gesocks, Schwitzen und Stinken 10 Dinge, die wir diesen Sommer an Luzern hassen

4 min Lesezeit 1 Kommentar 13.08.2017, 17:11 Uhr

Der Schweiss tropft, Touristen überfluten Luzern, und es stinkt an allen Ecken und Enden. Der Sommer macht Spass? Nein! – Die Top Ten, weshalb wir die Schwitzsaison in der Stadt so herrlich abgrundtief hassen. Genug also: Schnee her, bitte!

Alle ausser Ärzte, Bademeister und Bierbrauer sollten eigentlich frei haben, sobald die Temperaturen über 30 Grad klettern. Klar, denn dann setzt so mancher Motor aus, der Körper will nur noch flach liegen – und auch die Hirne laufen fast über. Wer will da noch denken, wenn der See zum Bade lädt?

Puuh! Also los, ab in den gut gekühlten Weinkeller mit Stirnlampe und Laptop. Und hirnen, warum uns der Sommer in dieser ansonsten doch ganz angenehmen weltmännischen Kleinstadt mächtig auf den Geist geht. Zehn Gründe Hass – und los geht’s.

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Der Schweiss, so ein Steiss

Die VBL mit ihren kunterbunten Chilbibussen sind uns ja oft schon von aussen ein Dorn im Auge. Auch wenn die Chauffeure zwar gute Fahrdienste leisten. Jetzt nervt zudem, dass sie die Temperaturregelung fast nie im Griff haben. Neben all den Verschwitzten im Bus zu stehen, ist eine Qual sondergleichen. Es gibt nur eine Linderung: durch den Mund atmen.

 

Flipflops – no go

Es tut manchmal förmlich weh, wie sich diese Schwitzenden bei der Kleiderwahl gehen lassen. Man wünscht viele auf den Mond oder gleich nackt in die Badi – denn da wollen wir eh nicht hin. Aber so geht’s einfach nicht: freie Beine bei den Herren, freie Achseln bei den Damen, und überall spriessen fröhlich Haare, Mückenstiche und Sonnenbrände. Und dann noch Flipflops in der Altstadt. Die lassen wir nicht einmal unseren lieben Freunden aus den Tropen, den konsumwütigen Indern, durchgehen.

Chinesen, aus dem Weg!

Und da sind wir schon bei den Scharen von Chinesen, die mit ihren Handysticks vor Bachmann, Bucherer und Gübelin am Schwanenplatz herumwedeln. Been there, done that! Klar, die wollen zu Hause mit dem Besuch der schönsten Stadt – ach was, mit dem Kauf von sieben Rolex-Zeitmessern – angeben. Nur: Uns stehen sie meist im Weg rum. Weg da, bitte!

Eintagsfliegen, verreckt!

Auch wir müssen oft wedeln. Mit den Armen vor unserem Gesicht, wenn wir mit dem Velo am See entlang bummeln. So ein Ärger, all dieses kleine Insekten-Gesocks. Will partout in unsere Münder reinschlüpfen. Hilfe! Augen zu und durch? – Das geht freihändig leider kaum unfallfrei. Und nein, noch folgen wir nicht dem neusten Ernährungstrend. Wir wollen doch lediglich ungestresst von A nach B. Grrrr.

 

Würste, bleibt fern!

Apropos Ernährung: Kugelgrill auf der Terrasse, Lavagrill im Garten, Wegwerfgrill im öffentlichen Raum – überall stinkt es zum Himmel. Würste hier, Jägersteak dort, Grillschnecke da, ich schmeiss mich gleich weg. Kann es nicht mehr riechen. Gut gibt es auch lauschige Beizen, die innen Leckeres wie Meeresfrüchte servieren. Schon mal den Fisch-Lunch im Marlin des Hotels Palace probiert? Für unschlagbare 28 Franken mit Vorspeise mehr als eine Sünde wert … 

Eis her – aber ohne Schlange!

Und dann zum Dessert ein kühles Eis. Da haben wir in der Stadt doch so manche Eisbar mit süssen Versuchungen (zentralplus berichtete). Doch oh Hölle, die uns vor dem himmlischen Zuckergenuss steht: In der Schlange ist allen heiss. Es droht der Schweiss, siehe oben. Und weil ja alle ein Eis wollen, kann die Stimmung hitzig werden. Ziemlich uncool.

Rutschbahn in der Stadt? Schmierig …

Da hatten wir doch unlängst im Lido diese Riesenrutsche, von der sich Wagemutige 20 Meter fast im freien Fall ins Wasser stürzten. Schon beim Zuschauen kehrte es uns den Magen um. Und jetzt das Ganze noch grösser auf der Studhaldenstrasse? Haben wir wirklich auf diese 200 Meter lange Wasserrutschbahn gewartet, auf der am Freitag und Samstag statt Autos für einmal Leute auf aufblasbaren Schwimmreifen die Strasse runterflutschen? No way!

Müll stinkt zum Himmel

Der Wasser absondernde Mitmensch sticht schon mächtig in die Nase, siehe oben. Aber die überall in der Stadt rumstehenden Müllsäcke stinken noch viel schlimmer – nämlich zum Himmel. Ist es denn so schwierig, sich an die Abfuhrtermine zu halten? Was da so alles in wunderbar leuchtendem Blau grässlich vor sich hin motten mag. Da gibt’s nur eines: In die kühlenden Berge fliehen. Ach, wann kommt bitte der erste Schnee?

Heisse Nächte? Von wegen!

Wer kennt das nicht in diesen schwülfeuchten Tagen: schlechter Schlaf im heissen Bett. Mit Decke ist uns zu fiebrig, und ohne Decke lässt sich auch nicht einschlafen. Also wachen wir ständig nachts auf. Zeit fürs Liebesspiel? Von wegen, geht wegen der Hitze leider auch nicht. Und dann noch Vollmond. Da liegen und wälzen wir uns also. Stuuundenlang. Es ist wirklich zum Ins-Kissen-Beissen. Von wegen heissen Nächten …

 

Und Cheers, aber …

So, nach dieser Kropfleerete geht es uns schon viel besser. Der Sommer scheint erträglicher, und wir blicken nach 2003 gelassen einem weiteren Jahrhundertsommer entgegen. Darauf wollen wir anstossen. Aber halt: Wieso können Apéröler nicht einfach Bier, Weisswein oder Rosé trinken? Die Schlange vor der Sommerbar ist nur so elend lang, weil alle diese komplizierten, mödeligen Sommerdrinks ordern. Nichts wie weg und ab vor den Kühlschrank in die dunkle Stube. Endlich: Ein kühles Blondes. Cheers auf den Winter!

Und jetzt Sie: Verraten Sie uns, weshalb auch Sie den Sommer in Luzern nicht cool finden. Wir brennen förmlich für Ihre Hass-Kommentare!

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1 Kommentare
  1. Roli Greter, 13.08.2017, 17:39 Uhr

    Wie jeden Sommer nerven und die Journalisten mit sinnfreien Beiträgen. Ansonsten find ich den Sommer hier ziemlich okay.