Sika kauft in Österreich ein

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Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika übernimmt einen führenden Hersteller von Abdichtungssystemen in Österreich. 2016 hat Sika mit Sitz in Baar einen Rekordumsatz erzielt.

Sika übernimmt mit Bitbau Dörr einen führenden Hersteller von Abdichtungssystemen mit Sitz in Innsbruck, Österreich. Die österreichische Wettbewerbsbehörde muss der Transaktion noch zustimmen, wie Sika am Mittwoch mitteilte.

Zum Produktportfolio der Österreicher zählen komplette Abdichtungssysteme, die auf Dächern, an Bauwerken und im Tiefbau zum Einsatz kommen. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen mit 85 Mitarbeitenden einen Umsatz von 50 Millionen Franken.

Mit der Übernahme baut Sika ihr Produktsortiment aus und es entstehen laut Mitteilung neue Wachstumsmöglichkeiten für beide Unternehmen. «Sika wird künftig ihren Kunden eine breitere Palette an hochwertigen und langlebigen Abdichtungssystemen anbieten können», so das Baarer Unternehmen.

Das österreichische Familienunternehmens Bitbau Dörr wurde vor 150 Jahren gegründet und hat sich zu einem renommierten Anbieter von Abdichtungssystemen entwickelt, dessen Qualitätsprodukte auf Flach- und Steildächern, Brücken und Parkdecks und im Tiefbau Anwendung finden und exportiert ihre Produkte auch in die angrenzenden Nachbarländer. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Innsbruck und hat drei weitere Standorte in Wien, Graz und Linz.

Über 5 Milliarden Umsatz

Am Dienstag wurde bekannt, dass der Baustoffhersteller Sika 2016 einen Rekordumsatz von 5,75 Milliarden Franken erzielt hat – das ist eine Umsatzsteigerung um über 5 Prozent.

Auch beim Gewinn rechnet Sika mit einem neuen Rekordwert zwischen 780 und 800 Millionen Franken. Die detaillierten Jahreszahlen werden am 26. Februar bekanntgegeben.

Zum Wachstum von Sika trugen Zukäufe bei. «Mit neun neuen Fabriken, vier weiteren Ländergesellschaften und vier Firmenübernahmen haben wir die Voraussetzung für weiteres zukünftiges Wachstum geschaffen», teilte Sika-CEO Jan Jenisch mit.

Überdurchschnittlich gewachsen ist Sika in Grossbritannien, Russland, Osteuropa und Afrika. In Europa, im Nahen Osten und in Afrika (EMEA) stieg der Umsatz in Lokalwährungen um 4,8 Prozent.

In den für Sika wichtigen Märkten Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien seien die Zuwachsraten ebenfalls gut, teilte das Unternehmen mit. In der Region Nordamerika stiegen die Ergebnisse um 7,8 Prozent, in Lateinamerika um 5 Prozent, in Asien/Pazifik um 3,6 Prozent.

Auch für 2017 bleibt Sika optimistisch: 2017 will das Unternehmen beim Umsatz die 6-Milliarden-Franken-Grenze überschreiten.

Sika steckt immer noch in einem Übernahmestreit mit der französische Saint-Gobain. Der Fall liegt beim Zuger Obergericht.

 

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