Die Belegschaft bei der Verpackung von Zwieback im Jahr 1922.
  (Bild: zVg)
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Die Belegschaft bei der Verpackung von Zwieback im Jahr 1922.   (Bild: zVg)

114 Millionen Franken für Guezli: Hug wächst weiter

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Die Backwarenfabrik Hug aus Luzern und Malters vermeldet ein erfolgreiches Jahr. Im Rahmen des 140-jährigen Jubiläums zeigt Hug Bilder aus der Entstehungsgeschichte. Die Guezlifabrik plant Investitionen in Millionenhöhe.

Die Hug-Backwaren-Gruppe vermeldet eine Umsatzsteigerung um 3.2 Prozent auf 113.5 Millionen Franken im Geschäftsjahr 2016. Der Erfolg wird hauptsächlich damit begründet, dass die Marken Wernli und Dar-Vida gewachsen sind. Ausserdem wurden in der Schweiz mehr Biscuits und Cracker konsumiert.

Das Familienunternehmen produziert rund 8'800 Tonnen Backwaren alleine für die Schweiz. Die Anzahl der Mitarbeiter ist trotz der guten Zahlen gesunken: Im Vergleich zum Vorjahr beschäftigt Hug in der Region Luzern 336 Personen, fünf weniger als Anfang 2016.

Hug feiert 140-jähriges Jubiläum

Die Bäckerei wurde 1877 von Josef Hug eröffnet. Sein erstes Hug-Produkt damals war das Zwieback – welches sich bis heute in den Regalen hält. Die Hug AG blieb dabei bis ein Familienunternehmen. Werner Hug, Präsident des Verwaltungsrates, sagt: «Noch heute werden die Betriebe der Familien Hug von Mitgliedern der 4. und 5. Generation geführt.»

«Die Swissness-Vorlage grenzt an eine Nötigung der Lebensmittelindustrie durch Politik und Behörden.»

Andreas Hug, Geschäftsleiter Hug AG

Swissness-Vorlage «grenzt an eine Nötigung»

Schwierigkeiten bereitet das neue Swissness-Gesetz. Man stört sich, dass die detaillierten Bestimmungen vom Bundesrat erst im November 2016 verabschiedet wurden, jedoch bereits am 1. Januar 2017 umgesetzt werden mussten. Im neuen Gesetz steht, dass mindestens 80 Prozent der Rohstoffe aus der Schweiz sein müssen und die Verarbeitung in der Schweiz geschehen muss. Die Pressemitteilung der Hug-Gruppe nennt dieses Gesetz «äusserst bürokratisch».

Der Geschäftsleiter Andreas Hug wird sogar noch direkter: «Die Vorlage grenzt an eine Nötigung der Lebensmittelindustrie durch Politik und Behörden.» Hug habe jedoch dank einer Ausnahmeregelung erreicht, alle Markenproduktionen mit dem Swissness-Label auszeichnen zu können.

Investitionen von 20 Millionen Franken

Hug hat kürzlich 20 Millionen Franken investiert. Damit soll die Automatisierung verstärkt und die Kapazität gesteigert werden. Diese Investitionen werden im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein. Weitere Investitionen sind in Planung. Dabei will man auch künftig in der Schweiz produzieren. Dazu lässt sich Andreas Hug zitieren: «Wir konzentrieren uns auf laufende Produktivitätssteigerung in der Schweiz.» Eine eigene Auslandsproduktion sei bei Hug nicht zur Diskussion.

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